Thalia buecher.de 
Goodreads Lovelybooks 
Was Liest Du?
 Amazon
WhatchaReadin' 
Büchertreff
Letzte Neuzugänge :
    
Ich lese als nächstes :
  

Impressum

Datenschutz



Warum ich
keine Lesexemplare mehr annehme
 
Zuletzt besprochen (ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension):
           
 

Donnerstag, 21. Juli 2016

[ Blogtour "Daniel, mein jüdischer Bruder" ] Ausgewählte jüdische Feste und Festtage

Herzlich Willkommen zur vierten Station unserer Blogtour! 

Wir möchten euch gemeinsam das wunderbare, berührende Buch "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk näherbringen, in der die Autorin eine wahre Geschichte aus ihrer Kindheit im Dritten Reich erzählt - und damit beweist, dass das Leben wirklich die unglaublichsten Geschichten schreibt.

Wenn ihr der Blogtour bisher gefolgt seid, dann wisst ihr ja schon ein bisschen etwas über das Buchdie Stadt Nürnberg und eine Schlüsselperson der damaligen Zeit (Julius Streicher).  Ansonsten könnt ihr das jetzt mit ein paar Klicks auf die Links nachholen! Morgen wird euch Rena auf ihrem Blog etwas über Auswanderung erzählen.

Seid ihr noch bzw wieder da? Schön!


Erstmal möchte ich auf meine Rezension zum Buch verweisen, wo ihr bei Interesse genauer nachlesen könnt, wie es mir gefallen hat. Mein kurzes Fazit:

Das Buch erzählt eine wahre Geschichte, die die Autorin zur Zeit des Dritten Reiches erlebt hat: als jüdische Freunde ihrer Familie deportiert wurden, versteckten ihre Eltern deren Sohn und gaben ihn nach einem Umzug aus Land mit gefälschten Papieren jahrelang als ihr eigenes Kind aus. Für mich war "Daniel, mein jüdischer Bruder" ein sehr berührendes, zum Nachdenken und Mitfühlen einladendes Buch. Es machte mich oft traurig oder wütend und ich habe die ein oder andere Träne vergossen, es gab aber auch schöne und sogar lustige Momente.

Die Autorin erzählt im ersten Teil des Buches unter anderem davon, wie die beiden Familien gemeinsam christliche und jüdische Feste begingen. Was für ein wunderbares Zeichen von gegenseitiger Toleranz!

Zu Beginn des Dritten Reichs lebten in Deutschland etwa 500.000 Menschen jüdischen Glaubens (~0,7% der damaligen Bevölkerung), heute sind es laut Angaben des Statistischen Bundesamts nur noch etwa 100.000 (~0,1% der jetzigen Bevölkerung).  Deswegen haben wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen in Deutschland direkten, persönlichen Kontakt mit jüdischen Familien und wissen daher auch nur wenig über deren zahlreiche Traditionen und Gebräuche.

Ich möchte euch heute nur eine kleine Auswahl der Fest- und Gedenktage vorstellen, die zum Teil auch im Buch erwähnt werden - es würde den Rahmen sprengen, wenn ich auch nur versuchen würde, euch von allen zu erzählen!
Vom Sabbat oder auch Schabbat (hebräisch שבת‎) haben viele von euch bestimmt zumindest schon einmal gehört. Es handelt sich dabei um einen Ruhetag, der am siebten Tag der jüdischen Woche begangen wird. Diese wird übrigens so gerechnet:

Sonnenuntergang Samstagabend bis Sonntagabend: Jom Rischon (יום ראשון)
Sonnenuntergang Sonntagabend bis Montagabend:  Jom Scheni (יום שני)
Sonnenuntergang Montagabend bis Dienstagabend: Jom Schlischi (יום שלישי)
Sonnenuntergang Dienstagabend bis Mittwochabend: Jom Revi’i (יום רביעי)
Sonnenuntergang Mittwochabend bis Donnerstagabend: Jom Chamischi (יום חמישי)
Sonnenuntergang Donnerstagabend bis Freitagabend: Jom Schischi (יום שישי)
Sonnenuntergang Freitagabend bis Samstagabend: Schabbat (שבת)

In den Zehn Geboten ist verzeichnet, dass am Sabbat alle Arbeit zu ruhen hat. Was genau als Arbeit gilt, ist in der Halacha (הלכה‎) festgelegt, einer Sammlung jüdischen Rechts. Allerdings werden diese Gebote von verschiedenen Richtungen des jüdischen Glaubens mehr oder weniger streng ausgelegt - so halten sich die Orthodoxen Juden sehr genau an die Halacha, während die progressiven Juden es jedem persönlich überlassen, was er übernehmen will und was nicht.

