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Mittwoch, 22. Oktober 2014

"Eisblaue Augen" von Sandra Bäumler

Meine Wertung 2,5 von 5 Sternen
Titel Eisblaue Augen
Originaltitel ---
Autor(in) Sandra Bäumler
Übersetzer(in) ---
Verlag* Carlsen im.press
Seitenzahl* 280
Erscheinungsdatum* 4. September 2014
Genre Fantasy
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches
Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon

"Als die achtzehnjährige Alex in einer originalen »Jane Eyre«-Ausgabe ihrer Großmutter eine Handvoll geheimnisvoller Tagebuchblätter findet, ahnt sie noch nicht, wie sehr diese ihr weiteres Leben bestimmen werden. Sie erzählen von der jungen Kate, die im 19. Jahrhundert ihre Arbeit als Gouvernante in einem englischen Landhaus am Meer aufnimmt, wo sie sich unsterblich in den undurchsichtigen Hausherrn Valen Morrisey verliebt. Alex' Neugier ist geweckt, als sie herausfindet, dass es dieses Haus noch immer gibt. Sie macht sich auf den Weg nach Cornwall und lernt dort den überaus gutaussehenden Jay mit den eisblauen Augen kennen, der ihr nicht nur bei ihren Nachforschungen hilft, sondern auch selbst nicht ganz das ist, was er vorzugeben scheint…"
(Klappentext)
Ein junges Mädchen findet, versteckt in einem antiken Buch, Seiten eines Tagebuchs, die Unglaubliches berichten. Spontan begibt sie sich auf eine Reise nach Cornwall, um dem nachzuspüren, und entdeckt, dass es Wesen gibt, die sie nie für möglich gehalten hätte... Und das ist erst der Anfang! Die Geschichte hat viele tolle, originelle Ansätze, deren Potential aber meiner Meinung nach leider nicht vollends ausgeschöpft wird.

Ein Teil der Geschichte spielt in der Gegenwart und wird von der jungen Alex erzählt, die um ihre Großmutter trauert und kurz davor steht, eine Ausbildung anzufangen, die sie eigentlich nicht interessiert - vielleicht ist sie deshalb so schnell bereit, Hals über Kopf dem Geheimnis der Tagebuchseiten hinterherzureisen, auf der Suche nach ein wenig Abenteuer? 

Den anderen Teil, der in der Vergangenheit spielt, erfahren wir durch das Tagebuch von Kate, einer jungen Gouvernante, die sich unsterblich in ihren geheimnisvollen, gefährlich-düsteren Arbeitgeber verliebt und ungewollt die Geheimnisse ihrer beiden Schützlinge aufdeckt.

Am Anfang empfand ich die "Stimmen" von Alex und Kate als zu ähnlich, und es fiel mir schwer, ein Gefühl für ihre individuellen Persönlichkeiten zu gewinnen. Erst so nach und nach lockert sich im Laufe des Buches Alex' Sprache, wird jugendlich-moderner und verrät mehr über ihr Wesen. So richtig warm wurde ich mit ihr aber trotzdem nicht. Auch mit Jay, dem gutaussehenden, übernatürlichen "Bad Boy", in den sich Alex verliebt, konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Beide blieben für mich seltsam blass, und dementsprechend hat mich auch die Liebesgeschichte kaum berührt. Sehr schade, denn die Grundlagen für eine wunderbare Geschichte sind vorhanden, und auch die Charaktere sind prinzipiell vielversprechend!

Der Anfang des Buches verspricht Fantasy mit einer guten Portion Grusel und Spannung, und würde es tatsächlich bis zum Ende so weitergehen, hätte ich es bestimmt sehr gerne gelesen. Vor allem, da es so viele interessante Ansätze bietet, die man nicht schon in jedem zweiten Fantasybuch gelesen hat! Aber ab dem Zeitpunkt, an dem Alex und Jay aufeinandertreffen, geriet jegliche Spannung für mich komplett in den Hintergrund, und Gefahr und Geheimnisse verblassten hinter der Liebesgeschichte. 

Danach empfand ich den Handlungsverlauf als relativ vorhersehbar. Mich beschlich das Gefühl, dass Konflikt- und Spannungspotential nicht voll entfaltet wurden! Am Ende löst sich vieles für meinen Geschmack zu schnell und zu glatt auf, und anderes wird einfach offengelassen... Wahrscheinlich sollen diese Dinge im nächsten Band geklärt werden, aber ich bin mir noch unschlüssig, ob mich der erste Band genug gefesselt hat, um auch den zweiten lesen zu wollen. 

Den Schreibstil habe ich als recht sprunghaft empfunden. Mal fand ich verwendete Metaphern und Bilder einfach wunderbar gelungen, dann wieder völlig übertrieben. Vieles wiederholt sich auch mehrfach: so ist zum Beispiel unzählige Male von Jays Mochusduft die Rede, und Herzen stolpern, rennen, pochen, hämmern, malträtieren den Brustkorb, flattern, trommeln, rasen, springen, rotieren (?), poltern, hüpfen, brennen, schlagen Saltos, toben... Sie werden gewürgt wie von einer Boa (3x) oder einer Python (2x). Manchmal wäre für mich weniger mehr gewesen. 

Ich hatte den Eindruck, dass hier auf jeden Fall eine Autorin mit viel Talent am Werke ist, dass aber vielleicht noch der Feinschliff fehlt, der sicher mit mehr Übung kommen wird - schließlich ist "Eisblaue Augen" ein Debütroman, und dafür sicher trotz leichter Schwächen eine beachtliche Leistung. 
Ein Debütroman mit vielversprechenden Charakteren und tollen Ideen - leider hat mich die Umsetzung nicht vollends überzeugen können. Ich konnte mit den Protagonisten letztendlich nicht wirklich warm werden, die Handlung verschwindet für meinen Geschmack zu sehr hinter der Liebesgeschichte, und der Schreibstil war manchmal wunderbar und manchmal für meinen Geschmack zu blumig und zu sehr voller Wiederholungen. Dennoch ist Sandra Bäumler meines Erachtens eine Autorin, die man im Auge behalten sollte! 

Cover 4 Sterne
Originalität 3,5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 2,5 Sterne
Charaktere 2,5 Sterne
Schreibstil 2,5 Sterne
Romantik 2,5 Sterne

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