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Samstag, 12. November 2016

"Im dunklen, dunklen Wald" von Ruth Ware

Meine Wertung 4,5 von 5 Sternen
Titel Im dunklen, dunklen Wald
Originaltitel In a Dark, Dark Wood
Autor(in) Ruth Ware
Übersetzer(in) Stefanie Ochel
Verlag* dtv
Seitenzahl* 384
Erscheinungsdatum* 23. September 2016
Genre Thriller
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches
Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon


"Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat... Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief."
(Klappentext)

Unser Krimi-Lesekreis, der sich monatlich trifft, hatte dieses Buch für den Oktober 2016 ausgewählt. Dazu muss man sagen, dass wir uns im abschließenden Urteil, ob wir ein Buch nun Top oder Flopp finden, meist erstaunlich einig sind! Aber dieses Mal stellte sich heraus, dass das Buch durchaus sehr unterschiedliche Meinungen hervorrief.

Ich fand das Buch großartig, das mal direkt vorneweg, aber eine andere Teilnehmerin eröffnete das Gespräch mit harscher Kritik: zu langatmig, es passiert zu wenig, die Charaktere sind unsympathisch... Eine andere meint später, diese Art von Geschichte habe man doch auch schon öfter gehört.

Um mal damit anzufangen: ja, das Szenario ist wirklich nicht ganz neu. Ein einsames Haus in einem dunklen, dunklen Wald, die Menschen darin sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten, denn es gibt keinen Handyempfang und dann fällt auch noch das Festnetz aus... Das ist der Stoff, aus dem Filme gemacht sind, bei denen man mindestens einmal ruft: Nein, geht nicht alleine auf den Speicher!!

Aber eine gekonnte Umsetzung kann daraus durchaus ein originelles Buch machen, und zumindest in meinen Augen ist das Ruth Ware auch gelungen.

Solche Geschichten sind meist mehr Psycho als Thriller, werden eher von der Gruppendynamik der Charaktere und der Atmosphäre getragen als von der eigentlichen Handlung - denn so viel kann ja nicht passieren in einem einsamen Haus im dunklen, dunklen Wald. Und auch hier passiert über lange Strecken der Geschichte streng genommen nur sehr wenig, bis die Geschehnisse komplett aus dem Ruder laufen. Nora, und damit auch der Leser, beäugt die anderen Teilnehmer dieses skurrilen Junggesellinnenabschieds misstrauisch, während die Stimmung zunehmen angespannt und sogar feindselig wird.

In sofern kann ich die Kritik, das Buch sei zu langatmig und es passiere zu wenig, durchaus nachvollziehen, aber für mich funktionierte es perfekt durch die bedrohliche, klaustrophobische Atmosphäre, die die Autorin aufbaut. In vielen Szenen hatte ich durchaus ein bisschen Gänsehaut! Ich liebe Geschichten, bei denen sich die Dramen überwiegend in den Köpfen der Protagonisten abspielen und die Spannung beinahe unmerklich an der schönen, heilen Oberfläche kratzt.

Die Geschichte spielt sich auf zwei Zeitebenen ab: einmal während der Junggesellinnenparty, einmal direkt danach, als Nora schwer verletzt im Krankenhaus liegt und mühsam rekonstruiert, was passiert ist. Für mich erhöhte das die Spannung noch zusätzlich, aber ich muss zugeben, dass ich ein paar Dinge schon relativ früh erraten habe. Zum Beispiel wird nie so richtig ausgesprochen, was vor zehn Jahren passiert ist, das Nora, Claire und James entzweit hat, und die Auflösung am Schluss war wirklich keine große Überraschung.

Für mich ergab sich die Spannung weniger aus der Frage, was passiert (ist), sondern eher aus der Frage, wie die Charaktere damit umgehen.

Und die sind, zugegeben, alle keine Menschen, die es einem leicht machen. Sie intrigieren und zeigen ihre boshafte Ader, oder erweisen sich als zutiefst gestört und unzuverässig, aber so richtig sympathisch sind sie einem selten. Aber in meinen Augen müssen sie das auch gar nicht, denn sie sind dennoch gut und komplex geschrieben, und interessant sind sie allemal!