Aber das ist nicht alles, was den Sabbat ausmacht!

Der Sabbat beginnt genau dann am Freitagabend, wenn es so dunkel ist, dass man einen grauen nicht mehr von einem blauen Wollfaden unterscheiden kann. Dann spricht das männliche Familienoberhaupt vor der Mahlzeit einen Segensspruch, den sogenannten Kiddusch (קידוש), über einem Becher Wein und manchmal auch über den Challot, den zwei Schabbatbroten (חַלָּוֹת) (oben auf dem Bild zu sehen). Es sind deshalb immer zwei Brote, weil damit der zwei Portionen Manna gedacht wird, die Gott den Israeliten während ihrer vier Jahrzehnte dauernden Wüstenwanderung schenkte! Beim Essen werden oft Sabbatlieder gesungen, und nach dem Essen gemeinschaftlich das Tischgebet gesprochen.

Am Samstagmorgen wird der Sabbat in der Synagoge mit einer festlichen Prozession begangen , gefolgt von gemeinsamem Gebet und Lesungen aus der Tora. Auch zuhause lesen Familien, die den Tag traditionell feiern, aus der Schrift und begehen abends das Ritual Hawdala, das das Ende des Sabatt kennzeichnet. Dabei werden weitere Segen über Wein gesprochen und man wünscht sich gegenseitig eine gute Nacht. Die Hawdalakerze wird mit dem letzten Rest des Weines gelöscht.
Auch vom Lichterfest Chanukka (חנוכה) habt ihr bestimmt schon gehört. Es wird jedes Jahr acht Tage lang gefeiert, beginnend am 25. Tag des Monats Kislew (כסלו).

Da der jüdische Kalender sich am Mond orientiert und der Monatsanfang sich nach dem Sichtbarwerden der Mondsichel nach Neumond richtet, kann man Monatsbeginn und -ende nicht auf einen bestimmten Tag unseren Kalenders festlegen. Der Kislew beginnt irgendwann zwischen Anfang November und Anfang Dezember.

Chanukka wird im Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem gefeiert. Diese geschah im jüdischen Jahr 3597 (was unserem Jahr 164 vor Christus entspricht), nach einem erfolgreichen Aufstand der Makkabäer, judäischer Juden, gegen das Seleukidenreich. 

Es wird erzählt, dass die siegreichen Juden sich einem Dilemma gegenübersahen: der siebenarmige Leuchter im Tempel, die Menora (מנורה), darf niemals erlöschen. sie hatten aber nur noch genug Öl für einen Tag - und die Herstellung neuen Öls würde einige Tage dauern. Wie durch ein Wunder erlosch die Menora aber nicht, sondern brannte unverdrossen acht Tage lang, bis neues Öl vorhanden war. 


Chanukka ist ein fröhliches Fest, bei dem sich Familien und Freunde treffen, gemeinsam essen und singen, und die Kinder Süßigkeiten, Geld und Geschenke bekommen. Ein jüdischer Freund hat mir einmal erzählt, dass Chanukka für ihn immer wie Weihnachten war - und in seiner Familie wurden der Kinder wegen sogar sowohl Chanukka als auch Weihnachten gefeiert, es gab also zweimal Geschenke!

Der Chanukkia (חַנֻכִּיָּה), der traditionelle Kerzenleuchter, wird nach Einbruch der Dunkelheit angezündet. Ein Leuchter kann dabei acht Kerzen haben, eine für jeden Tag, oder zusätzlich noch eine neunte, den sogenannten Diener (Schamasch, שׁמשׁ), mit der die anderen Kerzen entzündet werden. Danach werden gemeinsam Geschichten erzählt, Lieder gesungen und Gebete gesprochen.

