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Warum ich
keine Lesexemplare mehr annehme
 
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Mittwoch, 29. Juni 2016

Rezensionsexemplare? Meine persönliche Entscheidung.

Zum Thema Rezensionsexemplare wurde schon viel geschrieben. Pro und Kontra wurden auf unterschiedlichste Art und Weise von den verschiedensten Blogger und Booktubern diskutiert - sachlich, hitzig, amüsiert. Eigentlich ist alles gesagt, und in meinen Augen läuft es im Grunde schlicht darauf hinaus, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er Rezensionsexemplare anfragen möchte und wie er dann damit umgeht.

Deswegen möchte ich hier auch nur darüber schreiben, wie sich meine eigene Einstellung dazu in letzter Zeit verändert hat. Es soll keine Kampfschrift sein, keine Aufforderung an euch, genauso darüber zu denken oder die gleichen Schlüsse daraus zu ziehen.

Aber da ich in den letzten Jahren mit vielen Verlagen zusammengearbeitet habe und auch öfter gefragt werde, ob ich ein Rezensionsexemplar eines Buches akzeptieren möchte, dachte ich, es macht Sinn, einmal die Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen:

Ab jetzt werde ich keine Rezensionsexemplare mehr anfragen oder akzeptieren.* 

Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder darüber nachgedacht.

Am Anfang meiner Bloggerzeit war der Gedanke, kostenlose Bücher nur dafür zu bekommen, dass ich meine eigene Meinung dazu aufschreibe, mehr als verlockend! Mehr Bücher können doch niemals eine schlechte Sache sein, oder? Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass diese Frage vielleicht doch nicht so rhetorisch ist wie erwartet, und die Antwort darauf für mich möglicherweise "Jein" lautet. (Was nicht nur mit dem stetig wachsenden SUB zu tun hat.)

Klar, ich habe hart dafür gearbeitet, einen Blog aufzubauen, der genug Leser hat, um ihn attraktiv für die Verlage und Autoren zu machen! Und ja, ich bin schon ein bisschen stolz auf diese Arbeit und die vielen Anfragen, ob ich Titel XYZ besprechen möchte.

Aber ich fühle mich mehr und mehr unter Druck gesetzt. Von wem? Nicht von den Verlagen. Nicht von den Autoren. Nur von mir und meinem eigenen fehlgeleiteten Perfektionismus, es ist also niemand "schuld". Es zwingt mich schließlich niemand mit vorgehaltener Waffe dazu, ein Rezensionsexamplar zu lesen. Und erst recht zwingt mich niemand, Stunden um Stunden an einer Rezension herumzufeilen. Aber der Druck ist dennoch da.

Alles hat seine Licht- und Schattenseiten. Rezensionsexemplare können vieles bedeuten: Mehr kostenlose Bücher, als ich lesen kann, hurra! Mehr kostenlose Bücher, als ich lesen kann, ohje... Ich lese Bücher, die ich sonst vielleicht nicht gelesen hätte! Dabei entdecke ich wunderbare neue Autoren und vielleicht sogar ein bisher sträflich missachtetes Genre. Ich erweitere meinen literarischen Horizont. Ich lese aber auch Bücher, die mich enttäuschen und die ich angenommen habe, obwohl mein Bauchgefühl mir gesagt hat: nicht mein Beuteschema. 

Ich halte meinen Blog stets mit Neuerscheinungen topaktuell, ohne viel Geld dafür auszugeben. Ich fühle mich aber auch fast schon verpflichtet, immer die topaktuellen Bücher anzufragen, um mithalten zu können. (Mit wem eigentlich?) Ich mache mir sinnlos Gedanken darüber, was meine Leser eigentlich von mir erwarten. Interessiert es irgendjemanden, wenn ich Rezensionen zu Klassikern schreibe? Welches Genre ist gerade angesagt, welchen Autor muss man gelesen haben? Bin ich out, wenn ich Bücher rezensiere, die schon unerhörte fünf Jahre alt sind?

