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Montag, 19. September 2016

[ Von 1 bis 10 ] Autorin Tereza Vanek im Interview

Erstmal möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten! Hier kommen die 10 Fragen: 

1. Ihre Bücher sind bisher alle im Genre des historischen Romans angesiedelt. Auf ihrer Webseite gewähren Sie einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte verschiedener Romane und lassen damit erahnen, wie viel Recherchearbeit dahintersteckt.Da stellt sich mir die Frage - ist die Recherche der Pflichtteil und das Ausarbeiten der Geschichte die Kür? Macht Ihnen beides gleich viel Spaß?

Tereza Vanek: "Die Recherche ist keinesfalls nur ein Pflichtakt, denn ich suche mir immer Themen aus, die mich auch interessieren. Daher ist es spannend, sich eingehender mit ihnen zu befassen. Was von beidem mir mehr Spaß macht, hängt von der Geschichte und meiner aktuellen Stimung ab. Manchmal ist Recherche weniger anstrengend, weil ich nur Informationen aufnehme, nicht selbst etwas produzieren muss. Aber gerade die Ausarbeitung der Geschichte ist auch ganz besonders reizvoll. Speziell bei "Im Dienst der Gräfin" war die Recherche manchmal bedrückend, weil das Thema eben doch sehr düster ist und die Beschreibungen der angeblichen Greueltaten der Gräfin unangenehm zu lesen waren."

2. Haben Sie manchmal den Wunsch, mal für ein ganz anderes Genre zu schreiben?

T.V.: "Manchmal reizt es mich, auch einmal ein zeitgenössisches Thema aufzugreifen. Ein Krimi ist in Planung."

3. Die Idee zu diesem Interview kam mir, als ich "Im Dienst der Gräfin" las (meine Rezension), Ihren Roman über die "Blutgräfin" Erzsébet Báthory. Daran beeindruckte mich vor allem, wie glaubhaft und vielschichtig Sie eine Frau porträtieren, die in der Literatur und im Film meistens doch sehr einseitig als das ultimative Böse dargestellt wird. Bei Ihnen ist Erzsébet zwar eine schwierige, manchmal grausame Frau, aber dennoch eine, deren Handeln man nachvollziehen kann.

Ist es schwierig, so einem Charakter, der unbestreitbar Schuld auf sich geladen hat, gerecht zu werden? Oder sind gerade die zwiespältigen Charaktere die interessantesten?

T.V.: "Erzsébet Báthory war auf jeden Fall eine sehr interessante Figur, eben aufgrund ihrer vielschichtigen Persönlichkeit, der Mischung von sympathischen und abstoßenden Eigenschaften. Sie reizte mich auch deshalb, weil sie - wie durch Quellen belegt - überaus klug und eine geschickte Strategin war."

4. Ihre Bücher erschienen bei verschiedenen Verlagen. Gab es da manchmal Änderungswünsche des Verlags, bevor ein Manuskript angenommen wurde, damit es besser ins Verlagsprogramm passte?

T.V.: "Mit dem Verlagsprogramm wurde bisher nicht argumentiert. Einmal wurde ich aufgefordert, das Ende der Geschichte etwas positiver zu gestalten, was mir letztendlich auch zusagte."

5. Gibt es ein Thema, über das Sie gerne einmal schreiben würden, was momentan aber schlechte Chancen hätte, von Verlagen angenommen zu werden?

T.V.: "Bisher habe ich für alle meine Themen früher oder später einen Verlag gefunden. Manchmal würde es mich reizen, einen Roman über das alte Ägypten zu schreiben. Das wäre allerdings problematisch, weil Antike seit mehreren Jahren nicht mehr gefragt ist. Vielleicht ändert sich das aber wieder."

6. "Im Dienst der Gräfin" erschien beim Drachenmond-Verlag, dessen Programm sich ja hauptsächlich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Würden Sie sagen, dass bei jungen Lesern immer noch (oder wieder) ein grundlegendes Interesse an historischen Romanen besteht?