Übrigens soll der Leuchter so aufgebaut werden, dass er auch von außerhalb des Hauses sichtbar ist, zum Beispiel durch ein Fenster! Denn das Fest soll das Wunder zur Schau stellen und für alle sichtbar machen.
Der Rosch ha-Schana oder auch Rosch ha-Schanah, Rosch Haschana (ראֹשׁ הַשָּׁנָה) ist der jüdische Neujahrstag. Ich habe euch ja eben schon gesagt, dass der jüdische Kalender Mond-orientiert ist, deswegen lässt sich auch dieser Feiertag nicht auf einen bestimmten Tag unseres Kalenders festlegen. Er fällt auf den ersten Tag des Monats Tischri (תשרי), also irgendwann zwischen Anfang September und Anfang Oktober.

Es gibt verschiedene Neujahrsgrüße, wie zum Beispiel שָׁנָה טוֹבָה (Shanah Tovah: "ein gutes neues Jahr") oder שנה טובה ומתוקה (Schana Tovah U'Metuka: "ein gutes und süßes Jahr“).

Nach jüdischer Vorstellung ist der Neujahrstag ein Tag des Gerichts, an dem Gott die guten Taten der Menschen ins Buch des Lebens einträgt, die schlechten Taten dagegen ins Buch des Todes. (Es gibt übrigens ein extra Buch für Menschen, die sowohl schlechte als auch gute Taten verübt haben!) Ob man das Siegel des Lebens erhält, hängt vom eigenen Verhalten hat, und am Neujahrstag beginnt eine Periode von zehn "Reuetagen", an denen man durch Buße und Einsicht noch den Segen Gottes erbitten kann.

Abgesehen vom Neujahrsgottesdienst in der Synagoge gibt es noch eine Reihe häuslicher Bräuche, wie zum Beispiel ein besonderes Festessen, bei dem Äpfel und Weißbrot in Honig getaucht werden und süßer Wein getrunken wird. Außerdem wäscht man sich die Hände rituell und isst möglicherweise Granatapfelkerne, begleitet vom Spruch "Möge es dein Wille sein, dass unsere Rechte sich wie der Granatapfel mehren". Vielleicht wird auch ein Fisch- oder Schafskopf verzehrt, was symbolisieren soll, dass man Herr über sich selbst ist.

In vielen Familien werden Grußkarten an Freunde und Verwandte geschrieben. Eine weitere Tradition ist das Taschlich, ein Vergebungsgebet, nach dem man Steine oder Brotkrumen ins Wasser wirft, was die Befreiung von Sünden darstellen soll.
Erwähnt wird im Buch noch die Brit Mila (ברית מילה), die Beschneidung männlicher Säuglinge am achten Lebenstag. (Denn Daniel wird einmal "enttarnt", als ein Arzt entdeckt, dass er beschnitten ist.) Ist das Kind krank oder schwach, kann das auch verschoben werden. Wird ein Kind aus irgendeinem Grund bis zu seinem 13. Lebensjahr nicht beschnitten, hat es danach selber dafür zu sorgen, dass das nachgeholt wird - denn mit 13 Jahren erreicht ein jüdisches Kind die religiöse Volljährigkeit!

Die Beschneidung wird von einem Mohel vorgenommen, einem Fachmann für die Beschneidung nach jüdischer Sitte. Die Ausbildung dazu dauert mehrere Jahre, und von einem Mohel wird die tadellose Einhaltung der halachischen Gebote erwartet. Obwohl die Beschneidung von den meisten Glaubensrichtungen innerhalb des Judentums praktiziert wird, gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob sie mit oder ohne Betäubung zu geschehen hat.
Aus traurigem Anlass gibt es noch den Jom haScho'a,  einen israelischen Gedenktag für die Opfer des Holocaust und die Helden des jüdischen Widerstands. Ursprünglich wurde der Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto als Datum vorgeschlagen, das wurde aber abgelehnt, da nur einen Tag später ein jüdisches Familienfest gefeiert wird. Stattdessen fällt der Jom haScho'a jetzt auf den 27. Tag des Monats Nisan (ניסן), irgendwann zwischen Mitte April und Anfang Mai.

