Folgt mir auf:
    
     
Thalia buecher.de 
Goodreads Lovelybooks 
Was Liest Du?
 Amazon
WhatchaReadin' 
Büchertreff
Zuletzt besprochene Mal- und Hobbybücher*:
   
Demnächst:

Impressum

Datenschutz



#bloggergegenrechts
Für Toleranz und Diversität!
 
Zuletzt besprochene Romane / Sachbücher*:    Demnächst:
       
  
  * ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension!
Seit November 2017 findet ihr meinen Blog auch auf Wordpress.

Dienstag, 14. Januar 2014

"Incarceron" von Catherine Fisher


Meine Wertung 5 von 5 Sternen
Titel Incarceron 
Originaltitel Incarceron
Autor(in) Catherine Fisher
Übersetzer(in) Marianne Schmidt
Verlag* Penhaligon
Seitenzahl* 480
Erscheinungsdatum* 18. März 2013
Genre  Dystopie / Science Fiction
* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches


"Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt ..."
(Klappentext)

Das Cover ist meiner Meinung nach wunderschön gelungen und zeigt den Schlüssel, der später in der Handlung eine große Rolle spielen wird - den Schlüssel zu Incarceron, dem lebendigen Gefängnis, selber. 

Fangen wir mal mit der Frage an, ob das Buch originell ist. Die Antwort ist ein klares, begeistertes Ja. Es ist nicht nur originell, es ist definitiv eine der originellsten - und besten - Dystopien, die ich bisher gelesen habe, und das waren einige. Die Autorin bringt so viele neue Gedanken ein in dieses Buch, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen bin, und besonders die Szenen, die im Inneren von Incarceron spielen, sind ein wahres Feuerwerk unglaublicher Ideen. Dabei hat mich das Buch - in gutem Sinne - an so großartige und unterschiedliche Bücher erinnert wie "Die Unendliche Geschichte" von Michael Ende und "Niemalsland" von Neil Gaiman. 

Was der Klappentext noch nicht verrät: 

Das Buch spielt weit, weit in unserer Zukunft. Da die Menscheit es ein paar Generationen vor der Handlung des Buches geschafft hat, den Karren endlich an die Wand zu fahren (wie genau, bleibt relativ unklar), wurde beschlossen, dass die Menschen zurückkehren müssen zu alten Werten und einer alten Lebensweise ohne Technologie. Pferdekutsche statt Sportwagen, Bücher statt Fernsehen, Waschbrett statt Waschmaschine. Diese Lebensweise wurde dann auch gesetzlich vorgeschrieben. Es wurde jedoch noch ein letztes Mal Technologie im großen Stil eingesetzt: für die Erschaffung eines riesigen Gefängnisses, in das dann alle Unerwünschten eingesperrt wurden, wie z.B. Straftäter und Geisteskranke. Das Gefängnis sollte aber wenigstens so human wie möglich sein, mit reichhaltiger Ernährung, Unterhaltungs- und Bildungsmöglichkeiten... Um das zu erreichen, wurde das Gefängnis mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, damit es stets die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen kann. 

Wann war es in Büchern und Filmen jemals eine gute Idee, einer unbeseelten Sache Intelligenz zu geben? Richtig - niemals... Und auch hier geht die Sache mächtig schief. Aus dem geplanten künstlichen Paradies ist eher eine künstliche Hölle geworden. Da das Gefängnis aber eine in sich geschlossene Welt ist, weiß das außerhalb von Incarceron niemand - außer dem Hüter von Incarceron, und der hat keine Möglichkeit (oder auch nur den Wunsch), es zu ändern. 

Die Szenen, die im Inneren von Incarceron spielen, lesen sich wie eine düstere, gruselige, gewalttätige Dystopie. Die Szenen außerhalbs lesen sich fast schon wie High Fantasy, oder manchmal auch Steampunk. Diesen Kontrast fand ich sehr reizvoll, und er ist meiner Meinung nach ein brillianter Schachzug der Autorin. 

Als Leser wird man direkt mitten in die Geschichte geschmissen, und mich hat die Spannung von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Es gibt viele tempo- und actionreiche Szenen, und da die Handlung nie wirklich vorhersehbar ist (alleine schon dadurch, dass innerhalb Incarcerons so ziemlich alles möglich ist), wollte ich immer nur weiterlesen und weiterlesen, um herauszufinden, wie die Geschichte ausgehen wird. 

Die Charaktere fand ich fantastisch - wunderbar beschrieben, vielschichtig, dreidimensional... Dabei verschwimmt die Grenze zwischen gut und böse oft. Finn hat z.B. in der Vergangenheit Dinge getan, sie definitiv nicht gut waren - aber hatte er eine Wahl, wenn man bedenkt, in was für einer Hölle er lebt? Sein Eidbruder Keiro ist völlig skrupellos - aber er kümmert sich rührend und aufopferungsvoll um Finn. 

Apropros Charaktere: der Klappentext klingt beinahe so, als würde es sich hier um eine Liebesgeschichte handeln, aber das würde ich nicht sagen. Es ist eher so, dass hier der Keim einer Liebesgeschichte gelegt wird, der vielleicht im nächsten Band aufgehen wird. 

Der Schreibstil ist beeindruckend bildgewaltig und entwickelt einen richtigen Sog, der einen in die Geschichte zieht.
"Incarceron" ist eine originelle, bildgewaltige, spannende Dystopie, die sich kein Fan des Genres entgehen lassen sollte!

Cover 5 Sterne
Originalität 5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 5 Sterne
Charaktere 4,5 Sterne
Schreibstil 5 Sterne

Kommentare :

  1. Tolle Rezi :-) Hast mir richtig Lust gemacht auf dieses Buch. Das wandert jetzt direkt auf meine Wunschliste.

    LG Michaela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich! Das Buch ist großartig, ich wundere mich jetzt, dass ich da vorher noch kaum was von gehört hatte, nur bei Büchergewusel auf YouTube, der es auch toll fand.

      Löschen

Danke für deinen Kommentar! :D