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Donnerstag, 29. Januar 2015

"Böses mit Bösem vergelten" von Patrizia Prudenzi



Meine Wertung 3,5 von 5 Sternen
Titel  Böses mit Bösem vergelten
Autor  Patrizia Sabrina Prudenzi
Verlag  BoD
Seitenzahl  300
Erscheinungsdatum  12. Januar 2015
Genre  Thriller

Das Buch auf der Seite der Autorin
Das Buch bei


Verzeihen oder vergelten? Manchmal hat man keine Wahl, wenn die Vergangenheit zu schrecklich ist... Habe ich wirklich alle umgebracht? Ich weiß es nicht. Warum kann ich mich nicht erinnern? 

Die junge Julia Walz gerät in Schwierigkeiten. Sie wird verdächtigt, eine Reihe von brutalen Morden begangen zu haben. Ihr größtes Problem: Sie weiß es nicht, da sie aufgrund eines Traumas an Erinnerungsstörungen leidet. Der Einzige, der ihr glaubt, ist Inspector David Nyomda. Er kommt dem Geheimnis von Julias Familie auf die Spur und bringt sich selbst in Gefahr, um Julia zu helfen. Wird Julia je erfahren, ob sie eine brutale Serienmörderin ist?
(Klappentext)



Die Geschichte wird uns aus Sicht von Julia erzählt. Julia ist eine junge Frau, die sich selber nicht vertraut, weil ihr Gedächtnis riesige Lücken aufweist. Hat sie schreckliche Dinge vergessen, die ihr angetan wurden - oder hat sie schreckliche Dinge vergessen, die sie anderen angetan hat? Hat sie ihre Eltern umgebracht, als sie noch ein kleines Mädchen war, oder ist sie damals dem wahren Mörder gerade so entkommen? Eigentlich glaubt sie trotz ihrer Gedächtnislücken daran, dass sie unschuldig ist, aber sicher kann sie sich nicht sein...

Tatsache ist, dass in Julias Umfeld immer wieder grausame Morde geschehen, und Tatsache ist, dass ihre Tante alles daran setzt, Julia entmündigen zu lassen. Weil sie weiß, dass Julia schuldig ist? Oder weil sie ihre eigene finstere Agenda verfolgt?

Obwohl Julia für mich das ganze Buch hindurch ein lebendes, atmendes Rätsel blieb, war sie mir doch (meist) sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert und mitgelitten. Auch David Nyomda, der junge Inspektor, der in ihrem Fall ermittelt und als einziger an ihre Unschuld glaubt, hat mir gut gefallen.

Schnell wird dem Leser klar, dass Nyomda nicht mehr unparteiisch ist, weil er sich in Julia verliebt hat, und diese Liebesgeschichte hat mich erstaunlicherweise wirklich angesprochen, obwohl oder gerade weil sie ethisch eine heikle Sache ist... Darf ein Inspektor das, sich in eine Frau verlieben, die möglicherweise ein sadistisches, mordendes Monster ist?

Die Liebesgeschichte drängt sich meines Erachtens nach selten in den Mittelpunkt; die Geschichte konzentriert sich trotz allem auf die Frage, ob Julia schuldig ist, und auf die Suche nach dem Mörder, und das fand ich auch gut so. Außerdem muss man sich auch bei der Liebesgeschichte fragen, was man als Leser eigentlich glauben darf...

Der Rest der Charaktere, von Julias ermordeten Eltern bis hin zu ihrer machthungrigen Tante, ist schwer zu durchschauen, und man kann nie wirklich sicher sein, dass sich nicht noch menschliche Abgründe hinter der gutbürgerlichen Fassade auftun. Denn Abgründe gibt es hier einige, die an Grausamkeit und Perversion kaum zu überbieten sind!

Ich möchte noch nicht zu viel über die Geschichte verraten, denn auch der Leser bleibt bis zum großen Finale im Unklaren, was Wahrheit ist und was Trug, und das trägt viel zur Spannung bei. Als ich erstmal richtig im Fluss drin war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, und das Ende hat mich dann wirklich überrascht! Die Geschichte stellte sich als viel komplexer und verwinkelter heraus, als ich erst vermutet hatte, und dadurch auch als viel origineller.

Der Schreibstil gefiel mir eigentlich gut, und er liest sich auch unterhaltsam und flüssig - nur krankt das Buch leider trotz Lektorat doch noch an einigen Rechtschreibfehlern, fehlenden Wörtern und offensichtlichen Tippfehlern wie "Hautverdächtigte" statt "Hauptverdächtige", oder "behandelter" statt "behandelnder" Arzt.  Menschen werden "zu tote" vergewaltigt, oder jemand macht der Polizei etwas "weiß" statt "weis"...

"Wieso hatte er es sich erst jetzt daran?"

Es gibt auch immer mal wieder Wortwiederholungen und seltsame Formulierungen, so wird z.B. Speichel des öfteren als "Mundwasser" bezeichnet, oder jemand "spitzt die Augen".

Auch inhaltlich gibt es in den letzten Kapiteln meines Erachtens ein paar kleinere Ungereimtheiten, so dass das Ende mich nicht so vollständig überzeugen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch fand ich das Buch im Großen und Ganzen unterhaltsam und spannend.


Ein komplexer, abgründiger Thriller rund um eine junge Fran, die selber nicht weiß, ob sie eine brutale Mörderin ist oder nicht. Ich war schnell in der Geschichte drin und konnte das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen! Einzig die Rechtschreibfehler und die kleineren Ungereimtheiten haben mich ein wenig gestört, aber ansonsten hat mir das Buch gut gefallen.

Cover 3 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil  3,5 Sterne
Rechtschreibung & Co. 2 Sterne
Romantik 3,5 Sterne

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