Am Vorabend des Jom haScho’a werden während einer Eröffnungszeremonie sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Am Morgen danach gibt es Gedenkveranstaltungen, und im ganzen Land erklingen zwei Minuten lang die Sirenen. In diesen zwei Minuten kommt alles zum Stillstand: öffentliche Verkehrsmittel und auch Privatfahrzeuge halten an, und die meisten Menschen gehen in sich in schweigendem Gedenken.

Den ganzen Tag lang wehen die Fahnen im ganzen Land auf halbmast, und es gibt vielerorts Gedenkfeiern. Auch die Medien begehen den Gedenktag in respektvoller Trauer: es gibt keine Filme oder Unterhaltungssendungen, sondern zum Beispiel Dokumentationen über den Holocaust oder die Übertragung von Trauermusik und Gedenkfeiern. Außerdem gibt es einen Gedenkmarsch vom KZ Auschwitz zum KZ Birkenau, den sogenannten "Marsch der Lebenden", an dem auch besonders viele junge Menschen teilnehmen.

Übrigens nehmen unorthodoxe Juden nicht am Jom haScho'a teil, da laut den halachischen Geboten Trauertage im Monat Nisan untersagt sind! Stattdessen erweisen sie den Holocaust-Opfern an allgemeinen Trauer- und Gedenktagen ihren Respekt.

Ursprünglich war dies ein rein israelischer Gedenktag, inzwischen haben aber auch jüdische Gemeinden in anderen Ländern den Jom haScho'a übernommen.

Damit möchte ich meine Vorstellung jüdischer Feier- und Gedenktage beenden! Informationen über andere Feiertage könnt ihr aber bei Interesse ganz einfach auf diversen Seiten im Internet finden.

Zu guter Letzt haben wir noch ein Gewinnspiel für euch! Auf jedem Blog der Blogtour könnt ihr Lose sammeln, natürlich auch bei mir. 
Meine Gewinnspielfrage: Wofür stehen die Kerzen des Chanukkia?

Gewinnspielregeln:
  • Das Gewinnspiel endet am 23.07.2016 um 23:59
  • Verlost wird zweimal das Buch "Daniel, mein jüdischer Bruder", einmal neu (signiert) und einmal vorsichtig gelesen
  • Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden
  • Gewinnberechtigt ist nur, wer die Gewinnspielfrage korrekt beantwortet 
  • Wir brauchen eine Möglichkeit, euch im Gewinnfall zu kontaktieren: hinterlasst in eurem Kommentar wahlweise eure eMail oder einen Link zu eurem Account auf Facebook, Twitter, Lovelybooks, Goodreads etc
  • Die Gewinner werden mittels der angegebenen Kontaktmöglichkeit informiert
  • Teilnahmeberechtigt sind nur Menschen mit Wohnsitz in Deutschland
  • Wenn ihr unter 18 seid, brauchen wir im Gewinnfall das Einverständnis eurer Eltern bzw Vormunds
  • Die Teilnahme ist kostenlos
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert ihr diese Teilnahmebedingungen
  • Wir können leider nicht für Verlust des Gewinns durch die Post haften 
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Kommentare :

  1. Schade, dass ich hier als Österreicherin wieder einmal nicht mitmachen kann, dabei ist das Buch genau meins. Egal, auf der Wunschliste steht es bereits und die interesanten Blogbeiträge sind allemal lesenswert =)
    Liebe Grüße
    Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Martina ich antwortete dir dazu bei Nicole schön. Wenn du das Porto über nimmst, darfst du mitmachen 😃.
      Liebe Grüße
      Mikka guter Beitrag 😄

      Löschen
    2. Nicole, das hatte Martina schon geschrieben, als Blogspot meinen Beitrag vor ein paar Tagen zu früh freigeschaltet hat! Das war noch bevor du ihr auf deinem Blog geantwortet hast, da hat Blogspot also ein bisschen Verwirrung gestiftet. 😉

      Löschen
  2. Eine sehr gute Frage :) Ich denke es sind 7 Kerzen, weil Gott die Erde in 7 Tagen Schuf, viele Feste 7 Tage lang dauern und alle 7 Jahre ein bestimmtes Fest gefeiert wird...es fällt mir gerade nicht ein ^^ 8 Kerzen um an den Weg der Juden durch Jerusalem zu erinnern. Und weil das 8. Licht 8 Tage brannte wird deswegen Channuka gefeiert. Es gibt auch 9 (der sog. Diener) Kerzen...mit der 9. werden alle anderen Kerzen entzündet.

