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Sonntag, 8. September 2013

"Gläsern" von Rona Walter


#anzeige: Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Meine Wertung 2,5 von 5 Sternen
Titel Gläsern
Autor Rona Walter
Verlag Luzifer
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 28. Mai 2013
Genre Fantasy / Märchen



"Während eines langen Winters verschwindet Grafentochter Eirwyn durch den verwilderten Wald. Als daraufhin Graf Hektor vor Gram dem Siechtum verfällt, befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach ihr. So soll der Graf seine Gesundheit zurückerlangen. Außerdem plant die Lady den ewigen Kampf mit ihrer schönen Tochter für immer zu beenden. Mit welchen Mitteln auch immer… 

Der devote Diener Frederick macht sich für sie auf, um die Tochter zurückzubringen. Bevorzugt tot als lebendig. Ihm soll zudem der Kopfgeldjäger und Brautfänger Lord Sandford mit dem nachtblauen Bart zur Seite stehen und die Rabenbotin Jezabel. Die Reise führt sie durch düster-groteske Gefilde, in denen verwunschene Wälder keinesfalls nur bezaubernd sind. Bald treffen sie jedoch auf einen alten Bekannten, den Jäger. Und der ist alles andere als ein simples Märchenklischee…
Bald schon merkt Frederick, dass er nicht jedem bedingungslos trauen kann, dass Freundschaft allein oftmals nicht ausreicht und man lange gehütete Geheimnisse nicht einfach ruhen lassen kann. Und dann fällt auch noch eine sorgfältig zur Schau gestellte Maske…"
(Klappentext)

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu beschreiben. 

Die Autorin bedient sich aus der reichhaltigen Welt der Märchen und Sagen, wobei vieles neu verwoben und in ungewohntem Licht präsentiert wird. Am meisten erinnert die Geschichte jedoch sicher an Schneewittchen: im Zentrum steht die schöne aber bösartige Mutter, die ihrer eigenen Tochter aus Neid auf deren Jugend und Wohlgestalt den Tod wünscht. Im Hintergrund und dennoch allgegenwärtig zieht sie mit eiskalter Berechnung die Fäden. Aber es wird z.B. auch die Legende um den mörderischen Bräutigam Blaubart in die Geschehnisse eingepflochten. 

Originell ist das Ergebnis mit Sicherheit und entfaltet eine langsame, unheilvolle Sogwirkung, einen zunehmenden Abstieg vom Märchenhaften ins Albtraumhafte. Dennoch konnte das Buch mich leider in vielen Passagen nicht fesseln und ich habe mich geradezu durch die Seiten gekämpft... 

Zum größten Teil lag das sicher am Schreibstil: einerseits unverwechselbar und charakteristisch, manchmal sarkastisch und schwarz-humorig, manchmal sogar regelrecht poetisch - aber leider allzu oft auch ausschweifend, umständlich und voller nebensächlicher Details. Ich fand es sehr schwer, mich auf diesen Stil einzulassen, und im Endeffekt ist es mir nicht gelungen, einen wirklichen Zugang dazu zu finden. 

Die Charaktere haben ohne Zweifel Potential, aber ich hatte nur selten das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Einzig für den Erzähler, den ebenso eitlen wie ängstlichen Valet Frederick, habe ich so etwas wie Sympathie entwickelt, konnte aber auch bei ihm nicht immer nachvollziehen, warum er so handelte, wie er es tat. Andere Charaktere haben mich zwischendurch kurzfristig für sich gewonnen, nur um sich dann plötzlich wieder in einer Art und Weise zu verhalten, die mich geradezu abgestoßen hat. 

Auch Spannung wollte sich für mich nicht so recht aufbauen. Vielleicht liegt es daran, dass man vieles aus den verwendeten Märchen wiedererkennt? Besonders gegen Ende des Buches hatte ich statt dessen immer mehr ein deprimierendes Gefühl der Unvermeidlichkeit, und letztendlich hat mich der Roman eher ratlos und niedergeschlagen zurückgelassen als befriedigt.



Wenn ich mir die Kritiken zu diesem Buch so anschaue, ist sonnenklar, dass es vielen Lesern wesentlich besser gefallen hat als mir! Ich möchte auch nicht behaupten, dass "Gläsern" ein schlechtes Buch ist - ich persönlich habe damit nicht viel anfangen können, aber das ist eben auch Geschmacksache. Ich denke, es ist vor Allem der Schreibstil, den man entweder mag oder eben nicht, und so würde ich empfehlen, auf jeden Fall erstmal die Leseprobe zu lesen!

Cover 4 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 2 Sterne
Charaktere 2 Sterne
Schreibstil 2 Sterne
Humor 2 Sterne

Kommentare :

  1. Hallo Mikka :)
    Ich denke, wenn man nur Gutes über ein Buch liest, bzw. hört, geht man mit so hohen Erwartungen an die Sache ran, das man fast nur enttäuscht werden kann. Mir ging es bei "Seelen" z.B. so.
    Nichts desto Trotz hat mich deine Rezi trotzdem neugierig auf "Gläsern" gemacht.

    Übrigens: Ja, kauf dir unbedingt bald ein Buch von Sebastian Fitzek! Du wirst es absolut nicht bereuen! Ich kann dir "Splitter" und "Die Therapie" ans Herz legen, wenngleich ich alle Bücher von ihm echt toll finde. :)
    Hab einen schönen Tag!
    LG
    Kitty

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    Antworten
    1. Ja, vielleicht hatte ich wirklich zu hohe Erwartungen... Aber ich habe mich ehrlich selten so schwer getan, ein Buch fertig zu lesen, wie dieses - obwohl ich, wie gesagt, gar nicht der Überzeugung bin, dass es ein schlechtes Buch ist.

      Schönen Tag dir auch!

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