Der Schreibstil war für mich ganz großes Kino. Tatsächlich beschreibst die Autorin alles mit so dichter Atmosphäre und so vielen stimmungsvollen Details, dass ich jede Szene vor mir sehen konnte und jetzt nur noch auf die Verfilmung warte.
"Im dunklen, dunklen Wald" ist ein Thriller, der an sich nur wenig Handlung hat - und die ist nicht einmal herausragend originell. Auch die Charaktere sind nicht sonderlich liebenswürdig, und das große Geheimnis am Schluss kann man schon recht früh erraten.

Dass es für mich dennoch ein 4,5-Sterne-Buch ist, liegt vor allem daran, dass es eben kein handlungsgetriebenes Buch ist, sondern eines, das von dichter Atmosphäre und unterschwelliger psychologischer Spannung lebt. Das hat die Autorin für meinen Geschmack perfekt umgesetzt, mit einem Schreibstil voller starker Bilder und ungewöhnlicher Metaphern.

Cover 4 Sterne
Originalität 3 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 4,5 Sterne
Schreibstil 5 Sterne
Atmosphäre 5 Sterne

Kommentare :

  1. Huhu,

    mir hat das Buch auch super gefallen. Irgendwie hat es sich dann in eine Richtung entwickelt, die ich nicht erwartet habe. Dachte, da kommt dann noch der Axt-Mörder um die Ecke :D

    Liebe Grüße
    Jasmin

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    Antworten
    1. Huhu,

      ich habe am Schluss ja doch so halb gedacht, vielleicht hat sie das selber total verdrängt...?

      LG,
      Mikka

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  2. Hey!
    Ich neige eher dazu, mich der Teilnehmerin anzuschließen, die das Buch sehr negativ beurteilt hat. Ich selber habe nicht ganz so hart geurteilt, aber auch ich fand die Geschichte eher langatmig. Es gab meiner Ansicht nach z. B. Charaktere, Melanie, die überflüssig waren. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und war wirklich enttäuscht.
    LG
    Yvonne

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    Antworten
    1. Huhu!

      Haha, und sogar in den Kommentaren haben wir hier ganz unterschiedliche Meinungen! :-D Melanie fand ich gar nicht schlecht, ich fand nur schade, dass sie dann recht schnell so nahtlos raus war aus der Geschichte.

      LG,
      Mikka

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    2. Hey!
      Hast du in ihr denn einen Sinn gesehen? Welche Aufgabe hatte sie, außer zu zeigen, wie sehr Flo daneben ist (die Reaktion von Flo auf Melanies Abreise war ja schon sehr aussagekräftig) :-)
      LG
      Yvonne

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    3. Huhu,

      für mich war ihre Rolle tatsächlich eher symbolisch. Mit ihr hat praktisch der letzte Rest an Normalität das Haus verlassen.

      LG,
      Mikka

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  3. Hallo Mikka,

    also, wenn es dir gefallen hat, dann wird es bei mir wahrscheinlich auch funken. Nachdem ich einige begeisterte Rezensionen gelesen habe, kamen plötzlich die mäßig überzeugten Leser zu Wort und mittlerweile habe ich schon gezögert, ob ich es denn wirklich unbedingt lesen will. Wahrscheinlich werde ich mir hier das Hörbuch gönnen, denn ich bin auf die Geschichte - danke deiner Rezi - wieder gespannt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    Antworten
    1. Huhu Nicole,

      als Hörbuch kann ich es mir sehr gut vorstellen, wenn sie die Sprecherin gut auswählen!

      Es ist allerdings echt schwer vorauszusagen, wem das Buch wohl gefällt und wem nicht - die Teilnehmerin, die das Buch am härtesten kritisiert hat, stimmt ansonsten meist in ihrer Meinung mit meiner überein!

      LG,
      Mikka

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  4. Hallo,

    da musste ich aber nun wirklich auch gleich mal vorbei schauen und mich von diesem Buch, was ja nun neu eingezogen ist bei mir, überzeugen lassen.
    Jetzt freue ich mich wirklich schon drauf, denn gerade wenn die Atmosphäre gut war und eher psychischer Thriller dabei ist, klingt es interessant für mich.

    #Litnetzwerk
    LG
    die Yvi
    www.yviswelt.de

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    Antworten
    1. Huhu Yvi,

      also ich fand es super! :-) Wie gesagt, eine Teilnehmerin unsere Lesekreises so überhaupt gar nicht... Aber ich hoffe mal, dass es dir auch gefällt!

      LG,
      Mikka

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