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Samstag, 27. September 2014

"Was sich liebt, das rächt sich nicht" von Rose Snow


Meine Wertung 2,5 von 5 Sternen
Titel Was sich liebt, das rächt sich nicht
Originaltitel ---
Autor(in) Rose Snow
Übersetzer(in) ---
Verlag* BookRix
Seitenzahl* 350
Erscheinungsdatum* 26. Juli 2014
Genre ChickLit / Humor
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches
Das Buch bei Amazon

"Maya ist wieder Single – und dabei kann es auch gerne bleiben. Denn die chaotische Maya stolpert beinahe prinzipiell von einer Katastrophe in die nächste. Gerade erst hat sich der Ex als Betrüger entpuppt, nun stellt sich heraus, dass die neue Wohnung auch nicht viel besser ist: Umgeben von neurotischen Nachbarn und der verrücktesten Hausordnung der Welt wird die Probezeit zum gelebten Horror. Einziger Lichtblick ist der gutaussehende Nachbar Holger, in den sich Maya auch prompt verliebt. Leider wird aus Wolke sieben ganz schnell Hölle acht – denn Holger hat nicht nur ein Geheimnis, er betrügt Maya auch noch. Grund genug, es ihm so richtig heimzuzahlen. Wie gut, dass Mayas durchgeknallte Freundin eine Racheagentur leitet. Ohne Mayas Zutun entspinnt sich ein verhängnisvoller Plan, der plötzlich verdammt schiefläuft …"
(Klappentext)
Das Buch beginnt damit, dass Maya voll freudigem Optimismus vor dem Haus steht, in dem sich ihre wunderschöne neue Wohnung befinden soll. Doch kaum schickt sie sich an, eine Kiste mit ihren Habseligkeiten hineinzutragen, da geht es auch schon los: mit der ersten von unzähligen Pleiten, Pech und Pannen. Denn egal, was Maya anpackt, es geht schief - und das gründlich! Sie ist umgeben von schrulligen Charakteren, die ihr das Leben (bewusst oder unbewusst) zur Hölle machen, und innerhalb kürzester Zeit findet sie sich wieder in einem abgedrehten Kleinkrieg, den sie scheinbar nicht gewinnen kann... Bis sie schließlich zu verzweifelten Maßnahmen greift, was wiederum total aus dem Ruder läuft. 

Der Humor ist rasant und schräg und macht auch vor gnadenlosem Fremdschämen nicht halt - und ich konnte mich leider gar nicht damit anfreunden. 

Man bekommt als Leser für meinen Geschmack zu wenige Verschnaufpausen, in denen der hyperaktive Klamauk mal einen Gang runterschaltet. Es fällt mir einfach schwer, ein ganzes Buch zu lesen, in dem nur wenige andere Nuancen wirklich zur Geltung kommen. Das ist für mich ein bisschen wie beim Kochen: Salz ist prima, Salz braucht man für ein leckeres Gericht - aber bitte nicht zu viel, sonst gehen die Feinheiten verloren und die anderen Gewürze schmeckt man kaum noch heraus. 

Dann hatte ich manchmal einfach Probleme mit der Art des Humors. Fremdschämen finde ich nur selten lustig und meist eher unangenehm. Ab und zu gleitet der Humor ab in Gefilde, über die ich dann gar nicht mehr lachen kann - wenn z.B. jemand über Mayas Fahrrad kotzt oder die Toilette genau dann verstopft, wenn es peinlicher nicht sein könnte... 

Ich fand sehr schade, dass der Humor so überhaupt nicht mein Fall war, denn die beiden Autorinnen, die sich das Pseudonym "Rose Snow" teilen, haben definitiv Talent, und das nicht zu knapp. Zum einen haben sie durchaus originelle Einfälle, über Mayas vielfältige Missgeschicke hinaus, und zum anderen können sie auch noch richtig gut schreiben. Der Schreibstil ist 1a, souverän und locker und in meinen Augen geradezu professionell! Rein vom Schreibstil her hätte ich das Buch eigentlich sehr gerne gelesen. 

Zwischendurch gab es auch tatsächlich Passagen, wo mich die Geschichte, Humor hin oder her, richtig gepackt hat. Die Idee mit der Racheagentur fand ich z.B. kostbar, und dadurch ergab sich auf einmal viel mehr Handlungsspielraum. Auch die Spannung zog für mich durch diese witzig-skurille Nebenhandlung deutlich an! Leider ging diese aber in meinen Augen schnell wieder flöten, denn im Grunde weiß man ja, was passieren wird: immer das Schlimmte und Peinlichste. 

Die Charaktere strotzen vor Individualität. Ob das jetzt Maya ist, mit ihren ganzen liebenswerten Marotten, ihren Selbstzweifeln und ihrem verpeilten Dauerpech im Leben, oder die Teenager-Zicke Katja, die ungeahnte Kreativität entwickelt, wenn es darum geht, Maya eins auszuwischen. Schnell ins Herz geschlossen habe ich Holger, der wirklich ein rundum netter, einfühlsamer Mann ohne Machoallüren ist - und der viiiiiel Geduld mit Mayas endlosen Katastrophen mitbringt. Dann gibt es da z.B. noch Gérard, den charmanten Womanzier, oder den schrulligen Nachbar Schönrichtig, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat (dafür aber ein rosa Plüschschwein im Herzen)... Die Charaktere fand ich prinzipiell richtig gut, nur waren sie mir ab und an ein klein wenig zu überzogen. 

Die Liebesgeschichte ist süß und witzig, und ehrlich gesagt hätte ich gern noch mehr darüber gelesen! Leider ging sie für mich auch etwas im endlosen Reigen der Missgeschicke unter. 
"Was sich liebt, das rächt sich nicht" ist der kunterbunte Debütroman zweier talentierter junger Autorinnen. Der Schreibstil hat mich beeindruckt, die Charaktere fand ich liebenswert, hier wurden genug originelle Einfälle eingebracht für zwei Romane... Nur mit dem Humor, der einen Großteil des Buches ausmacht, konnte ich mich leider überhaupt nicht anfreunden. 

Cover 2 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 2 Sterne
Charaktere 3 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Humor 1 Sterne
Romantik 2,5 Sterne

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