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Mittwoch, 2. August 2017

[ Rezension ] "Das Mädchen aus Brooklyn" von Guillaume Musso


Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir vom Verlag / vom Autor / von der Autorin zur Verfügung gestellt.

| Vollständiger Beitrag: http://www.mikkaliest.de/2017/08/das-madchen-aus-brooklyn.html

| Handlung |

"Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt."
(Klappentext)

| Meine Meinung |


Angepriesen wird das Buch als Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte. Da hatte ich ehrlich gesagt mehr Kitsch befürchtet, aber tatsächlich ist die Liebe zwar die grundlegende Motivation für Raphaël, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen, die Thrillerhandlung muss dahinter jedoch nicht zurückstehen.  Meines Erachtens eine gelungene Kombination! 

Die Geschichte wartet auf mit raschen Perspektivenwechseln, geschickten Cliffhangern und unerwarteten Wendungen. Sie führt die Charaktere von Frankreich nach Amerika und zurück und entpuppt sich dabei als erstaunlich vielschichtig: es geht nicht nur um Annas Verschwinden – ja, es geht nicht einmal nur um den Fall der drei Leichen, deren Foto sie ihrem Verlobten mit den Worten »Das habe ich getan« präsentiert. Hier kommt alles zusammen, von persönlichem Trauma über die Frage nach Verantwortlichkeit und Schuld bis hin zu politischen Verstrickungen im großen Stil.

Der Autor erzeugt Spannung ohne Klischees, ich empfand die Handlung als originell und unverbraucht. Es gibt allerdings die ein oder andere Szene, in der ich das Verhalten der Charaktere nicht hundertprozentig glaubhaft oder stimmig fand, und gelegentlich war mir etwas auch des Zufalls zuviel – aber das hielt sich in Grenzen, so dass ich es noch verschmerzen konnte. Nur eine Sache lag mir schwer im Magen: da wird fast schon gleichgültig abgehakt, dass einer der Charaktere ein Leben auslöschen muss, um selber zu überleben. Sollte das nicht eine größere emotionale Reaktion hervorrufen? 

Die Auflösung ist in meinen Augen schlüssig und gut konstruiert, und am Schluss tischt Musso dann die ganz große Überraschung auf, sozusagen als Tüpfelchen auf dem i. Am Ende verirrt sich das Buch kurz über die Grenze zum Kitsch – aber da es die Gratwanderung bis dahin gut gemeistert hatte, war das für mich verzeihlich. 

Das Buch konzentriert sich vor allem auf Raphaël, Anna und Marc. 

Raphaël Barthélémy ist alleinerziehender Vater, und da er mit der Mutter seines Sohnes eine enorme Enttäuschung erlebt hat, drängt er seine Verlobte Anna darauf, keine Geheimnisse vor ihm zu haben. Als sie dann endlich nachgibt, ist er sich indes nicht mehr sicher, ob er mit ihren Geheimnissen leben kann... Mir war Raphaël sehr sympathisch, weswegen ich ihm auch die ein oder andere merkwürdige Entscheidung oder Reaktion nicht angekreidet habe. Ihn lernt man von den Protagonisten wohl am besten kennen. 

Sein kleiner Sohn Theo ist scheinbar das pflegeleichteste Kind aller Zeiten, immer gut gelaunt und ständig am Futtern. So ganz realistisch fand ich das nicht, aber Theo spielt nur nebenher eine Rolle.

Über Anna – ihr bisheriges Leben, ihre Emotionen – hätte ich gerne noch deutlich mehr erfahren, denn ihre persönliche Geschichte hat es in sich und man bekommt sie über lange Strecken des Buches nicht richtig zu fassen. Das ist jedoch kein Versagen des Autors: Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, dass Anna nicht die ist, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Raphael, durch dessen Augen man sie hauptsächlich sieht, ist sich selber nicht mehr sicher, ob er sie wirklich kennt. "Wer wirst du sein, wenn wir uns wiederfinden?", fragt er sich in einer Szene. 

