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Dienstag, 23. Mai 2017

[ TAG / AWARD ] Versatile Blogger Award

Hol das Stöckchen - TAG
[ TAG, der ] Spiel, bei dem Fragen beantwortet und dann weitergereicht werden, 
häufig von Bloggern oder Youtubern.
Leseratz und Gwees Bücherwelt haben mich beide für den Versatile Blogger Award nominiert! ♥lichen Dank dafür! Für mich ist dieser Award einer der interessantesten, weil man darüber immer viel über die Blogger, die teilnehmen, erfährt.

Die Regeln

  • Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
  • Verrate 7 Fakten über dich
  • Nominiere andere Blogger

    1. Ich habe im Laufe meines Lebens beruflich vieles ausprobiert, wenn auch nicht immer freiwillig.

      Eigentlich wollte ich nach dem Abitur Musik studieren (ich spielte damals Gitarre, verschiedene Flöten und Klavier), aber mein Vater machte zur Bedingung, dass ich erstmal was "Solides" lerne und eine Ausbildung mache. Also bin ich in meine Lieblingsbuchhandlung marschiert und habe gefragt, ob sie Auszubildende annehmen. Die Antwort: "Eigentlich brauchen wir im Moment ja niemanden, aber wann wollen Sie anfangen?" Ausbildungsplatz? Check. Nach drei Jahren Ausbildung habe ich die Prüfung mit Auszeichnung bestanden und bekam eine Urkunde von Rita Süßmuth überreicht. (Müsste hier noch irgendwo rumschwirren. Also die Urkunde, nicht Rita Süßmuth.)

      Eigentlich hätte ich dann ja endlich Musik studieren können, aber erstens gefiel es mir in der Buchhandlung, und zweitens konnte ich unerklärlicherweise die Finger meiner rechten Hand nicht mehr flüssig bewegen, was Klavier- und Flötespielen auf dem nötigen Level fürs Musikstudium unmöglich machte.

      Nach wenigen Jahren als Buchhändlerin ging es gesundheitlich nicht mehr: meine 62-jährige Kollegin sprang durch den Laden wie ein junges Reh, während ich mich ständig setzen musste und mich rundum elend fühlte. Verkehrte Welt! Deswegen habe ich gekündigt und doch noch studiert, allerdings nicht Musik, sondern Computervisualistik (Nebenfach Mathe). Im Laufe des Studiums verschlechterte sich mein Gesundheitszustand dramatisch, und wenige Wochen vor dem Diplom bekam ich die Erklärung dafür, in Form der Diagnose Multiple Sklerose.

      Die nächsten zwei Jahre war ich nicht arbeitsfähig, aber dann fing ich an, wieder zu arbeiten: Webdesign, Programmierung und IT-Support.

      Nach einer längeren Fernbeziehung zog ich ein paar Jahre später zu einem Freund (inzwischen Mann), und da ich damit 330 km weiter nördlich wohnte, konnte ich natürlich meinen alten Job nicht weitermachen. Ich sattelte mal wieder um und fing  an, als Nachhilfelehrerin für Mathe und Englisch zu arbeiten, was ich heute noch mache.
    2. Wie schon angesprochen: ich lebe mit Multipler Sklerose.

      Wissen tue ich das seit 2005, aber im Rückblick lassen sich Symptome zurückverfolgen bis mindestens 1998. Um die Krankheit mal ganz grob zu erklären: es ist eine Autoimmunerkrankung, was heißt, dass das eigene Immunsystem eine Art Fehlfunktion hat und den eigenen Körper angreift. Bei MS äußert sich das so, dass das Immunsystem die Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark beschädigt (außerdem auch oft den Sehnerv), indem sie die Isolierschicht der Zellen zersetzt. An diesen Stellen bilden sich dann Entzündungen, die wiederum Narben zurücklassen können, und aktive Entzündungen nennt man auch einen "Schub".

      Man nennt MS "die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern", denn je nachdem, wo die Entzündungen auftreten und was dieser Teil des Nervensystems steuert, können die Symptome vollkommen unterschiedlich sein: von eher harmlosen wie Kribbeln in den Fingern und Vergesslichkeit bis hin zu Lähmungserscheinungen, temporärer Blindheit oder Krampfanfällen. 