Und dann stelle ich fest, dass ich vielleicht "mithalten" kann, indem ich einen begehrten Bestseller rezensiere, dass das aber auch dazu führt, dass meine Rezension nur mitschwimmt auf einer wahren Sturzflut von Rezensionen zu diesem Buch. Dabei hatte ich eigentlich doch viel mehr Lust, dieses Buch zu lesen, das kein Schwein kennt... 

Ein Rezensionsexemplar liegt nicht lange auf dem SUB, weil ich den Verlag nicht ewig warten lassen möchte - ich fühle mich aber auch unter Druck gesetzt, das Buch schnell zu lesen, auch wenn ich nach ein paar Kapiteln feststelle, dass ich gar keine Lust mehr darauf habe und lieber erstmal was anderes lesen möchte. Außerdem versauern für jedes Rezensionsexemplar, dass schnell gelesen wird, fünf Bücher auf meinem SUB, weil ich erstmal meine Rezensionsexemplare "abarbeiten" muss.

Und so könnte ich noch eine Weile weitermachen. 

Ja, das sind alles selbstgemachte Probleme. Ja, ich könnte einfach weniger Rezensionsexemplare anfordern und/oder akzeptieren, aber das würde für mich den Druck nur unwesentlich mindern, weil ich mich nach wie vor irgendwie verpflichtet führen würde. Deswegen diese Entscheidung. 

Ich werde weiter bloggen. Es wird auch weiter Rezensionen zu aktuellen und angesagten Büchern geben, wenn sie mich wirklich interessieren. Aber ich werde mir diese Bücher entweder kaufen oder aus der Onleihe ausleihen. 

Verlage und Selfpublisher können mir trotzdem gerne weiter eMails schreiben, um mich über Neuerscheinungen zu informieren! Ich bin mir sicher, dass ich dabei noch viele Bücher entdecken werde, die mich genug interessieren, um sie zu kaufen. 

Ich habe noch Rezensionsexemplare hier liegen und warte auch auf ein paar, die ich schon angefragt habe. Diese werde ich selbstverständlich lesen und zeitnah rezensieren, aber ich werde keine weiteren anfragen. 

* ich behalte mir einige wenige Ausnahmen vor: hauptsächlich für Bücher von Autoren oder Verlagen, mit denen ich mich inzwischen freundschaftlich verbunden fühle (ihr wisst, wer ihr seid!), oder auch, wenn ich mit meinem Blog an interessanten Blogtouren oder Leserunden teilnehmen will.  

Kommentare :

  1. Guten Morgen^^

    Ich denke mal, dass dir das niemand übelnimmt (sollte auch keiner), da es am Ende deine Entscheidung ist und du solltest dich wohlfühlen. Es bringt ja nichts, wenn du dich regelrecht dazu zwingen würdest, am Ende hättest du dann z.b. keine Lust mehr aufs Bloggen oder gar aufs Lesen O_o

    Lg,
    Kira

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    1. Huhu Kira,

      genau, das wäre schade! Ich denke, bei dem Thema gibt es auch eigentlich keine falsche oder richtige Entscheidung, sondern man muss einfach für sich persönlich entscheiden.

      LG,
      Mikka

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  2. Hi Mikka
    Wir haben ja schon darüber telefonieren können. Was mir noch kommt: nichts ist für die Ewigkeit vielleicht änderst du deine Meinung noch, vielleicht auch nicht. Aber mache die Tür nicht ganz zu. Andererseits es ist deine Sache, dein Ding und ich wünsche dir, dass egal wie du weiter vorgehst, deine freude erhalten bleibt.
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Huhu Nicole

      das stimmt, und es kann natürlich sein, dass ich das in einem Jahr schon wieder ganz anders sehe! :-)

      LG,
      Mikka

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  3. Ein ganz toller Beitrag. Etwas was ich schon immer so empfunden habe. Auch auf meinem früheren Blog (ein paar Jahre her und nen anderer Name) habe ich es generell abgelehnt mir Rezi-Exemplare anzufordern. Ich fand und finde es noch heute, wichtig, dass man das liest worauf man in dem Moment Lust hat. Durch diese Rezi-Exemplare fühlt man sich, wie du richtig sagst, verpflichtet. Diese Last will und wollte ich mir nie aufladen. Lieber bezahle ich für ein Buch und hoffe dann drauf. Und ehrlich gesagt bezahle ich für gute Bücher sogar sehr gerne, da ich es als Anerkennung der Arbeit des Autoren/ der Autorin ansehe.
    Außerdem habe ich mir angewöhnt den SUB recht klein zu halten. Obergrenze sind 30 Bücher. Sonst verliert man den Überblick oder hat Bücher bei die einen nachher nicht mehr wirklich interessieren.
    Ich kann deine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen. Ich wünsche dir nun eine entspannte und ruhige Zeit mit deinen Lieblingsbüchern.