Marc Caradec ist ein enger Freund von Raphaël. Als ehemaliger Polizist mit den entsprechenden Connections steht er Raphaël bei seinen Ermittlungen hilfreich zur Seite. Auch er war für mich zunächst schwer zu fassen, zeigt im Laufe des Buches dann aber doch noch, dass er ein komplexer, gut geschriebener Charakter ist. 

Der Autor erzählt seine Geschichte locker und unterhaltsam, mit stimmungsvollen Details, ohne dabei ausufernd zu wirken, und lebendigen Beschreibungen von Charakteren und Orten. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen!

Normalerweise gehe ich in meinen Rezensionen nicht näher auf das Cover ein, daher nur soviel: ich war sehr enttäuscht davon, dass der Verlag auf dem Cover eine weiße Frau abbildet, obwohl Anna im Buch als dunkelhäutig beschrieben wird! 

| Fazit |


Vor der Hochzeit verlangt Raphaël von seiner Verlobten Anna, ihm ihre Geheimnisse zu verraten. Damit, dass sie ihm mit den Worten »Das habe ich getan« ein Foto von verkohlten Leichen präsentiert, hat er nicht gerechnet und ergreift im ersten Schock die Flucht. Als er wenig später zurückkehrt, um Näheres zu erfahren, ist sie verschwunden. Auf der Suche nach Anna  stellt Raphaël fest, dass die Spur ihrer Geheimnisse ihn zu mehr als einem Verbrechen führt. 


Die Geschichte konnte mich mit einer gut konstruierten, originellen Handlung und einem angenehmen Schreibstil überzeugen. Unerwartete Wendungen und rasche Perspektivenwechsel sorgen für Spannung, und auch die Charaktere fand ich gut geschrieben – obwohl Anna lange ein Rätsel bleibt, weil die Handlung das unabdingbar macht.

Wer befürchtet, die Liebesgeschichte könnte zu sehr im Mittelpunkt stehen, den kann ich beruhigen: sie spielt zwar eine Rolle, es geht aber hauptsächlich um die Aufklärung von Annas Verschwinden und dem rätselhaften Foto. 

| REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS |

1. BOOKISH-HEART-DREAMS (Note 1-)
2. Bücherserien (keine Sternewertung, aber Leseempfehlung)
3. Tintenhain  (keine Sternewertung, aber Leseempfehlung)
4. Schokokamel (keine Sternewertung, eingeschränkte Leseempfehlung mit Kritikpunkten)
5. Claudias Bücherregal (3 von 5 Sternen)
6. pagesingold (5 von 5 Sternen)
7. Archive of Longings (4,5 von 5 Sternen)
8. Nicoles Bücherwelt / (4 von 5 Sternen)
9. Eulenmatz liest (5 von 5 Sternen)
10. Magnificent Meiky (3 von 5 Sternen)

Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Das Mädchen aus Brooklyn
Originaltitel La Fille de Brooklyn
Autor(in) Guillaume Musso
Übersetzer(in) Eliane Hagedorn
Bettina Runge
Verlag* Pendo (Piper)
Seitenzahl* 496
Erscheinungsdatum* 2. Juni 2017
Genre Thriller

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches



Cover 3 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 4 Sterne
Schreibstil 4,5 Sterne
Romantik 3,5 Sterne

Kommentare :

  1. Hey,

    eine schöne Rezension :) Es freut mich, dass das Buch dir gefallen hat; ich fand das Buch ein bisschen besser als du, kann dir aber in allem, was du sagst, zustimmen. Ich habe das Cover nicht in meine Bewertung einfließen lassen, verstehe deinen Kritikpunkt dazu aber sehr gut. So etwas ist mir schon bei verschiedenen Büchern begegnet und es ist schade, wenn die Hautfarben der Charaktere verfälscht dargestellt werden.

    Liebe Grüße,
    Kerstin

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    Antworten
    1. Huhu Kerstin,

      ja, das ist mir schon bei so vielen Büchern aufgefallen... Meist sind die Protagonisten auf den Covern immer weiß, egal, ob sie im Buch schwarz, asiatisch oder sonst eine andere Ethnizität sind. :-(

      Danke für deinen Besuch,
      LG,
      Mikka

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