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Samstag, 2. September 2017

[ Rezension ] "So klingt dein Herz" von Cecelia Ahern


| Handlung |

"Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?"
(Klappentext)


| Meine Meinung |

Dieses Buch hat mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Ich wollte es lieben, denn die Grundidee klang so herrlich originell und bezaubernd: eine junge Frau, die im Verborgenen in der Natur aufgewachsen ist, interagiert mit der Welt in der Sprache der Klänge – sie kann zwar ganz normal sprechen, aber ihre Gefühle, Erinnerungen und Wünsche drückt sie meist ganz unbewusst aus in Vogelgezwitscher, dem Sausen des Windes oder auch dem leisen Brodeln des kochend heißen Kaffees.

Und Lauras Geschichte hat mich in der Tat fasziniert und bezaubert. Sie hat eine einzigartige Sicht auf die Welt, denn sie tritt im Alter von 26 Jahren erstmals heraus aus ihrem Leben im Wald und hinein in unsere hektische, oft oberflächliche Gesellschaft. Durch ihre Augen erscheinen Dinge wie Castingshows und die ständig und überall präsenten Sozialen Medien geradezu absurd. Wo wir längst nicht mehr hinschauen oder hinhören, bemerkt sie auch die kleinen Dinge und nimmt sie in sich auf.

So weit hat das Buch meine Erwartungen wirklich erfüllt, und vor allem hat es mich zum Nachdenken angeregt. Sprache und Schreibstil fand ich ebenfalls sehr passend: wir sind es gewohnt, uns hauptsächlich auf unsere Augen zu verlassen, und selbst in Büchern liegt das Augenmerk normalerweise auf dem Visuellen. Aber Cecelia Ahern lässt den Leser teilhaben an Lauras Leben, indem sie die Klänge beschreibt.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig fand ich die Perspektivenwechsel, die zum Teil recht abrupt erfolgen, so dass man im erstem Moment nicht sicher sein kann, in wessen Sichtweise man gerade hinein gesprungen ist. Andererseits bereichert es die Geschichte durchaus, dass wir nicht nur Lauras Wahrnehmung der Geschichte präsentiert bekommen, sondern auch die der Menschen um sie herum.

Die Autorin konfrontiert Laura mit dem größtmöglichen Kontrast zu ihrem bisherigen Leben. Aus der Ruhe und Einsamkeit des Waldes wird sie hineingeworfen in ein ungeheures Medienspektakel. Was als anspruchsvoller Dokumentarfilm geplant war, wird zu einem Hype, in dem es immer weniger um die echte Laura geht und immer mehr um das 'Produkt', das aus ihr gemacht wird. Und das fand ich spannend und hochinteressant, gerade weil sich Lauras Stress und Überforderung durch Cecelia Aherns Beschreibungen sehr stark auf mich übertrug – das ist ihr hervorragend gelungen.

Jetzt muss ich aber doch langsam zu dem kommen, was mich an diesem Buch gestört hat: die Liebesgeschichte.

Solomon ist der junge Tontechniker, der Laura im Wald 'gefunden' hat. Ihre Art, sich über Klänge auszudrücken, spricht ihn natürlich direkt stark an, schließlich sind Klänge sein Beruf. So weit konnte ich das auch noch nachvollziehen, aber er entwickelt sehr schnell eine in meinen Augen vollkommen übersteigerte, ungesunde Obsession. Obwohl er in einer Beziehung mit der Regisseurin Bo lebt, denkt er nur noch an Laura. Ständig. Überall. Er kennt sie eigentlich kaum, aber er erschien mir geradezu besitzergreifend und behandelt sie oft, als sei sie ein unmündiges Kind.

Ihm ist im Grunde klar, dass das alles seiner Freundin gegenüber nicht fair ist, aber so richtig Stellung beziehen und klare Verhältnisse schaffen –  das liegt ihm anscheinend nicht. Bo bekommt den schwarzen Peter zugeschoben, denn sie ist sozial unbeholfen und hat Schwierigkeiten damit, die Gefühle anderer Menschen richtig zu interpretieren, wodurch sie gelegentlich so wirkt, als sei ihr nur ihre eigene Karriere wichtig.

Ich mochte Bo. Sie hat Fehler, sie hat Schwächen, aber ich hatte immer das Gefühl, dass sich dahinter eine nette, anständige Frau verbirgt, die es nicht verdient hat, von ihrem Freund so behandelt zu werden.

Ganz abgesehen davon war die Liebesgeschichte für mich aus einem anderen Grund problematisch:

Solomon hatte schon Beziehungen. Er hat Lebenserfahrung. Und er ist buchstäblich der erste Mann, mit dem sich Laura je auch nur unterhalten hat (abgesehen von ihrem Vater). Da ist doch keine Beziehung auf gleicher Augenhöhe möglich! 

| Fazit |

Die Grundidee ist originell und außergewöhnlich: mit mehr als einem Hauch Sozialkritik wird die Geschichte von Laura erzählt, die die ersten 26 Jahre ihres Lebens in einer Hütte im Wald verbracht hat. Da sie das Talent hat, jedes beliebige Geräusch täuschend echt nachahmen zu können, wird sie zufällig von dem Tontechniker Solomon 'entdeckt' und hineinkatapultiert in einen weltweiten Medienrummel um ihre Person, der sie fast zerbricht.

Laura ist ein wunderbarer Charakter und ich fand es faszinierend und interessant, ihren Weg zu verfolgen – aber die Liebesgeschichte hat mich ganz enorm gestört, denn ich hatte immer das Gefühl, hier eher von ungesunder Obsession zu lesen als von Liebe.

Ich würde das Buch eingeschränkt empfehlen. Nicht 'wegen', sondern 'trotz' der Liebesgeschichte. 

| REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS |

1. Lillis Buchseite (3 von 5 Sternen)
2. Beauty and the Book (keine Sternewertung)
3. Papier und Tintenwelten (3 von 5 Rosen)
4. Colettes Bücherblog (2 von 5 Sternen)
5. Zeilengold (3 von 5 Federn)
6. Archive of Longings (3 von 5 Sternen)

Meine Wertung 3 von 5 Sternen
Titel So klingt dein Herz
Originaltitel Lyrebird
Autor(in) Cecelia Ahern
Übersetzer(in) Christine Strüh
Verlag* Fischer
Seitenzahl* 480
Erscheinungsdatum* 24. August 2017
Genre Gegenwartsliteratur / Liebesroman

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon
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