    Gruß Martin

    PS: Mir ist es egal ob du aktuelle Bücher rezensierst oder unbekannte, gerade bei unbekannten Büchern entdeckt man doch eher eine Perle, als bei den großen bekannten Werken ^^

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    1. Huhu Martin,

      mein SUB ist leider viel zu groß geworden! Im Moment sind es 466 Bücher, die darauf warten, endlich gelesen zu werden. Für mich ist das auch etwas, wo sich meine Meinung in den letzten zwei Jahren sehr geändert hat.

      Ich lese viele Blogs, und ich schaue auch gerne verschiedene Booktuber. Und gerade bei den Booktubern ist es ja einfach so, dass zu den beliebtesten Videos die Neuzugängevideos gehören. Und deswegen werden sie natürlich fleissig "produziert". Eine Zeitlang habe ich mich daher ständig berieseln lassen von Videos, in denen freudig aufgeregte Menschen riesige Kisten voller toller Bücher auspacken, oft zum kleinen Preis von Rebuy, Medimops, Arvelle & Co. Und das verführt (zumindest mich) ähnlich wie Rezensionsexemplare: immer wieder Bücher, Bücher, Bücher, fast wie Weihnachten!

      Inzwischen will ich auch das nicht mehr, denn ich habe festgestellt, dass gerade durch solche extrem günstigen Angebote viele Bücher auf dem SUB landen, die da Jahre später noch liegen. Außerdem möchte ich doch eigentlich die Autoren und Verlage unterstützen, und vor allem auch die Buchhandlungen.

      Im letzten halben Jahr sind hier fast nur Bücher eingezogen, die direkt gelesen wurden - ich habe gerade mal geschaut, und es waren gerade mal 2 Stück, die noch NICHT gelesen wurden und noch auf dem SUB liegen. Neuzugängevideos schaue ich nicht mehr, Neuzugängeposts lese ich nicht mehr. Und so will ich das weiter halten! Bücher kaufe ich nicht mehr auf Vorrat, weil ich sie ja irgendwann bestimmt mal lesen werde, sondern weil ich jetzt im Moment wirklich Lust darauf habe.

      LG,
      Mikka

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  4. Hey :)

    Ich kann deine Entscheidung absolut nachvollziehen! Ich bekomme zwar nicht so oft Rezi-Anfragen, aber auch ich sehe das als eine gewisse Verpflichtung, ein Buch zeitnah zu lesen und zu rezensieren, wenn ich das zugesagt habe.

    Im Moment schrecke ich allerdings noch davor zurück, endgültig davon Abstand zu nehmen, weil ich das Gefühl habe, dass Ausnahmen hier nicht zielführend sind ... Wenn ich sage, ich mache es nicht mehr, möchte ich konsequent sein und wirklich keine mehr annehmen. Das würde für mich aber auch bedeuten, auf Anfragen von sympathischen bzw. befreundeten Autoren zu verzichten und keine Anfragen mehr an die diversen Portale zu schicken, die Rezi-Ex anbieten. Und gerade hier bin ich mir nicht sicher, ob ich darauf verzichten will.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Huhu Ascari,

      die Ausnahmen werden bei mir überschaubar bleiben, denn Blogtouren mache ich seeeeeehr selten, das wird höchstens 1 Ausnahme pro Jahr werden, und es gibt auch nur eine Handvoll Autoren, die sozusagen bei mir ein Abo auf Lebenszeit haben, weil wir uns auch persönlich kennengelernt haben. :-)

      Bei Rezensionsportalen werde ich mich aber auch komplett ausklinken.

      LG,
      Mikka

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  5. Liebe Mikka,

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung!