    Ich mag die jüdische Kultur sehr gern. Es ist einfach interessant...vielen dank dafür :)

    LG Eva

    BookLover85@gmx.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Eva,

      die Antwort ist oben im Beitrag zu finden, du warst nahe dran, aber noch nicht ganz. 😉

      LG, Mikka

      Löschen
  3. Morgen schön :-)
    Man berichtet von einem Ereignis nach der Befreiung des Volkes Israel von griechischen Herrschern.Nach der Legende brannten die Lichter des Tempelleuchters damals mit einer kleinen Menge Öl wie durch ein Wunder acht Tage lang.
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Jenny,

      Danke fürs Mitmache!

      LG,
      Mikka

      Löschen
  4. Hallo und guten Tag,

    ja, dass mit den 8 bzw. 9 Kerzen ist schon eine Besonderheit und ich habe selber mal geschaut in Internet und bin auffolgendes gestossen.

    In seiner Ausführung erinnert es uns an die Adventszeit. Der Brauch der vier Adventskerzen stammt wohl vom Chanukka-Fest ab, nur dass hier doppelt so viele Kerzen entzündet werden.

    Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang die Kerzen der Chanukkia von links nach rechts entzündet. Am Abend des 24. Kislew fängt man mit der ersten Kerze an. Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, die Kinder werden beschenkt und Süßigkeiten und Leckereien verzehrt. Ursprünglich wurden am achten Abend keine Geschenke überreicht. Dieser eingeführte Brauch ist Zeichen für eine gewisse Anpassung an die christliche geprägte Gesellschaft, in der Weihnachten zu einem Fest wurde, bei dem Geschenke eine zentrale Rolle spielen.

    Fakt ist nun mal 8 Kerzen plus eine Kerze als Zusatz zum Anzünden, der anderen Acht
    Und es gibt bestimmte Vorgaben wann sie entzündet werden dürfen usw. Das Fest wird jedes Jahr auch zu einer bestimmten Zeit gefeiert.

    Es ist eine Religion, die sehr spezifisch und eigenständig sich darstellt. Ich denke da, an das Essen und seine Zubereitung.

    Bin auf morgen schon gespannt.

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Karin,

      Da hast du dir eigentlich mehr Arbeit gemacht, als du gemusst hättest! 😉 Hier ist die richtige Antwort auch noch nicht enthalten, aber ich sehe an deiner zweiten Antwort, dass du inzwischen den richtigen Absatz gefunden hast.

      LG,
      Mikka

      Löschen
  5. O.K. kleiner Zusatz noch von mir....historisch gesehen hat es sicherlich auch etwas mit diesen Fakten zu tun..Chanukka wird im Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem gefeiert. Diese geschah im jüdischen Jahr 3597 (was unserem Jahr 164 vor Christus entspricht), nach einem erfolgreichen Aufstand der Makkabäer, judäischer Juden, gegen das Seleukidenreich.

    Es wird erzählt, dass die siegreichen Juden sich einem Dilemma gegenübersahen: der siebenarmige Leuchter im Tempel, die Menora (מנורה), darf niemals erlöschen. sie hatten aber nur noch genug Öl für einen Tag - und die Herstellung neuen Öls würde einige Tage dauern. Wie durch ein Wunder erlosch die Menora aber nicht, sondern brannte unverdrossen acht Tage lang, bis neues Öl vorhanden war.


    Und ich denke , damit erklärt sich auch die Acht Kerzen...denn der siebenarmige Leuchter hat "acht Tage" gebrannt ....und es war ein Wunder mit dem wenigen Öl das er ..Acht Tage gebrannt hat...

    LG..Karin..

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Kari,

      Ja, genau um diesen Absatz meines Beitrags ging es! �

      LG,
      Mikka

      Löschen

Danke für deinen Kommentar! :D