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Montag, 13. Januar 2014

"Die Orpheus-Prophezeiung" von Oliver Buslau



Meine Wertung 4 von 4 Sternen
Titel Die Orpheus-Prophezeiung
Autor Oliver Buslau
Verlag Goldmann 
Seitenzahl 574
Erscheinungsdatum 15. November 2013
Genre Thriller

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei


"Als die gefeierte Stargeigerin Mara Thorn mitten im Konzert vom Tod ihres Managers erfährt, gerät ihre Welt ins Wanken. Was wollte ihr John S. Gritti vor seinem Unfall mitteilen? Hat sein Tod etwas mit der geheimnisvollen schwarzen Violine zu tun, die Mara vor Jahren von einem Unbekannten geschenkt bekam? In dem jungen Wiener Antiquar Jakob Lechner glaubt sie einen Verbündeten zu finden. Doch schon bald weiß sie nicht mehr, wer wirklich auf ihrer Seite steht. Mara sieht sich im Fadenkreuz einer mysteriösen „Orphischen Gesellschaft“, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen …"
(Klappentext)


Pro:

Originell ist die Geschichte auf jeden Fall: Prophezeiungen, uralte Sekten, eine fast schon magische Geige... Musik, Mystik, Kirchengeschichte, aber auch durchaus moderne Thematiken und zeitlose Motive wie Habgier und Neid. Eine Mischung, die furchtbar schiefgehen könnte, hier aber wunderbar gelingt! Es fließen sehr viele Ideen und Handlungsstränge in das Buch ein, und dabei bleibt es spannend und man verliert als Leser nicht den Überblick. Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung des Orpheus-Kults als Konkurrenz zum Christentum! Dabei kann man das Buch aber sicher auch lesen, wenn man wenig Interesse an Musik oder Religionsgeschichte hat, denn das Buch ist eben in erster Linie ein Thriller, und so verpackt Oliver Buslau alles packend und mitreißend. 

Mara ist keine strahlende Heldin, sondern eine junge Frau mit Ecken und Kanten. Als Jugendliche ist sie von zuhause abgehauen, weil ihre Pflege-Eltern ihre Liebe zur Musik nicht ernstnahmen. Sie hat eine Zeitlang auf der Straße gelebt, und auch jetzt, wo sie eine weltweit gefeierte Stargeigerin ist, entspricht sie nicht dem Bild, dass man sich von solchen Menschen macht. Sie wird getrieben von der obsessiven Liebe zur Musik, dem Wunsch, mehr über ihre Eltern zu erfahren... Und schon bald von der Gefahr, in der sie schwebt. Mir hat sie sehr gut gefallen, auch wenn ich ihre Motivationen nicht immer 100%ig nachvollziehen konnte. Viele der anderen Charaktere waren schwer einzuschätzen und unmöglich in die Kategorieren "gut" und "böse" einzuordnen - und auch das hat mir gut fallen, denn es machte die Geschichte für mich glaubwürdiger und interessanter. 
Der Schreibstil ist überwiegend sehr gut, nur selten driftet er ein wenig in klischeehafte Bilder ab. Aber das Buch ist durchweg intelligent geschrieben und ich hatte den Eindruck, dass es auch gut und tiefgehend recherchiert ist, wobei der Autor einen nicht mit trockenen Informationen erschlägt, sondern sie natürlich in die Handlung einfließen lässt. 

Kontra:

Die ein oder andere Entwicklung erschien mir nicht ganz logisch. Zum Beispiel wird etwas aus einem Schließfach gestohlen, und der Dieb verstaut es einfach direkt wieder in einem anderen Schließfach nicht weit weg. Später wird gesagt, auf den Überwachungskameras sei der Dieb nicht zu erkennen gewesen - aber hätte darauf nicht zu sehen sein müssen, in welchem Schließfach er das Diebesgut versteckt hat?

Mara überlegt sich, dass sie sich wahrscheinlich kein Konto einrichten lassen kann, weil sie keine Anschrift hat, was ja durchaus Sinn macht - aber als jugendliche Obdachlose hatte sie anscheinend ein Konto. Für Mara werden Flugtickets am Flughafen hinterlegt, und die kann sie abholen, ohne auch nur ihren Ausweis vorzeigen zu müssen. 

Ein Geistlicher kann ohne Probleme eine Wagenladung Dynamit von einer Baustelle stehlen - und er schafft es auch noch, einen Zünder anzubringen, der sich mit dem Handy auslösen lässt. Das stelle ich mir nicht so einfach vor! 

Es sind solche Details, die mich oft ein bisschen aus der Geschichte rausgeworfen haben, weil sie mir einfach nicht wirklich glaubwürdig erschienen. Manche Dinge rund um die schwarze Geige schienen mir auch etwas zu bemüht konstruiert.




Wer Thriller mag und offen ist für mysthische Elemente, sollte diesem vielschichtigen, gut recherchierten Buch eine Chance geben! Man muss kein Musikexperte oder Musikliebhaber sein, aber das macht es natürlich umso spannender. 

Cover 4 Sterne
Originalität 5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 4 Sterne
Charaktere 4 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Logik / Glaubwürdigkeit 2,5 Sterne

Kommentare :

  1. Hi,

    Oliver Buslau kannte ich bisher nur als Herausgeber der Zeitschrift TextArt. Ich wusste zwar, dass er Krimis schreibt, habe aber noch nie einen von ihm gelesen.
    Der Anfang deiner Rezension, mit Kirchengeschichte etc., hat mich doch ein wenig an Dan Brown erinnert. Auch die Protagonistin klingt interessant, ich weiß aber nicht, ob ich über die Logikfehler hinwegsehen könnte. Die klingen doch ziemlich krass und sowas kann mir einfach ein ganzes Buch kaputt machen.
    Aber eine schöne Rezi, auch wenn das Buch mich jetzt nicht vom Hocker haut und sofort in den Buchladen rennen lässt. ;)

    Liebe Grüße
    Alesha

    http://rogue-books.de/diskussion-dicke-buecher/

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    1. Im Großen und Ganzen fand ich es trotz der Mängel auf jeden Fall lesenswert. :-)

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Danke für deinen Kommentar! :D