    Ich halte es wie du. Spätestens als der vorvorletzte "geschätzter Blogger gibt Rezi E-Books weiter"-Vorfall kam, ging es mir alles auf die Nerven.

    Vieles habe ich nur angenommen, weil es umsonst war. Weil ich den Autor unterstützen wollte. Weil sie MICH wollten. Mich!!!

    Aber manchmal fällt mir zu einem Buch nichts ein. Es gefiel mir, aber was konnte ich darüber schreiben? Irgendwas aus den Fingernägel saugen ist den Autoren gegenüber nicht fair.

    Oder, was ist, wenn man gerade keine Lust auf das Buch hat?

    Ich nehme auch keine Rezensionsexemplare mehr an. Ich freue mich, wenn Autoren mir über ihre Bücher schreiben. Wenn sie mir zusagen, kaufe ich sie. Dann kann ich sie lesen, wann ich will, wie ich will und falls ich will, rezensieren.

    Leider verstehen das nicht alle Autoren. Freut euch doch, dass ich euch bezahlen möchte!

    Wie oft ich seither die Augen verdrehte, weil in den üblichen Gruppen auf Facebook über die neuen Bloggerportale geschwärmt wird, weil man auf fünf Bücher wartet, und und und. Ich habe erst ein einziges Mal bei einem Verlag ein Buch angefragt uns mich so schäbig gefühlt. Und die fragen fünf auf einmal an?

    Seien wir mal ehrlich. Viele bloggen doch wirklich nur, weil sie kostenlose Bücher erhalten wollen.

    Das will ich nicht. Wenn noch etwas interessiert, kaufe/leihe ich es.

    Hype-Bücher lese ich grundsätzlich erst nach Jahren (abgesehen von Harry Potter 8 dieses Jahr) und Neuzugänge oder Neuerscheinungen interessieren mich nicht.

    Gestern erst habe ich eine Nachricht einer Autorin bekommen, die meine Einstellung ganz toll fand und mich dafür lobte. Sie fand es ungewohnt, aber gut.

    Ich finde es auch gut!

    Christina

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    1. Huhu Christina,

      diesen Vorfall mit den weitergegebenen eBooks habe ich gar nicht mitbekommen! Das ist ja dreist, und auch irgendwie blöd, denn die lassen sich ja normalerweise zurückverfolgen.

      Ja, du sprichst mir aus der Seele, da haben wir anscheinend wirklich vieles absolut gleich empfunden.

      Ich muss zugeben, ich habe die Bloggerportale auch sehr ausgiebig genutzt, dabei aber immer darauf geachtet, dass ich nicht mehr annehme, als ich in einer vernünftigen Zeit rezensieren kann. Aber dennoch wurde mir dann halt alles zu viel...

      Ich glaube ja, die Leute, die nur kostenlose Bücher abstauben wollen, bleiben auf Dauer nicht dabei. Denn ein Blog ist ja schon Arbeit, und ich denke, die Verlage führen auch Listen, wer vernünftige Rezensionen in einer vertretbaren Zeit abliefert und wer nicht.

      Hype-Bücher werde ich ab jetzt auch wirklich nur dann lesen, wenn sie mich vom Thema her auch dann interessieren würden, wenn es kein Hype-Buch wäre. ;-)

      Genau so habe ich das ab jetzt auch vor, dass ich Autoren dann sagen werde, dass ich mir das Buch bei Interesse auf die Wunschliste setzen und kaufen werde, wenn ich es lesen möchte.

      LG,
      Mikka

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    2. Das mit den 5 REs gleichzeitig habe ich auch noch nie verstanden. Oder dass man Bücher anfragt/-nimmt, von denen man im voraus weiß, dass sie nicht ins Beuteschema fallen...

