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Donnerstag, 5. September 2013

"Die Nächte des Wolfs" von Shannon Delaney


Meine Wertung 2 von 5 Sternen
Titel Die Nächte des Wolfs 
Autor Shannon Delaney
Verlag cbt
Seitenzahl 401
Erscheinungsdatum 12. August 2013 
Genre Urban Fantasy / Jugendbuch



Jessica hat ihre Mutter vor einem Jahr bei einem schrecklichen Autounfall verloren und wird seither jede Nacht von furchtbaren Albträumen geplagt. Ihr Vater tut sein Bestes, ist aber oft hilflos und überfordert. Ihre Schwester Annabel Lee ist abweisend und eigenwillig; die Schwestern haben kein inniges Verhältnis. Gott sei Dank hat Jess ihre Freundinnen - wobei wohl nur wenige wirklich verstehen können, warum sie ausgerechnet Sarah zu ihrer besten Freundin erkoren hat, die sie doch eigentlich hassen müsste... Auch ihre rosaroten Gefühle für Derek, den umschwärmten Football-Star der Schule, lenken sie ein wenig von ihrer Trauer ab. 

Seit einer Weile beschäftigt sich Jessica, die für die Schulzeitung schreibt, geradezu bessessen mit einem Massaker, das in einer nahegelegenen Stadt passiert ist - die Medien sprechen von einem Blutbad, wahrscheinlich von tollwütigen Wölfen verübt... 

Eines Tages wird Jessica ein neuer Mitschüler zugeteilt, den sie herumführen und bei seinem Einstieg behilflich sein soll: Pietr Rusakova, der ausgerechnet aus dem Ort kommt, in dem die Morde passiert sind. Pietr, den direkt alle Mädchen anhimmeln. Pietr, den Jessica gar nicht leiden können WILL. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man will...


Pro:

Oha - das ist tatsächlich mal eines der wenigen Bücher, wo ich mir über die Frage: "Was hat mir an dem Buch gefallen?" wirklich den Kopf zerbrechen muss!

Jessica war mir leidlich sympathisch, und ich habe wegen der Trauer um ihre so plötzlich aus dem Leben gerissene Mutter schon mit ihr mitgelitten. Auch Pietr mochte ich (meistens) und wollte gerne mehr über ihn und sein Leben erfahren. Aber ihr merkt wahrscheinlich schon, Begeisterungsstürme haben sie nicht bei mir ausgelöst. Viele der Charaktere, wie Pietrs Familie haben eine Menge Potential, das aber nicht ganz ausgeschöpft wird. 

Am sypathischsten und interessantestens fand ich leider die Charaktere, die nicht so oft vorkamen, wie z.B. die drei "Genies" - hochbegabte Jungs mit coolem Humor aber leider ohne jeden Sinn für angebrachte soziale Interaktion -, oder Pietrs Schwester, die schöne und anscheinend warmherzige Catherine. Vielleicht wird es den nächsten Bänden mehr über sie geben? 

Der Schreibstil ist ziemlich gut; es gab viele Szenen, in denen ich ihn angenehm anschaulich und bildreich fand und er mich leicht in das Geschehen zog. Ich fand ihn nicht überragend, aber gut. 

Kontra:

Ganz am Anfang sieht sich Jessica quasi Auge in Auge mit einem unfassbar riesigen hundeartigen Tier - wonach sie dann einfach beschließt, dass das wohl der Nachbarshund gewesen sein muss. (Der ihr bis zur Brust reicht, mit einer Nase so breit wie ihre Handfläche?) 

Auf Seite 34 stellt sich heraus, dass ein Freund von Jess, Hascal, allergisch auf Hünde und WÖLFE reagiert, und dass ihm die Nase furchtbar läuft, wenn Pietr in der Nähe ist. 

Auf Seite 51 erfahren wir, dass die russische Mafia sich jetzt "Die Werwölfe" nennen.

