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Samstag, 18. April 2015

"Saviour" (Niemandsland #3) von Nadine D'Arachart & Sarah Wedler



Meine Wertung 5 von 5 Sternen
Titel Saviour (Niemandsland #3)
Autor Nadine D'Arachart & Sarah Wedler
Verlag Carlsen im.press
Seitenzahl 450
Erscheinungsdatum 2. Oktober 2014
Genre Dystopie / Jugendbuch

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei


"Jolettes Tage als Watcher sind ein für alle Mal vorbei. Ihr Chip wurde entfernt und sie ist wieder zum Menschen geworden – genauso wie Cy, die Liebe ihres Lebens. Endlich sind sie an ihrem Ziel angekommen und wirklich frei, auch wenn es sich merkwürdig anfühlt, plötzlich von so vielen Gefühlen überschwemmt und beeinflusst zu werden. 

Ihr Glück währt jedoch nur so lange, bis sie merken, dass Patience im Strudel der vorangegangenen Ereignisse einen weiteren Chip eingepflanzt bekommen hat, der ihre Heilerkräfte direkt auf die neu entstehende Armee ihres Widersachers Darian Leigh überträgt. Und damit geht die letzte Schlacht ums Niemandsland ins große Finale…"
(Klappentext)


Hach ja... Schon wieder geht eine Trilogie, die mir ans Herz gewachsen ist, zu Ende, und so habe ich die letzte Seite mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Was kann ich zum dritten Band noch schreiben, was ich nicht schon in meinen Kritiken zu den ersten beiden Bänden geschrieben hätte, außer: "Lest diese Bücher, es lohnt sich"?

Die Geschichte lässt sich auch in diesem Band in keine Schublade quetschen, denn die Autorinnen bedienen sich wieder an Elementen verschiedenster Genres, und das in meinen Augen sehr gekonnt und einfallsreich.

Allgegenwärtig ist die bedrückende Atmosphäre einer futuristischen Dystopie, in der die Menschen nahezu unsterblich sind - wenn sie es sich denn leisten können. Klarer denn je wird im Finale der Trilogie, wie korrupt und unmenschlich die Gesellschaft im London der Zukunft geworden ist, und im Zentrum dieser pervertierten Macht steht Darian Jared Leigh. Skrupellos treibt er sein Programm der "Säuberung" voran, das mich mehr als einmal an den Holocaust erinnert hat...

Aber oft liest sich das Buch auch wie eine Liebesgeschichte, ein Drama, ein Fantasyroman - und das gefällt mir sehr gut, denn so wird es nie langweilig!

Die Dinge spitzen sich schnell zu, laufen in rasantem Tempo auf das fulminante Finale zu, und die Autorinnen beweisen, dass sie absolut gnadenlos sind. Sie ersparen dem Leser und ihren Figuren nichts; man sollte sich niemals zu sicher sein, dass ein geliebter Charakter nicht sterben oder schreckliche Dinge erleben kann. (Ich glaube, meine Fingernägel sind jetzt jeweils etwa einen Zentimeter kürzer...)

Die Charaktere sind und bleiben zwiespältig - da ist eigentlich keiner dabei, wo ich sagen könnte: er oder sie ist hundertprozentig gut oder böse. Aber genau das mochte ich an ihnen, und ich konnte eigentlich bei jedem Handeln und Motivation zumindest nachvollziehen.

Cy und Jo haben sich früher genauso von DJL blenden lassen wie die Industriellen, aber sie wurden ja auch einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen.

Lynn hat als Cupid grausame Taten an unschuldigen Kindern verübt, aber sie wurde von unerträglichen Schmerzen und übermächtigen Instinkten zu diesen Taten getrieben.

Skinner hat mehr als einmal bewiesen, dass er bereit ist, für sein Ziel gnadenlos Opfer zu bringen, aber er hat ein hartes Leben hinter sich, in dem er nirgendwo richtig dazugehörte und um alles kämpfen musste.

Aber egal, wer sie früher einmal waren, in diesem Band sind sie an einem Punkt angekommen, wo sie alle einem gemeinsamen, gutem Ziel entgegen streben. Und ich werde sie alle vermissen...

Natürlich spielen die Gefühle zwischen Cy und Jo wieder eine Rolle, und auch Lynns verzweifelter, obsessiver Liebe zu Slade, dem grausamen Anführer der Cupids, wird viel Raum gegeben. Aber am meisten hat mich die Beziehung zwischen Jo und Skinner berührt, die sich genauso wenig mit einem praktischen Etikett versehen lässt wie das ganze Buch. Liebe, Freundschaft? Wie Skinner mehr als einmal sagt: die Dinge haben nur die Bedeutung, die man ihnen gibt.

Wer aber die Befürchtung hat, hier eine typische Dreiecksbeziehung vorgesetzt zu bekommen, wie sie im Moment in der Literatur für junge Leser so populär sind, kann beruhigt ausatmen: ich werde noch nicht verraten, was genau passiert, aber es erschien mir alles stimmig, glaubhaft und genau richtig so. Und nein, es gibt kein endloses Zaudern und Hadern zwischen zwei Männern.

Der Schreibstil hat mich wieder sehr angesprochen. Ich finde es erstaunlich, wie gut diese beiden Autorinnen zusammenarbeiten! Da passt alles nahtlos zusammen, es liest sich flüssig, spannend, unterhaltsam und vor allem unglaublich atmosphärisch.


In meinen Augen ist "Saviour" der würdige Abschluss einer originellen, spannenden und auch emotional packenden Trilogie. Die besten Bücher sind die, die man mit einem Lächeln zur Seite legt, während man gleichzeitig ein Tränchen verdrückt, weil man sich von den Charakteren verabschieden muss... Und ich werde Jo, Cy, Patience, Lynn und vor allem Skinner vermissen!

Cover 5 Sterne
Originalität 5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 5 Sterne
Charaktere 5 Sterne
Schreibstil 4,5 Sterne
Romantik 4,5 Sterne

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