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  6. Hey,
    ich kann dich voll und ganz verstehen. Bei mir fühlen sich Rezensionsexemplare genauso an. Auch wenn ich weiß, dass ich genügend Zeit zum Lesen und Rezi schreiben habe, verspüre ich immer einen "Druck", einfach weil ich etwas machen muss (auch wenn ich es WILL) und das auf jeden Fall gut. Deshalb habe ich noch nie viele REs angefragt. Mehr als 3 hatte ich bisher nie und ich denke, ich fahre gut mit meinen ca. 10 REs im Jahr.
    lg. Tine =)

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    1. Huhu Tine,

      10 im Jahr klingen nach einer guten Zahl, die man noch gut schaffen kann! Aber ich kenne mich, wenn ich mir das vornehme, klappt es nicht, bei mir ist es immer ganz oder gar nicht...

      LG,
      Mikka

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  7. Guten Morgen!

    Ich hab deinen Beitrag grade bei Fluchtpunkt Lesen entdeckt, da sich dich in der Stöberrunde verlinkt hat ;)

    Ich muss gestehen, dass ich es anfangs natürlich auch sehr reizvoll fand, Bücher kostenlos lesen zu können. Und das ist es auch immer noch, aber ich bin sehr viel wählerischer geworden. Ich bin durchaus offen für Rezi-Exemplare und frage auch immer gerne noch an, aber wirklich explizit nur Bücher, die ich unbedingt lesen will.

    Den Druck von einem selber kenne ich, denn sobald eine Rezi-Ex bei mir angekommen ist hab ich sofort das Ziel: es muss gelesen werden, sofort! Ein bisschen hab ich mich damit aber schon arrangiert und bin nicht mehr ganz so in Zeitdruck (in den ich mich selber gesetzt habe). Außerdem sind es ja eh Bücher, die ich unbedingt haben wollte und ich freu mich drauf, sie zu lesen.

    Aber ich kann dich auch sehr gut verstehen und man kann ja seine Meinung jederzeit wieder ändern ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu Aleshanee,

      das stimmt - wer weiß, vielleicht sehe ich das ja in einem Jahr schon wieder anders! Im Moment ist es so, dass ich noch vier Rezensionsexemplare "abarbeiten" muss, und ich freue mich fast schon euphorisch darauf, dass das geschafft ist. Gestern habe ich fünf Kisten Bücher aussortiert, meine Regale neu sortiert, und jetzt freue ich mich darauf, einfach nur davor zu stehen und das erste Buch zu lesen, das mir ins Auge springt. ;-)

      LG,
      Mikka

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  8. Hallo Mikka,

    Ganz toller Post! Oft gehen Posts zu diesem Thema leicht an die Decke, hab ich das Gefühl, auch wenn ich es immer sehr interessant finde! Vor allem spiegelt deine Ansicht so ziemlich 1:1 meine eigene Entscheidung wider, wieso ich nichts mehr annehme (besonders lustig: obwohl ich rot und fett direkt unter meiner Mailadresse angemerkt hab, dass ich keine REs annehme, bekomme immer wieder Anfragen). Das Hauptproblem ist natürlich, dass ich immer weniger gelesen hab und im Moment schon längere Zeit gar nichts mehr lese. Und wenn man schon so wenig liest, dann will man immerhin die Bücher lesen, die man sich "selbst ausgesucht" hat, verstehst du? Ohne irgendwie schnell sein zu müssen und wenn's dann nicht passt, muss man auch gar keine Rezension dazu schreiben. Genau dieses "selbst Druck machen" hat mich am Schluss irrsinnig genervt, sodass ich dann eben auch den Kontakt mit Verlagen abgebrochen habe und mich aus den Verteilern und Newslettern hab nehmen lassen. Jetzt werde ich das Bloggen langsam wieder aufnehmen, weil ich vor einiger Zeit in ein ziemliches Loch gefallen bin, und Rezensieren werde ich nur gelegentlich :)

    Alles Liebe,
    Sandra

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    Antworten
    1. Huhu Sandra,

      ja, ganz genau, ich hatte das Gefühl, dass ich genau auf dieses Loch zusteuere, wenn ich nichts ändere! Anscheinend hab ich den Absprung noch rechtzeitig geschafft, denn ich fühle mich jetzt schon viel besser und habe wieder viel mehr Spaß am Lesen.

      Aus den Verteilern habe ich mich nicht nehmen lassen, ich mache es dann halt so, dass ich bei Interesse ein Buch nicht als Rezensionsexemplar anfrage, sondern kaufe oder auf die Wunschliste setze.

