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Donnerstag, 11. Mai 2017

[ Rezension ] "Hallo Leben, hörst du mich?" von Jack Cheng


Jack Cheng: Hallo Leben, hörst du mich?
#diverseLit: Einer der Charaktere hat eine psychische Erkrankung, der Hauptcharakter ist farbig
Meine Wertung 4,5 von 5 Sternen
Titel Hallo Leben, hörst du mich?
Originaltitel See you in the Cosmos!
Autor(in) Jack Cheng
Übersetzer(in) Bernadette Ott
Verlag* cbt
Seitenzahl* 384
Erscheinungsdatum* 6. März 2017
Genre Jugendbuch

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon

Handlung

"Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre 'ruhigen Tage' hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher."
(Klappentext)

Meine Meinung

Es geht um einen kleinen Jungen mit einem großen Hobby: Alex will den Außerirdischen die Erde und das menschliche Leben erklären – genauso wie sein Held und Vorbild, der Wissenschaftler Carl Sagan. Der schickte nämlich 1977 zwei goldene "Schallplatten" mit Botschaften und Informationen über die Erde ins All, mit den Raumsonden 'Voyager 1' und 'Voyager 2.' 
Also lackiert Alex seinen iPod einfach golden und fängt an, alles darauf zu sprechen, was die Außerirdischen seiner Meinung nach wissen sollten; den iPod will er dann bei einem Raketenfestival mit seiner selbstgebauten Rakete 'Voyager 3' ins All schicken. Als Leser merkt man jedoch schnell, dass im Leben des Jungen noch viel mehr passiert als nur dieses Projekt und der nahende Raketenstart, denn er erzählt seinen außerirdischen Freunden durchaus auch persönliche Dinge.

Der Titel "Hallo Leben, hörst du mich?" ist gut gewählt. denn das Buch deckt tatsächlich die volle Bandbreite des Lebens ab: das Lustige und Schöne genauso wie das Schlimme oder Traurige. Es wird alles sehr unverfälscht beschrieben und der Leser ist immer ganz nah und unmittelbar dran an Alex' Gedanken, da die Geschichte ausschließlich durch seine Aufnahmen erzählt wird. Das ist manchmal etwas holprig – er ist schließlich nur ein kleiner Junge, der erzählt, was ihm gerade so in den Sinn kommt, und dabei erwachsener klingen möchte, als er ist –, aber mir hat das gut gefallen, weil es alles umso glaubhafter macht. 

Es geht nicht nur um den Raketenstart, sondern um eine Vielzahl von Themen, wie zum Beispiel die psychische Erkrankung von Alex' Mutter. Diese führt dazu, dass er mit seinen 11 Jahren in die Rolle des Erwachsenen gedrängt wird und sich um Dinge wie Putzen, Einkaufen und Kochen kümmern muss. Außerdem geht es um Freundschaft, Mut, Abenteuer, Außerirdische und ganz, ganz oft um den Wissenschaftler Carl Sagan... Alex' Reise ist wirklich eine außergewöhnliche, in deren Verlauf er Dinge findet, von denen er gar nicht wusste, dass er sie sucht. 

Er geht eigentlich mit großer Ernsthaftigkeit an sein Projekt heran, das führt dann aber oft zu den lustigsten Situationen – die er dann wiederum sehr ernsthaft beschreibt und gar nicht versteht, warum andere Menschen um ihn herum so seltsam darauf reagieren?!  Den Humor fand ich großartig, denn auch, wenn er oft daraus entsteht, dass Alex etwas unfreiwillig Komisches sagt oder tut, ist er dennoch nicht herabwertend.

Die Charaktere werden wunderbar beschrieben, lebendig und authentisch. Auch wenn der Leser sie nur indirekt durch Alex' Aufnahmen kennenlernt, bekommt man ein sehr gutes Gefühl für ihre verschiedenen Persönlichkeiten, und das ist ein echtes Kunststück des Autors. Besonders erstaunlich ist das bei Zed: Veganer mit Schweigegelübde, Hippie und grundguter Mensch. Wie der Autor seine Persönlichkeit rüber bringt, obwohl Alex' Aufnahmen normal nur sein Schweigen aufzeichnen, ist grandios!

