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Montag, 15. Mai 2017

[ Rezension ] "Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irena Brignull

Irena Brignull: Die Prophezeiung der Hawkweed
Ein Hexe und ein Menschenmädchen werden vertausct
Meine Wertung 2,5 von 5 Sternen
Titel Die Prophezeiung der Hawkweed
Originaltitel The Hawkweed Prophecy
Autor(in) Irena Brignull 
Übersetzer(in) Sibylle Schmidt
Verlag* Sauerländer (Fischer) 
Seitenzahl* 400
Erscheinungsdatum* 16. März 2017
Genre Fantasy / Kinderbuch (ab 12 Jahren)

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon
Das Hörbuch (gekürzt) bei Amazon
Das Hörbuch (gekürzt) beim JUMBO Verlag
Mit ♥lichem Dank an 

Handlung

"Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.

Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei. Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron."
(Klappentext)

Meine Meinung

Der Klappentext lockt mit dem Versprechen einer emotionalen, spannenden und wahrhaft magischen Geschichte: zwei einsame Mädchen, die allen Widernissen zum Trotz ihr Glück finden müssen, ein Fluch, ein Hexenkrieg. Was will man mehr? Zugegeben, es gab schon öfter Bücher mit vertauschten Kindern und es ist auch nichts Neues, wenn ein Mädchen in einem Jugendbuch etwas über sich selbst erfährt, dass sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

»Aber die Mischung macht's«, dachte ich mir.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht vollkommen überzeugen. Ich hatte nur selten das Gefühl, etwas wirklich Einzigartiges zu lesen – was sicher auch daran lag, dass auf den ersten Seiten schon viel zu viel verraten wird (jedenfalls in meinen Augen): nämlich, wer den im Klappentext erwähnten Fluch ausgesprochen hat und warum. Deswegen weiß man als Leser direkt, wer Poppy und Ember Böses will, es gibt kein Rätselraten und keine großen Überraschungen. Auch, wer später die Hexenkönigin sein wird, ist schnell sonnenklar. 

Tatsächlich fand ich einen Großteil des Buches vorhersehbar. Natürlich sind beide Mädchen kreuzunglücklich in ihren Familien, natürlich sind sie Außenseiterinnen, weil sie das falsche Leben führen... Aber auch, nachdem sie sich treffen, dauert es eine ganze Weile, bis die Dinge wirklich ins Rollen kommen, und der versprochene Hexenkrieg lässt schier endlos auf sich warten.

Die persönliche Entwicklung von Poppy und Ember hätte spannend und bewegend sein können, aber ich wurde mit ihnen und den anderen Charakteren einfach nicht richtig warm. Die meisten kamen mir ziemlich flach vor, beschränkt auf nur wenige Eigenschaften.

Poppy ist aufbrausend, zeigt nur selten positive Gefühle, ist oft wütend und lässt sich nichts gefallen. Ember ist zuckersüß, naiv, unschuldig und zu gut für diese Welt.

Die Hexen werden sehr klischeehaft dargestellt: sie sind ungepflegt und brauen gerne giftige Zaubertränke, in ihrem Lager stinkt es, weil überall verrottende Tierkadaver herumliegen, und sie bekommen nur deswegen ausschließlich weiblichen Nachwuchs, weil männliche Babys noch im Mutterleib vergiftet werden. (Ganz schön heftig für ein Buch ab 12 Jahren!) Ich fand es im Laufe des Buches immer schwerer, die Hexen als etwas anderes als böse wahrzunehmen. 

Ganz fatal fand ich die Liebesgeschichte, aus mehreren Gründen: 

Erstens gibt es hier kein Liebesdreieck, sondern ein Liebesviereck. Nicht weniger als drei Mädchen verlieben sich bis über beide Ohren in den obdachlosen Leo.

Zweitens geht alles superschnell: Leo begegnet einem der Mädchen und weiß direkt, dass sie die Eine ist – bevor er überhaupt mit ihr gesprochen hat. Allerdings ist die Eine anscheinend erstaunlich austauschbar, wenn sie mal nicht verfügbar ist, was dem "Ersatz" gegenüber alles andere als fair ist...