      LG,
      Mikka

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  9. Kurz überflog ich die Kommentare und gehöre jetzt wohl zur Minderheit, die Rezensionsexemplare annimmt :-). Ich suche sie mir gezielt aus, stöbere vor allem bei kleineren, unbekannteren Kinderbuchverlagen herum. Ich sehe es als geben und nehmen. Ich lese das Buch, bespreche es ausführlich mit meiner Meinung, gebe ihm Öffentlichkeit. Das ist mein Geben für den Verlag bzw. Autor, dafür erhalte ich das Buch. Davon verschenke ich fast alle an das Kinderheim, an Sonnenstrahl e.V. für krebskranke Kinder und Jugendliche, an den örtlichen Kindergarten oder an die Bibliothek. Meinen Stapel ungelesener Bücher behalte ich sehr im Auge und klein.

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    Antworten
    1. Huhu Frau B.,

      ja, ich habe mir die Rezensionsexemplare eigentlich auch gezielt ausgesucht, aber ich habe mich einfach selber damit unter Druck gesetzt. Ich fühle mich wohler damit, jetzt nur Bücher zu rezensieren, bei denen ich alle Zeit der Welt habe! :-)

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  10. Holla die Waldfee!
    Einen ganz ähnlichen Beitrag wollte ich demnächst auch schreiben. Ich bin zwar noch nicht jahrelang im Bloggerzirkus, aber ich habe mich auch entschieden, einfach keine Rezensionsexemplare zu lesen. Ich hatte bisher etwa sechs Leseexemplare, aber ich habe einfach noch so viele Bücher auf meiner Wunschliste, dass ich meine Zeit dafür aufwenden möchte. Punkt, Aus, Ende.
    Ich habe nur begrenzt Zeit und will mich auch keinem Druck aussetzen. Denn was Du beschreibst, hatte ich nur schon bei diesen 5-6 Exemplaren bei mir auch gemerkt. Nein, das mag ich definitiv nicht so weiterhandhaben. Danke für Deinen Artikel, gefällt mir sehr gut.
    LG und ein schönes Wochenende noch :)
    Tabea

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    1. Huhu Tabea,

      ich hab ein paar Jahre lang immer recht viele Leseexemplare angefragt, aber ich habe dann irgendwann einfach gemerkt, dass mich das unheimlich schlaucht und mir auch ein bisschen die Lesefreude nimmt. Ich kann also vollauf nachvollziehen, dass du damit gar nicht erst anfangen willst! :-)

      Dir auch noch ein schönes Wochenende,
      LG,
      Mikka

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  11. Liebe Mikka,

    wie angenehm, du bist eine ganz ganz ehrliche Haut, wie schön.

    Ich freue mich für dich, dass du deinen persönlichen Weg gewählt hast und absolut dazu stehst. Natürlich geht es mir in vielen Punkten ähnlich und ich stelle mir oftmals die gleichen Fragen.

    Es ist wichtig dass wir Leser glücklich mit unseren Büchern sind und ich bin davon überzeugt, dass man es nur sein kann, wenn man selbstbestimmt liest. Dabei verzichtet man gegebenenfalls mit der Masse mit zuschwimmen, aber ich bin es gewohnt oft gegen den Strom zu schwimmen ;-).

    Sei besonders lieb gegrüßt,

    Nisnis

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    Antworten
    1. Huhu Nisnis,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! :-) Aus irgendeinem Grund schiebt Blogspot deine Kommentare anscheinend immer erstmal in den Spam-Ordner, echt komisch.