T.V.: "Als ich das Buch für den Verlag schrieb, tat er sich nicht konkret als Jugendbuchverlag hervor. Ich glaube, er hat sich erst etwas später in diese Richtung orientiert. Historische Romane haben normalerweise eine etwas ältere Zielgruppe, d.h. in etwa Leute im Studentenalter bis hin zu Rentnern. Aber es gibt sicher auch Jugendliche, die das gern lesen."

7. Wie die Biographie auf ihrer Webseite verrät, hatten Sie schon als junges Mädchen den Traum, Schriftstellerin zu werden, haben dem Drang zu schreiben aber erst Jahrzehnte später endgültig nachgegeben. Wünschen Sie sich rückblickend, den Sprung früher gewagt zu haben, oder war es einfach ein Traum, der seine Zeit zum Reifen brauchte?

T.V.: "Ich denke mir manchmal, dass es sinnvoller gewesen wäre, dieses Ziel schon früher zielstrebig zu verfolgen. Dann hätte ich vielleicht schon früher etwas veröffentlicht. Andererseits braucht es auch eine gewisse Lebenserfahrung, um Bücher zu schreiben. Die meisten Autoren, die ich kenne, waren mindestens vierzig, als ihr erstes Buch herauskam."

8. Wenn Sie nach zehn veröffentlichten Büchern zurückblicken: Ist das Leben als Schriftstellerin so, wie Sie es sich als Teenager erträumt haben?

T.V.: "Ich hatte als Teenager eigentlich keine so konkrete Vorstellung von einem Leben als Schriftsteller. Ich wollte einfach nur Bücher schreiben. Allerdings ging ich davon aus, man hätte es mit der ersten Veröffentlichung mehr oder weniger geschafft. Der Verlag würde schon dafür sorgen, dass das Buch sich verkauft, und dann auch weitere herausbringen. Das entspricht leider nicht (mehr) der Realität, obwohl es früher so gewesen sein soll. Verlage suchen heutzutage immer wieder neue Autoren und halten nicht zwangsläufig an den alten fest."

9. Wie sieht ihre Schreibroutine denn so aus? Haben Sie zum Beispiel feste Arbeitszeiten?

T.V.: "Ja, ich habe feste Arbeitszeiten, für Schreiben und auch für Recherche. Sonst würde es nicht gehen. Die Vorstellung von einem Künstler, der wartet, bis die Inspiration sozusagen von selbst kommt, halte ich für unrealistisch. Um etwas zu Ende zu bringen, muss man kontinuierlich daran arbeiten."

10. Ihr erstes Buch erschien im Jahr 2007, und seitdem haben Sie jedes Jahr mindestens ein Buch herausgebracht. Seht das nächste Buchprojekt denn schon in den Startlöchern? Falls ja, können Sie uns schon ein wenig über Thema und Charaktere erzählen?

T.V.: "In den Startlöchern steht bereits ein Roman über die russische Revolution, der diesmal auch einen zeitgenössischen Erzählstrang hat. Der Verlag hat ihn aber noch nicht bei Amazon angekündigt. Zu sehen ist dort aber schon das übernächste Buch, "Die schöne Insel" [ Link ], mit dem die China-Reihe zu Ende geführt wird. Hier geht es um die Abenteuer einer jungen Frau, die es ins damalige Taiwan verschlägt, wo sie bei einem Bergstamm als Lehrerin arbeitet und in politische Wirren verstrickt wird.

Vielen Dank für Ihr Interesse an meinen Büchern!"

Weitere Informationen zur Autorin: 


Tereza Vanek wurde im Jahr 1966 in Prag geboren, zog aber schon als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland, wo sie auch heute noch mit Mann und Tochter lebt, sowie mit einigen Katzen und Papageien. 

Überraschenderweise sträubte sich die kleine Tereza in der Grundschule zunächst gegen das Lesen, überwand diesen Widerwillen jedoch schnell und las sich dann nicht nur quer durch die Kinderliteratur sondern auch quer durch die Klassiker der Weltliteratur. Schon als Teenager zeigte sie schriftstellerische Ambitionen, mit besonderem Interesse an fremden Kulturen und starken Frauen vergangener Zeiten.  

