Folgt mir auf:
    
     
Thalia buecher.de 
Goodreads Lovelybooks 
Was Liest Du?
 Amazon
WhatchaReadin' 
Büchertreff
Zuletzt besprochene Mal- und Hobbybücher*:
    
Demnächst:
  

Impressum

Datenschutz



#bloggergegenrechts
Für Toleranz und Diversität!
 
Zuletzt besprochene Romane*:  Demnächst:
        
   
  * ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension!

Donnerstag, 7. August 2014

"Verloren in der grünen Hölle" von Ute Jäckle


Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Verloren in der grünen Hölle
Originaltitel ---
Autor(in) Ute Jäckle
Übersetzer(in) ---
Verlag* bookshouse
Seitenzahl* 470
Erscheinungsdatum* 15. Juli 2014
Genre Abenteuer / Liebesgeschichte / Thriller / Drama
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches
Das Buch bei

"Das Leben der siebzehnjährigen Kolumbianerin Elena verläuft glücklich und sorgenfrei. Bis sie eines Tages gemeinsam mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einem Einkaufsbummel entführt und in das Camp einer professionellen Kidnapperbande mitten im Regenwald verschleppt wird. Eine Zeit voller Todesangst und Schrecken bricht für die Mädchen an, denn der cholerische Bandenführer Carlos kennt keine Gnade. Elena will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden, sie rebelliert mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Männer und fordert damit den Zorn von Carlos heraus. In letzter Minute beschützt der attraktive Entführer Rico sie vor dem gefährlichen Anführer und stürzt Elena in einen Gewissenskonflikt. Ehe Elena bewusst wird, auf was sie sich einlässt, zieht es sie in einen reißenden Strudel aus Leidenschaft und tödlicher Gefahr."
(Klappentext)
In einer originellen Mischung verbindet das Buch Abenteuer, Thriller und Liebesgeschichte.

Elena, ein verwöhntes reiches Mädchen, und ihre beiden Freundinnen werden entführt und für längere Zeit in einem Camp im Regenwald gefangengehalten, während die Entführer um das Lösegeld feilschen. Inmitten all des Schreckens und der Gewalt verliebt sich Elena ausgerechnet in Rico, ein Mitglied der Bande, aber auch Rico kann die Mädchen nicht vor Carlos, dem sadistischen Anführer, beschützen... 

Ein romantischer Thriller? Da habe ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass das Buch so schonungslos auf den Alltag im Camp eingeht, aber die Autorin beschönigt nichts: die Geiseln leben in ständiger Angst, sie sind völlig hilflos und jeder Laune ihrer Entführer ausgeliefert. Gewalt, auch sexuelle Gewalt, ist an der Tagesordnung, denn Carlos, dem Anführer, ist ziemlich egal, in welchem Zustand sich die Geiseln befinden - solange sie noch leben und ihm Geld bringen können...

Diese Atmosphäre ständiger Bedrohung, ständiger Todesangst, sorgt dafür, dass das Buch von Anfang bis Ende spannend bleibt. Die Autorin zieht die Daumenschrauben immer weiter an: so wird den Wächtern z.B. der Befehl gegeben, im Fall einer Polizeirazzia alle Geiseln sofort zu erschießen... 

Elena ist ein sympathischer Charakter - mit (verständlichen) Schwächen und Fehlern. Eigentlich ist sie ein ganz normaler Teenager, aber durch ihr behütetes Leben sehr naiv und manchmal auch ein wenig selbstsüchtig. Sie rebelliert entschlossen gegen ihre Entführer, und das überschreitet mehr als einmal die Grenze zwischen Mut und sträflichem Leichtsinn, womit sie auch ihre Freundinnen in große Gefahr bringt! Aber das fand ich nur realistisch, denn wer so aufgewachsen ist wie sie, hat wohl noch nicht viel Erfahrungen damit gemacht, dass das eigene Verhalten ernsthafte Konsequenzen haben kann. 

Ihre Liebe zu Rico konnte ich einerseits verstehen - er ist der einzige ihrer Entführer, dem das Wohlergehen der Geiseln wirklich am Herzen liegt -, andererseits hatte sie manchmal durchaus den Beigeschmack von Stockholm-Syndrom. Elena ist schnell sehr fixiert auf diese Liebe, und besonders gegen Ende des Buches verliert sie jedes Gespür dafür, wie die Beziehung auf andere wirkt. So verteidigt sie Rico zum Beispiel gegenüber jemanden, der durch die Kidnapper einen geliebten Menschen verloren hat, und das auf grausamste Weise... Kein Wunder, dass das für Entsetzen und Wut sorgt! 

Rico ist ein zwiespältiger Charakter. Er ist im Grunde kein schlechter Kerl, aber die Tatsache bleibt, dass er sich jahrelang an diesem Kidnapper-Ring beteiligt und so mit dem Leid anderer Menschen eine große Menge Geld verdient hat. Aber hier gewinnt das Buch einen Aspekt von Sozialkritik, denn Rico (und viele der anderen Entführer) kommen aus bettelarmen Slums und somit Verhältnissen, in denen sie kaum die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt mit legalen Mitteln zu verdienen, während Menschen wie Elenas Eltern ganz in der Nähe der Slums im Luxus leben. In vielen Szenen spürt man: im Grunde ist Rico selber ein Opfer, und zumindest bemüht er sich, die Geiseln im Rahmen seiner Möglichkeiten zu beschützen. 

Schön an der Liebe zwischen Rico und Elena fand ich, dass sich beide dadurch weiterentwickeln. Beide hinterfragen im Stillen, ob sie wirklich so leben müssen oder wollen, wie sie bisher gelebt haben. Und die romantischen Szenen sind rührend und ansprechend geschrieben. 

Der Schreibstil ist eher einfach, aber flüssig, packend und temporeich. Besonders der Dschungel wird detailliert und plastisch beschrieben, so dass man in die beschriebenen Szenen richtig eintauchen kann! 
Verbotene Liebe, Abenteuer, tödliche Gefahr, und eine Dosis Sozialkritik - das Buch bietet spannende Unterhaltung in einer ungewöhnlichen Mischung!
Cover 4 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 5 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil 3 Sterne
Romantik 3,5 Sterne

Kommentare :

  1. Guckst du: :-) Wikipedia: Zunächst wird ein Traum als Wahrtraum bezeichnet, wenn er dem Träumenden etwas über seine konkrete Lebenssituation aussagt. Er zeichnet sich weiterhin durch den Eindruck eines realen Erlebens aus, wie es sonst nur im Wachzustand erfahren wird. Der Träumer betrachtet ein Geschehen, gegebenenfalls auch aus der Perspektive einer anderen Person oder der Vogelperspektive, das in knappen und eindringlichen Bildern ein dringendes Problem oder eine Lösung darstellt. Die eigentliche Bedeutung und insbesondere die Abgrenzung zu „gewöhnlichen“ Träumen mit symbolischen Inhalten kann nur der Betroffene selbst - eventuell mithilfe eines erfahrenen Begleiters - erkennen.

    Vielleicht solltest du deinen Absatz mit dem Traum besser streichen, ich finde, es verrät schon zu viel. Nicht dass es am Ende das Lesevergnügen der Leser trübt. Aber sonst eine sehr schöne Rezi, die Lust auf das Buch macht, nur hätte ich manche Dinge lieber beim Lesen erfahren. :-)
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ok, ich habe die Traum-Passage rausgenommen! Danke für den Hinweis!

      Löschen

Danke für deinen Kommentar! :D