      Die Medikamente sind inzwischen aber schon viel besser. Früher hatte ich drei bis vier große Schübe im Jahr, inzwischen meistens nur noch einen. Ich habe gelernt, mit der Krankheit zu leben – es ist wichtig, dass man sich nicht überfordert und die eigenen Grenzen kennt. Manchmal denke ich, dass ich deutlich zufriedener und mehr mit mir im Reinen bin, als ich es ohne die MS wäre, weil ich dadurch viel bewusster lebe! Klar habe ich manchmal Frust, aber ich bin glücklich mit meinem Leben, wie es ist, und dankbar dafür, dass ich in einem Land wohne, wo mir Medikamente und Behandlung bezahlt werden.
    3. Ich liebe Eulen, deswegen finden sich hier Eulenplüschtiere, -lesezeichen, notizbücher...   

    4. Ich bin ein absoluter Listenmensch. 

      Ich führe Listen für alles. Haushalt, Medikamente, Termine, ungelesene Bücher, Ernährung, Verlauf meiner MS... Alles halt. Verschiedene Listen führe ich auch in verschiedenen Planern oder Notizbüchern. Manche Listen werden hübsch dekoriert, andere werden einfach nur irgendwo reingekritzelt. Je nachdem, ob ich es für wahrscheinlich halte, dass mich diese Liste vielleicht in zehn Jahren noch interessiert, so als nette Erinnerung!
      Wer meinem Blog folgt, hat ja bestimmt schon gesehen, dass ich sonntags immer meinen Blog- und Leseplan für die nächste Woche poste. Der ist zum Beispiel in einem Filofax Malden der Größe A5 untergebracht. Meinen Haushaltsplan führe ich zur Zeit in einem Notizbuch von Idana, ebenfalls Größe A5.
    5. Als ich angefangen habe, Buchrezensionen zu schreiben, wusste ich nicht, dass es Buchblogs gibt!

      Klingt komisch, ist aber so! Ich habe auf Amazon, Thalia & Co. immer gerne die Rezensionen gelesen und habe daher selber angefangen, Rezensionen zu schreiben und auf diesen Seiten zu posten. Irgendwann bin ich dann zufällig über einen Buchblog gestolpert und dachte: Ach soooooo?! Und dann habe ich meinen ersten Blog eingerichtet, damals noch nicht über Blogspot, sondern über eine eigene Website, bis mir ein paar Monate später klar wurde, dass die Vernetzung mit Verlagen, Autoren und anderen Bloggern viel einfacher ist, wenn mein Blog nicht über eine Seite läuft, die kein Mensch kennt.
    6. Meine Familie mütterlicherseits kommt aus Norwegen und ich versuche seit Jahren, endlich mal Norwegisch zu lernen. 
      Meine Mutter wurde zwar noch in Norwegen geboren, hat aber einen Großteil ihrer Kindheit in den USA (genauer gesagt in New York) verbracht, weil die Familie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte, dort Fuß zu fassen und ein neues Leben anzufangen.  Meine Großmutter hat nach dem Krieg einen Deutschen geheiratet, und als die Familie in Amerika auf keinen grünen Zweig kam, wollte der zurück in sein Heimatland.

      Für meine Mutter ist Deutsch somit die dritte Sprache – aber tatsächlich ist Norwegisch die Sprache, die sie von den dreien am schlechtesten spricht, denn als meine Großmutter mit ihr Norwegen verließ, war sie noch ein Baby. Deutsch und Englisch spricht sie perfekt! Ich bin ja in Deutschland aufgewachsen, schreibe und lese Englisch aber auch wie eine Muttersprachlerin. Was das Sprechen betrifft, bin ich ein wenig eingerostet, aber wenn ich ein paar Tage im Ausland bin, bin ich da auch wieder drin. Allerdings habe ich einen grausamen Akzent, da konnte auch meine Muttern nichts dran ändern!

      Jedenfalls ist mein Norwegisch grottenschlecht, ich kann gerade mal fragen, wo die Toilette ist oder was der Kaffee kostet, solche Dinge. Oder halt mein Standardsatz: Jeg heter Mikka, familien min kommer fra Norge, men jeg snakker bare litt Norsk. (Ich heiße Mikka, meine Familie kommt aus Norwegen, aber ich spreche nur sehr wenig Norwegisch.)
    7. Ich bin immer noch traurig, dass David Bowie gestorben ist. 

