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Sonntag, 5. Juni 2016

"Die Blutschule" von Max Rhode


Meine Wertung 1,5 von 5 Sternen
Titel Die Blutschule
Originaltitel ---
Autor(in) Max Rhode
(Pseudonym von Sebastian Fitzek)
Übersetzer(in) ---
Verlag* Bastei Lübbe
Seitenzahl* 272
Erscheinungsdatum* 8. Oktober 2015
Genre Horror
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches
Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon


"Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ... "
(Klappentext)

Simon, die Hauptfigur des Buches, erzählt die grauenhaften Geschehnisse in Form eines Tagebuches. An einer Stelle denkt er darüber nach, was aus diesem Tagebuch wohl werden wird:

"Vielleicht wird es ja sogar irgendwann veröffentlicht, wenn ich längst tot bin. Dann dienen diese Zeilen womöglich der Unterhaltung irgendwelcher Menschen, die ich nicht kenne und die ich auch nie kennenlernen wollen würde, denn wieso sollte ich mich mit Leuten abgeben, die Zerstreuung in der Lektüre über Tod und Gewalt suchen? Das ist krank."

Und ganz ehrlich? Da kann ich Simon nur zustimmen, denn "Die Blutschule" ist kein Thriller, es ist fast schon "Torture Porn". Wem das kein Begriff ist: übersetzt heißt es "Folter-Porno" und bezeichnet ein Subgenre des Horror, in dem die Handlung meist eher dünn ist, während Folter, Verstümmelung und Erniedrigung im Mittelpunkt stehen.

Ich sage "fast schon", denn ich muss dem Autor zumindest zugute halten, dass die meisten Folterszenen eben nicht detailliert beschrieben werden, sondern "nur" das Ergebnis präsentiert wird. Das machte es für mich aber nur geringfügig besser, denn dafür werden fleißig alle Schocker abgearbeitet, wie zum Beispiel Folter niedlicher Tierbabys oder Gewalt zwischen Vater und Kind.

Und das fand ich noch nicht mal spannend. Anfangs dachte ich noch, "Die Blutschule" könne so etwas werden wie die Horror-Klassiker von Stephen King, aber leider kommt es nicht annähernd an Bücher wie "Friedhof der Kuscheltiere" heran. Es ist in meinen Augen viel platter, denn es verzichtet darauf, vorhandenes Potential auszuschöpfen. Interessante Themen werden nur am Rande angekratzt, und das Buch bietet absolut nichts Neues - die Handlung spult sich vorhersehbar ab, ohne originelle Ideen oder unerwartete Wendungen.

Die Charaktere lernt man kaum kennen, denn der Vater entwickelt sich schon am Anfang zum abgrundtief bösen Monster, die Mutter spielt nur eine kleine, nebensächliche Rolle, und Simon und Mark werden dermaßen vom blanken Terror beherrscht, dass man nur wenig Gefühl dafür gewinnt, was für Menschen die beiden sind, wenn sie gerade nicht in einer Extremsituation sind.

Der Schreibstil war für mich noch das Beste an diesem Buch, denn der ist durchaus kompetent, konnte das Ganze für mich aber auch nicht mehr retten.
"Die Blutschule" ist für mich kein Thriller, sondern viel zu bemüht schockierender Horror. Es gibt keinen Fall zu lösen, keinen wirklichen Spannungsbogen, keinen psychologischen Tiefgang, sondern nur sinnlose Gewalt - und das zum Teil gegen Kinder und Tiere.

Der einzige Grund, warum ich "Die Blutschule" überhaupt gelesen habe, ist die Tatsache, dass "Max Rhode" zum einen ein Pseudonym von Sebastian Fitzek ist, und zum anderen eine Figur in dessem Buch "Das Joshua-Profil". Ich finde die Idee immer noch klasse, einer literarischen Figur mehr Glaubwürdigkeit zu geben, indem man diese Figur selber ein Buch schreiben lässt - aber leider wird das hier meines Erachtens verschenkt.
Cover 4 Sterne
Originalität 1 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 1 Sterne
Charaktere 2 Sterne
Schreibstil 3,5 Sterne

Kommentare :

  1. Hallo!

    Das klingt ja nicht wirklich sonderlich aufregend, sondern einfach nur nach einer Ansammlung kranker und grausamer Taten ... kannte ich bisher noch nicht, aber dann weiß ich schon mal, von welchem Buch ich die Finger lassen sollte. Meins ist das nicht nämlich auch nicht X_X

    LG,
    Kira

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    1. Huhu Kira,

      ja, meins war es auch absolut nicht... Das geht mir mit Filmen genauso, meine beste Freundin ist ein großer Fan der "Saw"-Filme, und die sind mir auch einfach viiiiiel zu brutal.

      LG,
      Mikka

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  2. Hallo Mikka,

    ich kann all deine Einwände sehr gut nachvollziehen, trotzdem hat es mir wiederum sehr gut gefallen. Stimmt, der Anfang der Geschichte ging etwas in Richtung Stephen King und genau damit hatte mich der Autor. Ich habe mir aber von Vornherein keinen "Fitzek" erwartet.

    Findest du wirklich es ist torture porn? So schlimm habe ich es gar nicht empfunden, aber gerade bei solchen Themen sind die individuellen Grenzen sehr unterschiedlich.

    Jedenfalls finde ich es total spannend, dass wir trotz eines relativ ähnlichen Lesegeschmacks sehr unterschiedlich bewertet habe. Genial! :-D

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole,

      ich hatte eigentlich auch keinen typischen Fitzek erwartet, sondern wirklich eher was in Richtung King.

      Was mich gestört hat, ist nicht mal so sehr, wie die Gewaltszenen beschrieben werden, sondern dass es in meinen Augen davon abgesehen einfach sehr wenig Handlung geht. Die Persönlichkeit des Vaters wird um 180° umgekehrt, dann kommt die "Schule" auf der Insel - niedliches Kätzchen, unschuldiges Mädchen, Mutter - , und das war es dann ja eigentlich schon. Das Ende fand ich dann sehr stereotyp für ein Horrorbuch. Bei King hätte man meines Erachtens mehr darüber erfahren, wie dieser Fluch (oder was immer es auch ist) entstanden ist, hier... ist es halt einfach so, Punkt. :-(

      Aber ich habe schon gesehen, dass viele das Buch sogar sehr gut fanden! :-) Wie du schon sagtest, bei Büchern wie diesem kommt es sehr stark auf den eigenen Geschmack und die eigenen Grenzen an.

      Meine beste Freundin steht total auf die "Saw"-Filme und findet, sie haben eine spannende, intelligente Handlung - und für mich sind sie überhaupt gar nix.

      LG,
      Mikka

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  3. Hallo Mikka,
    eigentlich bin ich ja ein ausgesprochener Sebastian Fitzen Fan, aber mit diesem Fitzek kann ich einfach nicht warm werden.
    "Die Blutschule" war mir irgendwie auch etwas zu viel den Guten. Genau wie du in deiner Rezension geschrieben hast, geht man zwar nicht ins Detail, das ändert für mich aber nichts an der Grausamkeit in diesem Buch. Irgendwie nichts für mich. Auf den nächsten "echten" Fitzek freue ich mich allerdings schon.

    Viele liebe Grüße,
    Rena

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    1. Huhu Rena,

      ja, sollte "Max Rhode" noch ein Buch schreiben, werde ich mir das wohl sparen - jetzt lese ich erstmal "Das Joshua-Profil".

      LG,
      Mikka

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    2. Ich denke daran wirst du wieder mehr Freude haben, bin gespannt was du später sagst.

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Danke für deinen Kommentar! :D