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Sonntag, 31. Dezember 2017

[ Filmtipp ] "Loving Vincent" – ein Film komplett in Ölgemälden

Wer mich kennt, der wundert sich jetzt vielleicht – ein Filmtipp? Von Mikka, die immer sagt, sie schaltet den Fernseher nie an und geht nur sehr selten ins Kino?

Ja, das stimmt. Mein Mann und ich gehen wirklich nur selten ins Kino, und wenn, dann lassen sich die Filme meistens in drei Kategorien einteilen: Dokumentarfilme, Filme über Schriftsteller oder Filme über Künstler. "Loving Vincent" gehört natürlich zur letzten Kategorie, denn es geht um Vincent van Gogh. Die meisten Menschen kennen zumindest seine bekanntesten Bilder, und viele haben sicher da oder dort schon einmal gelesen, dass er sich ein Ohr abschnitt, an Wahnvorstellungen litt und sich letztendlich umbrachte.

Aber tat er das wirklich?

Der Film spielt nach seinem Tod: ein Brief, den Vincent vor seinem scheinbaren Suizid an seinen Bruder schrieb, taucht  einige Zeit danach wieder auf. Der Postbote, ein Freund des Malers, schickt seinen Sohn Armand los, diesen Brief persönlich zuzustellen, und der begibt sich widerwillig auf die Reise. In seinen Augen ist ein Mann, der sich umbringt, schwach, und so hat er auch keinen großen Respekt vor Vincent, obwohl er ihn persönlich kannte. Seine Suche bringt ihn in die Stadt, in dem der Maler vor seinem Tod lebte und wo er auch starb, und stellt schnell fest, dass die Menschen, die ihn kannten, vollkommen unterschiedliche Dinge über seine letzten Tage erzählen... Mehr und mehr fasziniert, versucht Armand aufzuklären, was wirklich geschah, und muss sich eingestehen, dass er Vincent vielleicht unrecht getan hat, als er ihn schwach nannte. Das Ergebnis seiner Ermittlungen verrate ich euch hier natürlich nicht, aber Armand ist am Ende des Films nicht mehr der selbstgerechte junge Lebemann vom Anfang.

Das Außergewöhnliche an diesem Film ist die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird: der Film erweckt 120 der Gemälde von Vincent van Gogh zum Leben. Am ehesten könnte man das vielleicht einen Zeichentrickfilm nennen, aber das würde dieser künstlerischen Leistung nicht gerecht werden – jede Sekunde jeder einzelnen Szene des Films wurde mit Ölfarbe auf große Leinwände gemalt, und diese wurden dann fotografiert und digitalisiert. 65.000 Einzeleinstellungen, gemalt von 125 Künstlern, für 95 Minuten Film.


Glaubt mir, das solltet ihr auf der großen Leinwand sehen – dieser Trailer kann nicht wirklich vermitteln, wie der Film im Kino wirkt. Immer wieder erkennt man dieses oder jenes berühmte Gemälde, aber alles ist im Fluss, alles lebt und atmet, lebendige Kunst auf eine völlig neue Art.

Claudius und ich sind es gewohnt, dass die Filme, die wir uns anschauen, meist nicht sonderlich gut besucht sind, aber hier bekamen wir tatsächlich gerade noch die letzten Plätze in der erste Reihe – das Kino war rappelvoll, und es ist selten so mucksmäuschenstill im Publikum wie heute. Selbst als der Abspann lief, herrschte noch Ruhe!

Der Film hat in mir auf jeden Fall den Wunsch geweckt, mehr über den Maler zu erfahren, als ich noch aus dem Kunstunterricht im Gymnasium in Erinnerung habe.
Alles Liebe,

Kommentare :

  1. Liebe Mikka,

    van Gogh war lange mein Lieblingsmaler. Ich bin schon extra nach München gefahren, nur um die Zeit vor seinen Bildern zu verbringen.

    Leider läuft der Film hier im Kino nicht. :(
    Da wäre ich jetzt echt hingegangen, auch wenn ich sonst ja nicht ins Kino gehe. Und Ffm ist mir zu aufwändig.,

    Für mich ist Kunst wichtig. Danke für den schönen Beitrag!
    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch und ein *gesundes* und zufriedenes Jahr 2018.
    Herzlich
    Petrissa

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    1. Huhu Petrissa,

      da wissen die Kinos bei euch in der Gegend wirklich nicht, was ihnen entgeht. :-( Das Kino hier war rappelvoll, es lohnt sich also sicher auch finanziell, den Film zu zeigen...