      Ich habe mich in seine Musik verliebt, als ich 8 Jahre alt war. Meine erste Kassette, meine erste Schallplatte, meine erste CD – alles mit seiner Musik. Als ich später alt genug war, habe ich damit angefangen, so oft auf seine Konzerte zu gehen, wie irgend möglich. Immer, wenn er in Europa war, habe ich mein ganzes Geld für Tickets ausgegeben, und zugegebenermaßen manchmal sogar mein Konto überzogen oder Geld geliehen. Und ich bereue das kein Stück, es war eine tolle Zeit, und jedes einzelne Konzert war großartig.

      Ich habe auch wunderbare Menschen aus ganz Europa kennengelernt, die genauso bekloppt waren wie ich. Wir haben uns Hotelzimmer geteilt, sind zusammen gereist... In Amsterdam wollten wir eigentlich nur nach dem Konzert was trinken und sind im Rotlichtviertel in einer Kneipe gelandet, die absolut kein bisschen jugendfrei war. Sowas von überhaupt gar nicht! Shades of Grey? Kann mich nicht schocken. Wir haben aber auch Kloster besichtigt, in Bierbrauereien Bier verköstigt, uns Museen angeschaut, kleine Bootstouren gemacht... Denn manchmal sind wir Bowie ein Stück hinterhergereist, von Konzert zu Konzert, und wenn man schon unterwegs ist, kann man sich ja auch angucken, was die Gegend zu bieten hat!

      Wir haben uns oft schon morgens angestellt, um abends beim Konzert in der ersten Reihe zu stehen. Und dieser Mann hatte eine Ausstrahlung, das kommt auf Videos nicht mal halbwegs rüber! Aus der Nähe waren seine Augen auch viel auffälliger, er hatte ja zwei verschiedene Augenfarben. Ich glaube, die meisten von uns (und nicht unbedingt nur die Mädchen!) waren total in ihn verknallt.

      We will miss you, Mayor Tom. 
    Ich möchte den Award weitergeben an diese Blogger, die immer interessante, abwechslungsreiche Beiträge schreiben, tolle Aktionen anbieten, auch weniger häufig besprochene Genres rezensieren oder auf andere Weise über den Tellerrand rausschauen und damit wahrhaft "versatile" (vielfältig) sind: 
    Bitte seid nicht traurig, wen euer Blog nicht auf dieser Liste steht, obwohl ich eurem Blog folge – ich hätte noch viele, viele Blogs auflisten können, die diesen Award verdient hätten, aber ich wollte es auf fünf Blogs beschränken! 

    Kommentare :

    1. *Bitte seid nicht traurig, wen euer Blog nicht auf dieser Liste steht, obwohl ich eurem Blog folge – ich hätte noch viele, viele Blogs auflisten können, die diesen Award verdient hätten, aber ich wollte es auf fünf Blogs beschränken!*

      ja, das kenne ich, irgendwie fühlt man sich immer ein wenig zurückgesetzt, wenn man nicht genannt wird. Bei mir war es bis heute acht Jahre oder länger der Fall.

      Es gibt nur leider keine sieben Sachen über mich zu berichten, und diejenigen, die berichtenswert sind, bleiben besser privat.

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      1. Huhu,

        ich kann natürlich verstehen, wenn du diese Dinge nicht mit dem ganzen Internet teilen möchtest! :-) Aber vielleicht kommt ja jemand über den Link bei dir gucken, das wäre schön.

        LG,
        Mikka

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    2. Hallo Mikka,
      Glückwunsch zur Nomierung. Deine 7 Sachen sind sehr interessant, du schreibst einfach auch so unglaublich gut und lebhaft. Vielen Dank für diesen Einblick in dein Leben.
      Grüße
      Daniela / Buchvogel

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      Antworten
      1. Huhu Daniela,

        vielen Dank, das freut mich wirklich sehr! :-) Ich bin ja so eine verhinderte Möchtegern-Schriftstellerin, vielleicht sollte ich mich endlich mal wieder in den Hintern treten und das Buch weiterschreiben, das ich letzten November angefangen habe.

        LG,
        Mikka

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    3. Hey Mikka,

      Toll, dass du für den Versatile Blogger Award nominiert wurdest.
      Interessante 7 Fakten und da hast du mit MS ja auch schon einiges durch. Schön, dass dir die Medikamnte so gut helfen.
      Ich drücke dir die Daumen, dass das mit dem Norwegisch lernen noch klappt. Das ist auf jeden Fall auch eine sehr interesante Familiengeschichte.