Drittens fand ich eine bestimmte Szene sehr problematisch: Leo versucht, ein Mädchen zu küssen, und reagiert sauer, als sie nicht direkt begeistert mitmacht, obwohl sie ihn so gut wie gar nicht kennt. Sie fühlt sich schuldig und irgendwie verpflichtet, dafür zu sorgen, dass er sich besser fühlt, deswegen entschuldigt sie sich. Was für eine Botschaft sendet das bitte an junge Leserinnen?! Auf jeden Fall nicht: du hast das Recht, selber zu entscheiden, wen du küsst und wann.

Auf andere Weise problematisch war für mich, dass Poppys "falsche" Eltern sie anscheinend einzig aus dem Grund nicht wirklich lieben können, weil sie nicht das leibliche Kind ist – was sie instinktiv spüren und was Poppys Pflegemutter buchstäblich in den Wahnsinn treibt. Auch hier stellt sich die Frage nach der Botschaft, denn es wird bestimmt das ein oder andere Adoptivkind geben, dass das Buch liest. 

Der Schreibstil ist eher einfach, liest sich aber nett und unterhaltsam.

Ich habe das Buch als eBook gelesen und dann bei der Hausarbeit und im Auto noch das gekürzte Hörbuch gehört, das mir blogg dein buch zur Verfügung gestellt hat. Leider wurde ich mit der Stimme von Jana Schulz nicht so recht warm – für mein Empfinden hatte sie oft einen eher schleppenden Sprachrhythmus, mit zum Teil ziemlich langen Pausen zwischen den Sätzen. Manchmal (nicht immer) fand ich ihren Ausdruck auch ein wenig monoton. Aber ich denke, es ist vor allem einfach Geschmacksache, denn sie ist eigentlich eine sehr beliebte Sprecherin! Manchmal liegt einem eine Stimme bei einem Hörbuch einfach nicht.
 

Fazit

Leider war das Buch für mich eine große Enttäuschung. Ich fand es über weite Strecken sehr vorhersehbar, die Charaktere (besonders die Hexen!) werden in meinen Augen oft klischeehaft und einseitig dargestellt, und ich fand manches für ein Buch ab 12 Jahren leicht problematisch. Die Geschichte an sich hat viel Potential, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. 

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. Anruba (3 Sterne)
2. Merlins Bücherkiste (5 Sterne)
3. his und her books (3 Sterne)
4. Papier und Tintenwelten (4 Sterne) 
5. Miss Foxy reads (2 Sterne)
6. Buchmonster (4 Monsterpunkte)
7. BOOKS AND CATS (4 Sterne)
8. Lovin Books (4 Sterne) 
9. Piglet and her books (3 Sterne)
10. Märchenbücher (3 Sterne)

Cover 4,5 Sterne
Originalität 2,5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 2,5 Sterne
Charaktere 2 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Romantik 2,5 Sterne
Sprecher 2,5 Sterne

Kommentare :

  1. Hallo,
    Jetzt war ich ja die ganze Woche schon auf deine Rezi gespannt. Unsere Ansichten decken sich größtenteils, bis auf die Sprecherin. Die fand ich für die Geschichte passend. Aber jeder mag ja was anderes.
    Interessant, dass das Buch bei kaum jemand anderes echt überzeugen konnte, obwohl alle die Grundidee mochten. So kann es gehen.
    Tolle Rezi. Sie bestärkt mich weiter in meiner Meinung.
    Viele liebe Grüße Andrea

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    Antworten
    1. Huhu Anruba,

      ja, die neutralen bis eher negativen Meinungen scheinen zu überwiegen! Erstaunlicherweise wurde überwiegen auf Amazon.COM die positiven Meinungen zum englischen Original, und die 2-Stern-Bewertungen bemängeln vor allem den Tod der Katze...

      Also, ich werde Band 2 nicht lesen, du?

      LG,
      Mikka

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  2. Hallo Mikka :)

    Bei mir ist die Geschichte mit 4 Sternen doch noch recht glimpflich davongekommen. Mit der Liebesgeschichte hat mich die Autorin allerdings auch so überhaupt nicht überzeugt. Ohne sie hätte mir das ganze Buch deutlich besser gefallen, vor allem weil ich das Liebesviereck wirklich überhaupt nicht ausstehen konnte :/

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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    1. Huhu Lisa,

      ich finde LiebesDREIecke ja schon schlimm genug... X-D

      LG,
      Mikka

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Danke für deinen Kommentar! :D