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Sonntag, 15. Oktober 2017

[ Rezension ] "Der Totensucher" von Chris Karlden

Überzeugend geschrieben

| Handlung |

"Adrian Speer hat alles verloren: Seit ihrer Entführung vor zwei Jahren ist seine Tochter verschwunden, und von seinem Job wurde er suspendiert. In einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen wagt er einen Neubeginn. Der erste Fall führt ihn und seinen Partner zu einer alten Fabrikhalle, in der sie eine bestialisch zugerichtete Leiche finden. Schon am nächsten Tag taucht ein weiteres Opfer auf, das nach demselben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Toten entdecken sie ein aktuelles Foto von Speers Tochter. Die fieberhafte Jagd nach dem Serienmörder beginnt."
(Klappentext)

| Meine Meinung |

Zu dem Zeitpunkt, da die Handlung dieses Thrillers beginnt, durchlebt Protagonist Adrian Speer sein persönliches Drama bereits seit zwei Jahren: damals wurde seine 11-jährige Tochter Lucy entführt – aus der eigenen Wohnung, wo er sie nur kurz alleine gelassen hatte. Seitdem fehlt von ihr jegliche Spur und nun kratzt Speer, nach einem Totalabsturz in jedweder Hinsicht, die Scherben seines Lebens mühsam zusammen, als frisch ernanntes Mitglied einer neu gegründeten Mordkommission.

Leider verfällt er im Laufe der Handlung ein wenig in das Klischee des toughen, wild entschlossenen Ermittlers, der nichts mehr zu verlieren hat, im Alleingang loszieht und sich einen Dreck darum schert, was ihm von Vorgesetzten befohlen oder untersagt wurde... Was bei Weitem nicht die Konsequenzen hat, die es im echten Leben wahrscheinlich hätte!

Aber das kann man ihm in meinen Augen dann doch verzeihen, denn er ist ansonsten authentisch, überzeugend und sympathisch, und immerhin geht es hier um einen verzweifelten Vater, der die einzige Chance ergreift, die seine Tochter noch hat.  Ich habe jedenfalls sehr mit ihm mitgefiebert!

Manchmal fand ich seine emotionalen Reaktionen vielleicht nicht ganz glaubwürdig, er erschien mir in manchen Situationen zu gefasst... Aber möglicherweise hat er da auch einfach das Limit dessen erreicht, was einen Menschen noch erschüttern kann –  oder ist ist der fortwährende Schlafmangel, der ihn abstumpft. (Mal ehrlich: schlafen Kriminalpolizisten wirklich so wenig, wie es einem in Krimis und Thrillern suggeriert wird?)

Ihm zur Seite steht Ermittler Robert Bogner, der erst ein wenig skeptisch ist, was seinen wortkargen neuen Kollegen betrifft. Aber man merkt schon nach den ersten Kapiteln: hier haben sich zwei gefunden, die ein verdammt gutes Team abgeben könnten! Beiden ist Loyalität wichtig, beide haben ihre Prinzipien und beide können auch mal um die Ecke denken und an dem rütteln, was schon gesichert scheint.

Perfekte Menschen sind sie beide nicht, und das ist auch gut so. Ja, manchmal verstoßen sie gegen ihre eigenen Prinzipien, aber mir sind Charaktere mit Ecken und Kanten, echten Schwächen und Fehlentscheidungen deutlich lieber als glattgebügelte, unfehlbare Superhelden.

Jedenfalls bekommen sie es mit bestialischen Morden zu tun: der Mörder hängt seine Opfer an den Fußgelenken auf, schneidet ihnen die Zunge heraus, stopft ihnen Stroh in den Mund und lässt sie dann langsam ausbluten. Auf den ersten Blick hat das absolut nichts mit der Entführung von Speers Tochter zu tun, doch dann findet sich auf dem Handy eines Opfers ein Foto von Lucy – und zwar ein aktuelles.

Die Geschichte hält durchgehend einen hohen Spannungsbogen. Der Mörder ist den Ermittlerin immer einen Schritt voraus, in rasantem Tempo überschlagen sich die Ereignisse und der Autor spielt gekonnt mit den Erwartungen des Lesers. Immer, wenn man gerade denkt, jetzt wüsste man, wie alles zusammenhängt, setzt Chris Karlden noch eine unerwartete Wendung oben drauf, überspannt aber niemals den Bogen der Glaubwürdigkeit. Gut, bei der ein oder anderen Wendung kann man sich als Leser denken, dass es eine falsche Fährte ist, aber die schlussendliche Auflösung fand ich an keinem Punkt wirklich vorhersehbar.

Die Perspektive wechselt zwischendurch ein paarmal zur Sicht des Mörders, und man ahnt schnell, dass man ihn vielleicht sogar ein wenig verstehen kann, ob man das nun will oder nicht... Ist er ein Monster – oder ist er ein Rächer, der die tötet, die es verdient haben?

Das Ende schreit nach einer Fortsetzung: was die Morde betrifft, ist die Geschichte zwar in sich abgeschlossen, aber in anderer Hinsicht bleibt noch alles offen. Ich hoffe darauf, dass Speer und Bogner eine ganze Reihe bekommen werden.

Der Schreibstil ist souverän, mit gutem Tempo und Sprachrhythmus. Ich habe das Buch durchweg gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. 

| Fazit |

Eine neu gegründete Mordkommission bekommt es direkt mit einem Serienmörder zu tun.

Der Leser folgt dabei hauptsächlich den Ermittlern Adrian Speer und Robert Bogner, die sich buchstäblich gerade erst kennengelernt haben und sich jetzt in einem Fall wiederfinden, der ihre neue Partnerschaft auf die Probe stellt. Besonders für Speer wird dies zur Zerreißprobe, stellt sich doch schnell heraus, dass zumindest eines der Opfer Kontakt hatte zu Lucy: Speers Tochter, die vor zwei Jahren entführt wurde und seitdem vermisst wird.

Gekonnt geschrieben, spannend, mit glaubhaften Charakteren und einigen unerwarteten Wendungen... Ein kleines Manko stellt für mich dar, dass Speers Verhalten im echten Leben sicher sehr viel drastischere Konsequenzen hätte, und für mich ist das Buch auch mehr ein Krimi als ein Thriller, aber dennoch finde ich das Buch sehr gelungen. Noch wird hier jedoch nicht alles aufgeklärt, weswegen ich vermute, dass dies der erste Band einer neuen Reihe ist! 

| REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS |

Die-Rezensentin
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Das Echo vom Alpenrand

Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Der Totensucher
Originaltitel ---
Autor(in) Chris Karlden
Übersetzer(in) ---
Verlag* atb (Aufbau Taschenbuch)
Seitenzahl* 400
Erscheinungsdatum* 18. August 2017
Genre Thriller

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon

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