Nach einem Studium der Anglistik, Romanistik und Slawistik promovierte sie zum Thema verbrecherischer Frauengestalten im englischen Drama des 17. Jahrhunderts, verbrachte danach viel Zeit im Ausland und übte verschiedene Berufe aus, bis sie zur ihrem Jugendtraum zurückkehrte und ihren Debütroman ("Schwarze Seide") schrieb, der im Jahr 2007 beim Helmer-Verlag veröffentlicht wurde. 

Ihre Bücher zeichnen sich auch heute noch durch genau die Themen aus, die sie schon als Jugendliche faszinierten: fremde Kulturen, vergangene Zeiten und starke Frauen. Die Romane wurden inspiriert von den verschiedensten Kulturen, Epochen und Geschehnissen: von Sklaverei in Europa über die religiöse Bewegung der Katharer bis hin zum chinesischen Boxeraufstand - und vieles mehr. Historische Gestalten, die ihr Interesse weckten, waren unter anderem Hong Xiuquan, der selbsternannte Bruder von Jesus Christus, Esclarmonde de Foix, die im 12. Jahrhundert ein katharisches Konvent gründete und zu einer Wortführerin der Bewegung wurde oder eben die "Blutgräfin" Elisabeth Bathory/Erzsébet Báthory.  

In ihrem zuletzt veröffentlichten Roman ("Das sprechende Kreuz") geht es um den Aufstand der Indios auf der Halbinsel Yacatán gegen die europäischen Eroberer, aus dem unter anderen der Kult des sprechenden Kreuzes entstand.  Auch hier steht eine Frau im Mittelpunkt des Geschehens, die es tatsächlich gab: eine Hohepriesterin der aufständischen Maya, eine Frau namens María Uicab. Dazu kommt die erdachte Figur der jungen Deutschen Johanna Schneider, die 1865 mitten hinein gerät in diesen Aufstand. 

Bibliographie: 
"Schwarze Seide" (2007, Helmer-Verlag)
"Die Träume der Libussa" (2008, Ullstein-Verlag)
"Chinatown" (2009, Helmer-Verlag)
"Die Dichterin von Aquitanien" (2010, Goldmann-Verlag)
"Das Geheimnis der Jaderinge" (2011, Bookspot-Verlag)
"Die Ketzerin von Carcassonne" (2012, Goldmann-Verlag)
"Der Duft des Regenwalds", unter dem Pseudonym Rosa Zapato (2013, Piper-Verlag)
"Die Rebellin von Shanghai" (2013, Bookspot-Verlag)
"Im Dienst der Gräfin" (2014, Drachenmond-Verlag)

Und der neuste bereits veröffentlichte Roman: 

"Das sprechende Kreuz" (2015, Bookspot-Verlag)

"Johanna Schneiders Familie kam mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko und hat sich 1865 in Valladolid in Yucatan niedergelassen, wo sie einen Eisenwarenladen betreiben. Dort trifft Johanna Carlos Mendez, den Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers, der sich in sie verliebt und sich heimlich mit ihr verlobt. Doch sein Vater offenbart ihm ein lang gehütetes Geheimnis, das Carlos veranlasst, die Stadt fluchartig zu verlassen und zu den aufständischen Indios nach Yucatan zu fliehen. Johanna folgt ihm verzweifelt mit ihrer indianischen Dienerin Maruch und findet ihn krank in der Stadt Tulum, die von einer gefährlichen Frau beherrscht wird, María Uicab, die sowohl hohe Priesterin als auch ungekrönte Königin der Mayas ist. Sie zelebriert das Ritual des sprechenden Kreuzes, wodurch sie Weisungen von den Göttern empfängt. Da die Mayas jedoch einen Aufstand planen, weil das göttliche Orakel durch das sprechende Kreuz einen Angriff auf die weißen Eroberer befiehlt, geraten Johanna und Carlos in Lebensgefahr …"
(Klappentext)



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