      LG,
      Mikka

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  12. Hey Mikka,
    ich kann deinen Beitrag gut nachvollziehen.
    Ich selbst nehme gerne Rezensionsexemplare an und werde es auch weiterhin tun, allerdings nicht mehr, als ich auch "schaffen" kann. Das war eine zeitlang mal anders, denn natürlich ist man stolz, dass einem die Verlage oder Autoren Rezensionsexemplare anvertrauen und da gab es schon eine Zeit, in der mich diese unter Druck gesetzt haben, weil eben 5 Stück gleichzeitig hier lagen, weil ich nicht "nein" sagen mochte/ wollte.
    Ich kaufe mir noch sehr viele Bücher und es muss immer genug Zeit bleiben, um diese in Ruhe lesen zu können. Dazwischen mal ein oder zwei Rezensionsexemplare, die erfreuen mich und setzen mich nicht unter Druck. Ich würde für mich also sagen: Rezensionsexemplare gerne, aber immer in Maßen 8und nicht in Massen ;-) ).
    Was ich mir allerdings auch angewöhnt habe ist, die Zeit auch auszunutzen, die man für ein Rezensionsexemplar hat. Ich hatte zu Anfang den Anspruch an mich selbst, Rezensionsexemplare sofort zu lesen und möglichst nach einer Woche schon rezensiert zu haben. Das mache ich nicht mehr. Ich notiere mir das Datum, an dem es hier eingetrudelt ist und ein Datum 4 Wochen später. Das ist meine Deadline, bis zu der ich das Buch gelesen haben möchte/ muss. Da ich ungefähr 5 Bücher im Monat lese, schaffe ich es locker, diesen Zeitraum einzuhalten und dadurch ist der Druck auch deutlich weniger geworden. Ich kann mein aktuelles Buch in Ruhe zuende lesen und eventuell sogar noch ein weiteres Buch zuerst lesen. Alles ganz entspannt. Und, so muss es auch sein. Würden Rezensionsexemplare anfangen, mich total unter Druck zu setzen, dann würde ich auch gar keine mehr annehmen.
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

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    1. Huhu Yvonne,

      ja, ich habe das auch immer so gemacht, dass ich mir in meinen Google Calender eine "Deadline" nach vier Wochen gesetzt habe, aber ich glaube, mein Problem war einfach, dass ich mich irgendwie verpflichtet gefühlt habe, ein Buch, das mir so nett angeboten wurde, auch anzunehmen... Ich kann schlecht nein sagen.

      LG,
      Mikka

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  13. Huhu Mikka,

    ich kann dich gut verstehen, da ich inzwischen sehr, sehr viele ungelesene Rezi Exemplare habe, und ich habe da auch ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, dass ich sie nicht eher gelesen habe, aber ich plage mich staendig mit Leseflauten herum...Ich werde aber diese nicht missen wollen, ich bin eine arme Studentin, die echt sparen muss wo es nur geht, weswegen mir Leseexemplare echt eine willkommene Sache sind, aber ich kann deine Sicht der Dinge sehr gut verstehen, da es mir nicht unaehnlich geht.


    Liebe Gruesse vom Litnetzwerk,

    Rachel

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    Antworten
    1. Huhu Rachel,

      ich benutze inzwischen sehr gerne die Bibliothek und die Onleihe und ich habe ein Skoobe-Abo! :-) Das ist besser für den Geldbeutel, aber ich habe nicht so den Druck wie bei Leseexemplaren.

      LG,
      Mikka

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  14. Interessante Einstellung, die du da hast. Den Druck kenne ich - allerdings finde ich ihn weniger belastend. Aber ich halte es auch so, dass ich mal etwas länger brauche oder mal Bücher bespreche, die nicht aktuell sind. Schlussendlich bin ich froh, wenn Verlage mir etwas zusenden - als Studentin bin ich sonst nämlich sehr schnell pleite ;-) Außerdem ist es ja ein Geben und Nehmen - ich gebe meine Rezension, meine Arbeitszeit und erhalte dafür das Rezensionsexemplar. Die Kunst ist dann halt, nur noch das anzufragen, was man auch wirklich lesen möchte, und sich nicht verpflichtet zu fühlen, nur weil "alle" gerade ein Buch besprechen, dies auch zu tun (den Fehler hab ich anfangs oft gemacht).
    Aber ich finde deine Entscheidung nachvollziehbar und respektiere das! Außerdem finde ich es WIRKLICH erfrischend mal nicht zu lesen "wenn ich Rezensionsexemplare annehme, dann würde das ja meine Meinung beeinflussen" - diese Ansicht ist ermüdend und zumindest in meinem Fall absolut falsch. Deswegen: Schön, dass du eine für dich gute Entscheidung getroffen hast mit einer neuen Begründung als dem, was Buchblogger schon in gefühlt 300 Beiträgen diskutiert haben ;-)
    Liebe Grüße
    Kerstin

