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Donnerstag, 15. Mai 2014

"Gegen die Gezeiten" von Mia Salberg


#anzeige: Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Meine Wertung xxx von 5 Sternen
Titel Gegen die Gezeiten
Originaltitel ---
Autor(in) Mia Salberg
Übersetzer(in) ---
Verlag* Ueberreuter
Seitenzahl* 352
Erscheinungsdatum* 7. April 2014
Genre Jugendbuch / Fantasy
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches


"Ella muss wegen ihres Asthmas eine Zeit auf einer Insel vor der schottischen Küste verbringen. Sie hofft, die Inselbewohner näher kennenzulernen, die eine geheimnisvolle Legende von einem langlebigen magischen Volk umgibt. Doch sie sind Ella gegenüber sehr reserviert und nur der gut aussehende Luke freundet sich mit ihr an. Nach kurzer Zeit kommt Ella jedoch dahinter, dass er sich allen wegen eines Schmuckstücks - ein Geschenk ihrer Mutter - für sie interessiert. Das Kleinod soll ein gestohlenes Artefakt sein, das die Insel und ihre Bewohner beschützt. Hängt von diesem Amulett wirklich das Überleben dieses rätselhaften Volkes ab? Und welche Schuld hat ihre Mutter auf sich geladen? Ella muss tief in der Vergangenheit forschen, um die Zusammenhänge mit ihrem eigenen Leben zu erkennen..."
(Klappentext)
Nach dem Klappentext und dem Titelbild hatte ich schon ziemlich genaue Vorstellungen, worum es in diesem Roman gehen würde, und welche mythologischen Kreaturen dabei möglicherweise eine größere Rolle spielen würden. Ich habe vieles vorausgeahnt - und mit vielem gründlich daneben gelegen, denn die Autorin erzählt eine weitaus komplexere, detailliertere und fantasievollere Geschichte, als ich erwartet hatte! Ja, manches kommt einem aus Märchen und Sagen ein wenig bekannt vor, aber alles wird originell weitergesponnen oder neu interpretiert, so dass für mich keinerlei Langeweile aufkam.

Im ersten Drittel des Buches ist der Roman für mich vor Allem ein klassisches Jugendbuch: ein junges Mädchen kehrt in den Heimatort ihrer verstorbenen Mutter zurück und fühlt sich dort fremd, missverstanden und keineswegs willkommen. Die eigene Tante und der eigene Onkel scheinen ihr wenig mehr als Pflichtbewusstsein entgegen zu bringen, und zu allem Überfluss gibt es noch nicht einmal Internet- oder Handyempfang, so dass sie auch von ihrern Freunden daheim völllig abgeschnitten ist. Da konnte ich richtig gut verstehen, dass Ella manchmal patzig, mürrisch und bockig reagiert - sie ist mit der Situation einfach überfordert und versteht nicht, in was sie da hineingeraten ist. Eigentlich hat sie ein gutes Herz, und eigentlich ist sie auch sympathisch, nur geht das manchmal (verzeichlicherweise) ein wenig in der Frustration unter. Aber das macht sie in meinen Augen nur echt und realistisch.

So nach und nach webt sich dann aber das Übernatürlich in die Geschichte hinein: Märchen, die Ella liest und die ihr erzählt werden. Detaillierte Träume, die unglaublich real zu sein scheinen und manchmal sogar Vorahnungen zu enthalten scheinen. Und immer wieder Andeutungen, dass ihre Mutter eine Verräterin war, eine Diebin, Schuld an... ja, Schuld an was? So genau weiß Ella das nicht, und eigentlich will sie das alles nur für Unsinn halten, und dennoch die Wahrheit über ihre Mutter erfahren.

Dann gibt es da natürlich noch Luke, der sie anzieht - und der sie mal freundlich behandelt und dann wieder barsch vor den Kopf stößt. Was soll Ella nur davon halten? Mir gefiel gut, dass sich da nicht einfach nur eine durchschnittliche Liebesgeschichte entfaltet, sondern dass auch da die Geschichte der Insel wieder eine größere Rolle spielt.

Ganz zu schweigen von all den anderen Dorfbewohnern, die sie stets misstrauisch mustern: der geheimnisvolle Dorfkünstler, der barsche Museumswächter, die jugen Leute, die unter fremdartigen Namen der Insel huldigen... Ella weiß nicht mehr, ob es sie unter Verrückte verschlagen hat, oder ob es eben doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sie für möglich gehalten hätte.

Das ist alles sehr detailliert und interessant beschrieben, und überhaupt gefiel mir der Schreibstil sehr gut. Die Autorin webt mit ihren Worten eine magische, dichte Atmosphäre, und verbindet dabei ganz souverän verschiedene Genres: Jugendbuch, Liebesgeschichte, Urban Fantasy, Märchen, Abenteuer...

Manchmal, aber wirklich nur manchmal, erschien mir Ella ein klein wenig naiv, und sie stand gelegentlich ein bisschen auf dem Schlauch. Andererseits: wir haben so ein gefestigtes Bild im Kopf, wie unsere Welt funktioniert und was möglich ist und was nicht, da ist es vielleicht beinahe unmöglich, diese Vorstellung so schnell loszulassen.
Eine Geschichte voller Mythen, Sagen, Fantasie, die dennoch durch ihre moderne Heldin fest in der Gegenwart verankert ist! Mir hat das Buch gut gefallen, aber ich würde es dennoch eher jüngeren (oder jungegebliebenen) LeserInnen empfehlen.
Cover 4 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 4 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil 4,5 Sterne
Romantik 4 Sterne

Kommentare :

  1. Das hört sich interessant an... das kommt gleich mal auf meine Wunschliste! :)
    Liebe Grüße,
    Mella von bloodymellabooks.blogspot.de

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    1. Dann hoffe ich, dass es dir auch so gut gefällt! :-)

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Danke für deinen Kommentar! :D