      LG, Moni

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      1. Huhu Moni,

        ich glaube, das Problem ist halt, dass ich nur selten Gelegenheit habe, Norwegisch zu sprechen – wenn ich es wenigstens gut genug sprechen würde, um einfache Bücher zu lesen, dann könnte ich damit sozusagen im Training bleiben! Ich habe hier den ersten Band von Harry Potter auf Norwegisch liegen, aber den kann ich nur deshalb so halbwegs lesen, weil ich die Bücher so oft gelesen habe, dass ich sie fast auswendig kann. :-)

        LG,
        Mikka

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    4. Hey :)

      Wow, da hast du einige Dinge aufgelistet bzw. erzählt, die wohl nicht jeder so ohne weiteres im Internet offen schreiben würde. Ich ziehe meinen Hut vor dir :). Den Fakt mit Norwegen fand ich besonders spannend, daher auch der Name "Mikka", oder? Ich dachte anfangs ja, du seist ein Junge (Kannte halt nur Mikka Häkkinen :D), aber ich schätze, das ist ein Name für Mädels und Jungs, stimmt's?

      Liebe Grüße
      Ascari

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      1. Huhu Ascari,

        ach, die MS gehört zu meinem Leben einfach dazu, deswegen scheue ich inzwischen auch nicht mehr davor zurück, offen darüber zu sprechen. :-)

        Der Mika Häkkinen schreibt sich nur mit einem "k", aber ich glaube, der ist schuld daran, dass viele Leute denken, "Mikka" wäre ein Jungenname. ;-)

        In meinem Personalausweis steht tatsächlich "Alexandra Michaela", da mein Vater fand, das wäre in der Schule einfacher für mich (und da hatte er sicher auch recht), aber im 'Slektebok' meiner Familie - dem Stammbuch, das mein norwegischer Großonkel, der inzwischen verstorben ist, führte - stehe ich noch als "Aleksandra Mikkaela", wie ursprünglich gedacht, und ich betrachte das als meinen richtigen Namen, Personalausweis hin oder her. ;-)

        LG,
        Mikka

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      2. Ups, natürlich mit einem K. Irgendwie is das doch schon ein bisschen zu lang her - und so richtig Formel1-Fan bin ich nie gewesen :D. Und was ich noch loswerden wollte: Ich finde die norwegische Schreibung deines Namens deutlich interessanter als die deutsche ;) ... Auch wenn dein Vater sicher recht hat(te).

        Liebe Grüße
        Ascari

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    5. Liebe Mikka,

      ich hatte mir diesen Beitrag gespeichert und jetzt erst die Muße, ihn in Ruhr zu lesen.

      Vielen Dank für den kleinen Einblick in dein Leben.

      Auch ich habe Rezensionen geschrieben, ohne eine Ahnung von Blogs zu haben. Dieses Wissen kam bei mir erst Monate später an. ;-).

      Es ist gut, dass du dich längst mit MS arrangiert hast. Es nützt nichts, man kann eine Krankheit nicht einfach wegpusten, sondern man muss das Herzallerbeste daraus machen. Da ich eine Knochenerkrankung habe, kann ich es gut nachempfinden, wenn du schreibst, du lebst bewusster, denn so lebe ich ebenfalls. Ich erfreue mich an den Kleinigkeiten des Lebens, an ein wachsendes Gänseblümchen, an ein Lächeln, auch virtuell.

      Deine Notizbücher bewundere ich. Sie sehen so erfrischend schön aus. Dafür fehlt mir die Muße, aber am liebsten würde ich auch gern einmal drauf los malen :-).

      Besonders liebe Grüße

      Nisnis

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      1. Huhu Nisnis,

        da bin ich ja froh, dass ich nicht die einzige war, die erst später geschnallt hat, dass es Buchblogs gibt! :-D

        Nein, das stimmt, eine chronische Krankheit kann man nicht einfach ignorieren oder wegreden, man muss lernen, damit zu leben, statt nur daran zu leiden.

        LG,
        Mikka

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    6. Ein sehr interessanter Bericht im Zuge einer tollen Aktion.
      Ich mag Eulen auch und würde auch zu gern so schöne Listen führen aber Notizbücher verstauben irgendwann bei mir.

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      1. Huhu Manuela,

        ich habe hier auch Notizbücher, die verstauben – weil ich einfach mehr habe, als ich tatsächlich nutze... ;-)

        LG,
        Mikka

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    Danke für deinen Kommentar! :D