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    Antworten
    1. Huhu Kerstin,

      nö, das Problem, dass ich das Gefühl hatte, es würde meine Meinung beeinflussen, hatte ich eigentlich nie so wirklich! Zwar hatte ich manchmal fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich einem Leseexemplar eine schlechte Bewertung gegeben hatte, aber ich hab es trotzdem getan. ;-)

      LG,
      Mikka

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  15. Hi Mikka,
    du spricht mir aus der Seele. Ähnlich geht es mir auch. Rezensionsexemplare verpflichten einen, etwas über ein Buch zu schreiben. Ich schreibe viel lieber eine Rezension über ein Buch, wenn es mir etwas bedeutet hat, es mir etwas gebracht hat, einen Eindruck hinterlassen hat. Bei den vielen Neuerscheinungen ist der Großteil ein Griff ins Klo. Und darüber möchte ich keinen Blogbeitrag schreiben ;)
    LG,
    Hans

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    1. Huhu Hans,

      ich schreibe zwar Rezensionen über Bücher, die mir nicht gefallen haben, aber ich fühle mich da auch freier, wenn ich nicht im Hinterkopf habe, dass ich es MUSS. Damit ist für mich der Druck raus.

      LG,
      Mikka

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  16. Hallo, Mikka

    Ich kann dich da sehr gut verstehen und deine Entscheidung nachvollziehen. Anfangs habe ich mich als Bloggerin auch sehr oft auf Leseexemplare beworben und dabei wirklich kreuz und quer auf alles mögliche. Das habe ich aber relativ schnell aufgegeben und habe mich nur noch auf Bücher beworben, bei denen ich die Frage, ob ich es mir auch selber kaufen würde klar mit "Ja" beantworten konnte. Allerdings hatte ich dann leider auch trotzdem teilweise Bücher, die mir beim Lesen doch nicht so gut gefielen, aber auch jede Menge kleine Schätze von Selfpublishern. Trotzdem bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich ein Buch, wenn es mir nicht gefällt auch abbrechen möchte und mich nicht dazu "gezwungen" fühlen es irgendwie doch durchzuziehen. Daher nehme ich nur noch sehr, sehr selten Rezi-Exemplare an und dann auch wohl überlegt.

    GLG, Steffi

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    Antworten
    1. Huhu Steffi,

      ich habe auch überlegt, nur einzuschränken, aber ich bin ganz glücklich mit meiner Entscheidung, gar keine Rezi-Exemplare mehr anzunehmen, ich fühle mich seitdem viel entspannter! :-)

      LG,
      Mikka

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  17. Hallo Mikka,

    finde deine Entscheidung absolut nachvollziehbar. Bei mir ist es so, dass ich im Februar spontan einen Buchblog gestartet habe, weil ich das Buch, dass ich gelesen habe, so toll fand. Als mir dann die ersten Rezi-Exemplare angeboten wurden, war ich total baff! Im Moment nehm ich sie gerne an, da ich es mag, Bücher "per Zufall" zu entdecken. Gedrängt fühle ich mich da bisher noch nicht. Falls sich da ein Druck aufbauen würde, würde ich auch keine annehmen. Ich blogge gerne, aber es soll ein Hobby sein und bleiben und keine zweite Arbeit, es soll Spaß machen und ich möchte über die Bücher schreiben, die ich gelesen habe, weil ich Bock drauf hatte. Natürlich ist es schön, wenn die Rezi anderen gefällt, das ist ja nur zu menschlich; schlußendlich wollen wir doch alle nur geliebt werden...

    LG
    Daniela
    von buchvogel.blogspot.com

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    Antworten
    1. Huhu Daniela,

      wow, im Februar erst angefangen und schon Angebote! Das ist klasse. :-) Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht, Rezensionsexemplare zu bekommen, aber irgendwann kam der Druck dann einfach, und wie du schon sagst: es soll ja keine zweite Arbeit sein.

      LG,
      Mikka

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Danke für deinen Kommentar! :D