      Aber wir haben hier auch wirklich Glück, das Cinema Arthouse zeigt regelmäßig außergewöhnliche Filme. Bei Dokumentationen sind sogar manchmal noch Experten dabei, denen man danach Fragen stellen kann. Wo ich gewohnt habe, bevor ich nach Osnabrück gezogen bin, hatten wir auch ein kleines, aber feines Programmkino, dass aber dann wegen mangelnder Einnahmen die Pforten schließen musste. Sowas scheint also nicht überall gut zu laufen!

      LG,
      Mikka

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    2. Vielleicht liegt es daran, dass hier die Bevölkerung... nun, wie soll ich sagen, dass es sich nicht blöd anhört... Es wohnen hier sehr viele Ausländer.Offenbach hatte mal den höchsten Ausländeranteil Deutschlands. Weiß nicht, wie es jetzt ist. Und die, die hier wohnen, sind eher einfacher strukturiert.
      Offenbach hat auch einen ziemlich schlechten Ruf, wobei sich das in den letzten paar Jahren verbessert hat.
      Und dann noch die Nahe Anbindung zu Ffm. Da fahren die, die es interessiert vielleicht eher nach Ffm.

      Ich hätte total gerne ein "alternatives Kino".

      Liebe Grüße
      Petrissa

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    3. Einfacher strukturiert in welchem Sinne? Meinst du, was Bildung und Einkommen betrifft, oder im Sinne von Integration?

      Kunst ist doch ziemlich universell, ich glaube, da finden sich bei jeder Nationalität Liebhaber – oder eben auch Leute, die sich nicht dafür interessieren. Aber wenn dort natürlich viele Leute wohnen, die nicht viel Geld haben (ungeachtet ob Ausländer oder Deutsche), hat das natürlich zwangsläufig Einfluss darauf, ob sie Geld für Kinokarten ausgeben können und wollen.

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  2. Hallo Mikka
    bei uns ist der Film auch gerade angelaufen und da Vincent Van Gogh einer meiner Lieblingsmaler ist, möchte ich mir den Film diese Woche nicht entgehen lassen. Vor einigen Monaten habe ich schon mal einige Szenen aus dem Film gesehen, sehr eindrücklich, wie die Bilder zu Leben erweckt wurden!
    Liebe Grüsse
    Anya

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    1. Huhu Anya,

      oh ja, tut das unbedingt! Auf der großen Leinwand wirkt er mit Sicherheit viel eindrucksvoller als auf DVD.

      LG,
      Mikka

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    2. Bin grad heimgekommen vom Kino - wirklich extrem gut gemacht!

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    3. Und, war das Kino bei euch auch so gut besucht? :-)

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    4. Lange nicht voll, aber für einen Feiertag und für die 18:00 Vorstellung wars nicht schlecht.

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  3. Hallo Mikka,
    danke für diesen Filmtipp, das hört sich nach einem lohnenden Film an!
    Ich muss mal schauen, ob der in meiner Nähe läuft.
    LG,
    Daniela

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    1. Huhu Daniela,

      er ist auf jeden Fall einzigartig! Wenn man sich diese Arbeit vorstellt, 65.000 Einzeleinstellungen und das alles mit Öl gemacht... Irre. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es möglich ist, so einen Film zu machen.

      Und ich frage mich, was jetzt eigentlich mit den ganzen riesigen Bildern passiert, die für den Film gemalt wurden!

      LG,
      Mikka

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    2. Ja, er läuft bei uns in der Nähe, in der Schauburg, die bringen auch Filme im Original etc.

      Der Herstellungsprozess ist wirklich einzigartig. Vielleicht gibt es eine Ausstellung mit den Bildern? Vernichten oder so wäre ja schade.

      LG, Daniela

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  4. Hallo Mikka,

    toll, dass du den Film vorstellst. Ich hab im Radio davon gehört und war sofort fasziniert. Dummerweise habe ich meiner Mutter einen Tag zu spät davon erzählt. Hätte nicht gedacht das sie Interesse daran hat, da sie nie ins Kino geht. Aber sie wollte gern mit mir rein, nur lief er eben am Vortag und sonst nicht mehr bzw. erst als ich wieder weg war.

    Ich muss mal schauen ob der hier in Bamberg noch läuft und ob ich mich allein reintraue :D

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Huhu Julia,

      ach, wie schade! Ich hoffe, dass du ihn noch anschauen kannst, auf der großen Leinwand ist das ziemlich beeindruckend. :-)

      LG,
      Mikka

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    2. Ich hab ihn gestern ganz spontan in Bamberg gesehen und bin auch sehr begeistert. Von der Story her fand ich ihn gar nicht mal so toll, aber die ganze künstlerische Art ist natürlich klasse.

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Danke für deinen Kommentar! :D