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Donnerstag, 15. September 2016

[ Classic Confessions ] Brauchen wir Klassiker in der Schule?

Antonia vom Blog "Lauter und Leise" hat sich diese Aktion ausgedacht, bei der das Augenmerk auf alte und neue Klassiker gerichtet werden soll - denn Klassiker können wirklich Spaß machen und sind oft auch für moderne Leser sehr lesenswert! Die Aktion läuft noch bis Juni 2017, und dann wird sogar noch ein großes Buchpaket verlost. 

HIER findet ihr Antonias Beschreibung der Aktion und HIER alle bisherigen Fragen. 

Über die Frage dieser Woche musste ich erstmal nachdenken.

Als ehemalige Deutsch- und Englisch-Leistungskursschülerin und gelernte Sortimentsbuchhändlerin war mein erster Impuls, sofort vehement für Klassiker im Schulunterricht zu plädieren. Zum einen finde ich es wichtig, das literarische Erbe an die nächste Generation weiterzugeben und großartige Bücher nicht einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen. Diese Bücher enthalten etwas Zeitloses - irgendeinen Funken Wahrheit, Schönheit, Weisheit, der nicht erlöschen sollte.

Außerdem sollte man möglichst im jungen Alter schon lernen, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Klassiker zeigen uns, wie Menschen in anderen Zeiten gelebt und gedacht haben, und auch die modernen Klassiker regen zum Nachdenken über grundlegende Fragen der Menschheit an, zum kritischen Hinterfragen, zum Umdenken oder auch einfach dazu, Schönheit in ungewohnten Formen schätzen zu lernen.

Aber inzwischen bin ich Nachhilfelehrerin und höre immer mal wieder von meinen Schülern, wie absolut ätzend sie Klassiker finden. Sogar die, die eigentlich gerne lesen, haben oft keinen Bock auf "Die Leiden des jungen Werther", sondern würden viel lieber aktuelle Jugendbücher lesen, weil sie einfach keinen Bezug finden zu den Menschen, die in Klassikern beschrieben werden. Das kann richtig nach hinten losgehen, wenn ein Schüler mit Klassikern dann nur noch Frust, Langeweile und schlechte Noten verbindet!

Aber das spricht meines Erachtens nicht dafür, Klassiker aus dem Schulunterricht zu verbannen - sondern nur dafür, die richtigen Klassiker bedacht und überlegt für die jeweilige Altersklasse auszuwählen und die Schüler im Unterricht aktiv zu beteiligen, um ihnen zu zeigen, dass diese doofe alte Schinken eben doch was mit ihrem Leben zu tun hat.

Es spricht übrigens in meinen Augen auch nichts dagegen, im Schulunterricht nicht nur Klassiker zu lesen. Warum soll man mit 12-Jährigen nicht Percy Jackson lesen und das mit ausgewählten griechischen Heldensagen verbinden? Oder man könnte "Der Club der toten Dichter" lesen und nebenher auch ein paar der dort erwähnten Dichter.

Mein Englischlehrer hat mit uns im Leistungskurs Klassiker gelesen - und nebenher hat jeder für sich noch ein englisches Buch eigener Wahl gelesen. So haben wir dann zum Beispiel "Hamlet" gelesen, und zeitgleich habe ich "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" verschlungen. Das fand ich auch super!

Also: Klassiker ja, aber so, dass sie den Kindern auch Spaß machen! 

Kommentare :

  1. Huhu :)

    Gerade bei dem Einbringen von modernen Büchern in eventuell auch andere Fächer als Deutsch, kann ich absolut zustimmen. Das habe ich zwar schon bei meinem eigenen Beitrag getan, aber man kann es gar nicht oft genug erwähnen. Rick Riordan ist so ein Meister seines Fachs - Und Schüler teilweise so viel bessere Menschen, wenn sie etwas aus seinen Büchern mitnehmen würden (an Wissen über römische und griechische Götter und Helden zum Beispiel, aber auch zwischenmenschlich und vor allem an Humor).

    In meiner Schulzeit (so lang ist sie ja jetzt noch nicht her) hätte ich mir wesentlich mehr Auseinandersetzung mit Literatur gewünscht. Egal ob Klassiker oder auch nicht. Aber was will man machen, wenn es nur noch vier Wochenstunden in den erhöhten Fächern gibt? Da kommen die Lehrer sowieso schon ins Straucheln mit dem Stoff, der da ist. Ganz zu schweigen von zusätzlicher Literatur. Da läuft was vor den Baum, aber das wäre einen eigenen Roman wert.

    Liebe Grüße,
    Antonia

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    1. Huhu Antonia,

      ich bin ja vor über 20 Jahren zur Schule gegangen, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wieviele Wochenstunden wir in welchem Fach hatten! Aber wir haben in den Englisch- und Deutsch-Leistungskursen viele Klassiker gelesen. Mein Deutschlehrer hatte allerdings wirklich ein Händchen dafür, Klassiker auszuwählen, die für Teenager so ziemlich das Drögeste überhaupt waren, so wie "Stopfkuchen". Aber mein Englischlehrer war klasse, der ist mit uns ins Kino in englische Filme, wir haben uns ab und an bei ihm zuhause getroffen zum Grillen und gemeinsam Lesen... Der konnte Klassiker auch richtig spannend machen!

      LG,
      Mikka

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