Auf den Seiten 170ff kann Jessica eine russische Matroschka öffnen, die im Besitz der Familie von Pietr ist und die noch nie jemand öffnen konnte. Jede Puppe ist einem Mitglied der Familie nachempfunden, nur für Pietr ist keine drin, sondern... *Trommelwirbel* ...ein kleiner Holzwolf. 

Und das geht DAS GANZE BUCH so weiter und wird immer offensichtlicher, ohne dass Jessica mal begreift, was das alles bedeutet! Irgendwann war das einfach nicht mehr glaubwürdig, denn eigentlich wird sie nicht als dumm poträtiert. 

Der Roman hatte mehr als genug Ideen für ein spannendes und temporeiches Buch, sowohl paranormale (eine neue, nicht-mythologische Erklärung für Werwölfe, Vorhersagen, magische Talismane) als auch realistische (Jessicas Trauerbewältigung, ihre Gefühle gegenüber Derek und Pietr, ihre problematische und etwas ungesunde Beziehung zu ihrer besten Freundin, die russische Mafia). Ein paar wenige davon sind sogar einigermaßen originell, aber irgendwie wollte die Spannung für mich einfach nicht zünden. Am Anfang kam ein bisschen davon auf, aber mehr wie ein lauwarmes Lüftchen, und dann wurde es erst ganz am Ende des Buches wieder richtig spannend. Den Mittelteil fand ich eher zäh, vielleicht, da vor Allem dort etwas stattfindet, was mich mit den Zähnen hat knirschen lassen:

Die unvermeidliche Dreiecksgeschichte, wobei wir hier meiner Meinung nach ein besonders unerträgliches Exemplar davon haben, denn eigentlich entwickelt sich das ganze irgendwie mehr zu einer Vierecks- oder sogar Fünfecksbeziehung. Warum? Weil Jessica in einer Art fehlgeleitetem Märtyrertum beide Jungs geradezu anderen Mädchen aufdrängt. Mehr will ich hier nicht darüber verraten, aber es ist enorm konstruiert und trägt für mich nichts, aber auch gar nichts zum Buch bei. 

Überhaupt konnte ich Jessicas Verhalten oft nicht nachvollziehen. Es ist eine Sache, anderen helfen zu wollen, es ist eine ganz andere, sein eigenes Glück geradezu krankhaft fortzuwerfen, womit man im Endeffekt dann auch niemand anderen wirklich glücklich macht. Das machte sie mir keineswegs sympathischer - erst spielt sie die Märtyrerin, dann schmollt sie deswegen rum. 

Große Teile der Handlung sind vorhersehbar und uninspiriert; ich hatte das Gefühl, manches davon schon in Dutzenden anderer Bücher gelesen zu haben - nur dort meist besser ausgeführt. 




Wem würde ich dieses Buch empfehlen... Ja,wem? Wenn ich mir die Kritiken auf amazon.com angucke, gehen die Meinungen über das Buch sehr auseinander, von 1 Stern bis zu 5 Sternen. Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen, deswegen würde ich es wahrscheinlich gar niemandem weiterempfehlen, oder eher dazu raten, es auszuleihen oder zumindest erstmal die Leseprobe zu lesen, aber es scheint ja durchaus viele Leute zu geben, die es gut fanden. 

Cover 3 Sterne
Originalität 2 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 1 Sterne
Charaktere 2 Sterne
Schreibstil 3 Sterne
Romantik 2 Sterne

Kommentare :

  1. Bei dem Buch wollte ich sowieso die Rezis abwarten, aber deine Rezension hat mich gerade davon überzeugt, das Buch komplett zu streichen. Dafür gibt es einfach zu viele andere tolle Bücher :-)

    LG Desiree

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    1. Ja, das würde ich auch sagen, da gibt es im Moment wirklich viel Besseres!

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  2. Bei dem Buch wollte ich sowieso die Rezis abwarten, aber deine Rezension hat mich gerade davon überzeugt, das Buch komplett zu streichen. Dafür gibt es einfach zu viele andere tolle Bücher :-)

    LG Desiree

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Danke für deinen Kommentar! :D