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Freitag, 2. September 2016

[ Classic Confessions - N°. 14 ] Was macht einen Klassiker letztendlich zum Klassiker?

Antonia vom Blog "Lauter und Leise" hat sich diese Aktion ausgedacht, bei der das Augenmerk auf alte und neue Klassiker gerichtet werden soll - denn Klassiker können wirklich Spaß machen und sind oft auch für moderne Leser sehr lesenswert! Die Aktion läuft noch bis Juni 2017, und dann wird sogar noch ein großes Buchpaket verlost. 

HIER findet ihr Antonias Beschreibung der Aktion und HIER alle bisherigen Fragen. 

Die Frage dieser Woche finde ich sehr interessant! Denn darüber habe ich auch schon nachgegrübelt, und hier sind meine Gedanken dazu:

Für mich muss ein Klassiker vor allem zeitlos sein. Er darf die Menschen nicht nur für ein paar Jahre ansprechen, sondern sollte auch Menschen in 100, 200, 500 Jahren noch etwas geben können.

Ein Klassiker sollte natürlich auch viele Leser ansprechen und nicht nur eine kleine Gruppe von Menschen mit einem sehr eng begrenzten Interessengebiet. Aber nicht alles, was sich in Massen verkauft, ist in meinen Augen notwendigerweise ein Klassiker! Als ich klein war, hatten meine Mutter und all ihre Freundinnen zum Beispiel die Bücher von Johannes Mario Simmel im Regal stehen, und viele auch die Bücher Heinz G. Konsalik. Auch im Nachlass meines Schwiegervaters und meiner Schwiegermutter fanden wir viele ihrer Bücher. Aber für mich sind diese Bücher dennoch keine Klassiker.

Denn ein Klassiker sollte für mich auch qualitativ hochwertig sein, mit einem besonderen Schreibstil, gekonntem Spannungsbogen, vielschichtigen Charakteren und interessanten Themen, die der Autor mit ganz eigenem Blickwinkel betrachtet und dabei dem Leser neue Perspektiven eröffnet.

Allerdings gibt es auch Bücher, die Klassiker sind, obwohl sie eines dieser Kriterien nicht erfüllen - "Miss Dalloway" von Virginia Woolf hat zum Beispiel keinen nennenswerten Spannungsbogen, weil eigentlich in der Geschichte nicht viel passiert. Aber das Buch lebt vom Schreibstil und von den tiefen Einblicken in Leben, Denken und Fühlen der Charaktere. Es gibt einige Klassiker, die charaktergetrieben sind und nicht spannungsgetrieben, aber das muss ein Autor dann auch wirklich beherrschen.

Für "qualitativ hochwertig" kann es also eigentlich keine unveränderliche Checkliste geben - und überhaupt ist dieses Kriterium eines, über das man sich streiten kann!

Noch ein Kriterium, über das man sich streiten kann: ein Klassiker sollte in meinen Augen auch einen gewissen Anspruch haben. Damit meine ich nicht, dass er unbedingt hochgradig intellektuell und schwierig zu lesen sein muss, sondern eher, dass er mich in irgendeiner Form fordern muss. Es sollte kein Buch sein, dass ich in ein bis zwei Tagen lese und nach dem Zuklappen nicht weiter darüber nachdenke. Ich will meine grauen Zellen anstrengen müssen! Ich will irgendetwas lernen. Ob das jetzt Wissen über die Epoche ist, in der das Buch spielt, oder ein tieferer Einblick in das Wesen des Menschen (Miss Dalloway lässt grüßen!) oder vielleicht auch ein ganz neuer Blick auf ein altbekanntes Genre... Ganz egal, aber irgendwas muss passieren, das Buch muss irgendwas bewegen.

Das klingt jetzt alles ein bisschen anstrengend, dabei sehe ich durchaus auch "massentaugliche" Bücher als moderne Klassiker an, wie zum Beispiel "Harry Potter" oder "Das Lied von Eis und Feuer"!

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