Alex selber ist altklug, intelligent und verantwortungsbewusst über sein Alter hinaus und dabei doch noch Kind genug, um bei einer Enttäuschung in Tränen auszubrechen. Es ist unglaublich rührend, wie sehr er seinen Hund liebt, den er nach seinem großen Vorbild natürlich 'Carl Sagan' genannt hat, und überhaupt ist er einfach ein sehr lieber kleiner Kerl, dem man nur das Beste wünscht. 

Es ist nicht nur eine rührende, sondern auch eine sehr spannende Geschichte. Am Anfang fragt man sich: wird Alex' Rakete wirklich fliegen? Wie geht es mit ihm und seiner Mutter weiter? Aber dann passieren so wahnsinnig viele Dinge, und aus der Reise zum Raketenfestival wird eine große persönlich Suche, die mich nicht mehr losgelassen hat. 

Fazit


Ein kleiner Junge reist ganz alleine zu einem Raketenfestival, um dort mit einer selbstgebauten Rakete seinen goldenen iPod ins All zu schicken, auf dem er Botschaften für die Außerirdischen aufgenommen hat. Aber natürlich ist das alles nicht so einfach, und auf dem Weg findet Alex oft nicht das, was er gesucht hat, dafür aber Freundschaft, Abenteuer, tausend neue Erfahrungen und sogar eine ganz wichtige Person, von der er gar nicht wusste, dass es sie gibt. 

Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich, passt aber in meinen Augen perfekt zur Geschichte: das Buch ist sozusagen eine Mitschrift von Alex' Aufnahmen. Obwohl der Leser die Geschehnisse dadurch immer nur aus seinem Blickwinkel sieht, wirken auch die anderen Charaktere sehr vielschichtig und glaubhaft, und Alex' Erlebnisse sind ungeheuer spannend, dabei aber auch bewegend und zum Nachdenken anregend. 


REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

Cover 5 Sterne
Originalität 5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 5 Sterne
Schreibstil 4,5 Sterne
Humor 4 Sterne

Kommentare :

  1. Hallo Mikka =)

    Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich deine aktuelle Aktion total klasse finde? =). Ich lese das Buch übrigens gerade und obwohl es doch sehr ungewöhnlich ist, gefällt es mir sehr gut bisher.

    LG
    Anja

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    Antworten
    1. Huhu Anja,

      ich finde das gerade so klasse, dass es mal was ganz Anderes ist! Und Alex ist einfach so ein süßer kleiner Kerl. :-)

      LG,
      Mikka

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  2. Sehr schöne Aktion, die ich von Anfang an verfolgt habe.
    Mir gefällt es auch sehr, dass du auch auf Rezensionen von anderen BloggerInnen hinweist.
    Liebe Grüße - Ede

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    1. Huhu Ede,

      das wollte ich mir eigentlich schon seit Ewigkeiten angewöhnen, habe es dann aber immer wieder vergessen – inzwischen ist in meiner html-Vorlage ein Hinweis darauf, dass ich auch andere Blogger verlinke, dann denke ich auch dran. :-)

      LG,
      Mikka

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  3. Hallo Mikka,

    das Buch liegt hier schon auf meinem SuB, aber schon in erreichbarer Nähe. Es klingt toll, was du dazu sagst und ich freue mich schon sehr auf das Lesen.

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Huhu Silke,

      ich hoffe, dass es dir auch so gut gefällt wie mir! Lass dich am Anfang nicht abschrecken vom Schreibstil, ich finde, da muss man sich erst dran gewöhnen, aber das geht schnell. :-)

      LG,
      Mikka

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  4. Huhu Mikka,

    mittlerweile habe ich das Buch gelesen und kann dir da zustimmen, es ist ein Buch, das ganz stark das Herz berührt und der kleine Alex ist etwas besonderes.

    Dieses Mal habe ich dich verlinkt. ;)

    Liebe Grüße
    Silke

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    Antworten
    1. Huhu Silke,

      dann vielen Dank fürs Verlinken! :-) Es freut mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat.

      LG,
      Mikka

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Danke für deinen Kommentar! :D