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Dienstag, 17. September 2013

"Devoted - Geheime Begierde" von S. Quinn


#anzeige: Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Meine Wertung 3 von 5 Sternen
Titel Devoted - Geheime Begierde
Autor S. Quinn
Verlag Goldmann
Seitenzahl 348
Erscheinungsdatum 19. August 2013 
Genre Erorik



Die 22-jährige Sophia Rose ist eine überaus talentierte Schauspielerin, nur hat das leider noch niemand erkannt. So lebt sie, mehr geduldet als erwünscht, bei ihrem Vater und seiner stets verdrossenen Frau Genoveva. Einen Großteil ihrer Tage verbringt Sophia damit, klaglos für die Beiden zu putzen, kochen und waschen und sich um ihren Neffen Samuel zu kümmern, wie ein modernes Aschenputtel. 

Als sie bei der berühmten Schauspielschule des Hollywoodstar Marc Blackwell für einen der begehrten Studienplätze vorspricht, erwartet sie sich nicht mehr davon als eine interessante Erfahrung - aber der unnahbare Mann ist sofort von ihr beeindruckt und fasziniert. Wenig später erhält Sophia ein Einladungsschreiben und einen großzügigen Scheck in der Post und ergreift die Chance mit beiden Händen. Aber mit jeder Unterrichtsstunde wird die erotische Spannung zwischen ihr und Blackwell deutlicher und schwerer zu ignorieren, bis Lehrer und Schülerin die Grenzen des Erlaubten überschreiten. Und Sophia muss schnell feststellen, dass Blackwell sie beim Sex dominieren und bestrafen will... 


Pro:

Die Geschichte - junges, naives Mädchen trifft erfahrenen, steinreichen Mann, der sie in die Welt des BDSM (Bondage und Sado-Maso) einführt - erinnert natürlich stark an "Shades of Grey", wie so viele der Erotikromane, die seit dem massiven Erfolg dieser Reihe erschienen sind. Im ersten Drittel von "Devoted" gefiel mir dieses Buch allerdings deutlich besser als das berühmte Vorbild! Sophia Rose war mir um Einiges sympathischer als Anastasia Steele und erschien mir auch echter und dreidimensionaler - ich wollte wirklich wissen, wie es mit ihr weitergeht, ganz abgesehen von den zu erwartenden Erotikszenen. 

Marc Blackwell war mir ebenfalls sympathischer als Christian Grey: zwar ist auch er dominant und bestimmend, es wird jedoch nicht ganz so extrem dargestellt und erscheint weniger stalkerhaft und obsessiv. Blackwells traumatische Kindheit ist für Romane dieser Art nicht unbedingt originell, aber die Hintergrundgeschichte wird glaubhaft in die Handlung verwoben und gibt dem Charakter durchaus mehr Tiefe. (Was aufgrund seiner unterkühlten Art aber auch bitter nötig ist.) 

Es gibt eine Reihe von Nebencharakteren, zum Teil liebenswert, zum Teil arrogant und intrigant, über die ich gerne mehr gelesen hätte; besonders die Mitschüler, mit denen sich Sophia schnell anfreundet, sind mir ans Herz gewachsen. 

Manche der Sexszenen fand ich erotisch und prickelnd geschrieben - andere leider nicht so sehr. (S. "Kontra") 

Kontra:

Wie schon gesagt: im ersten Drittel hat mir das Buch noch besser gefallen als "Shades of Grey" - aber sobald es mit den Erotikszenen losging und zunehmend der Sex im Mittelpunkt stand, flaute mein Interesse mehr und mehr ab. Versteht mich nicht falsch: mir ist schon klar, dass "Devoted" ein Erotikroman ist, und ich hatte dementsprechend mit spärlicher Handlung und zahlreichen Sexszenen gerechnet! Allerdings fand ich einige davon nicht sonderlich anregend sondern merkwürdig steril - und kurz. Kaum kamen die beiden in Fahrt, war es schon wieder vorbei. Blackwells dominantes Gehabe hat mich dabei meist nicht überzeugt, manchmal fand ich es sogar schon unfreiwillig komisch. 

Dann legt er die Hand um meinen Hinterkopf und packt mich bei den Haaren. Ich schnappe nach Luft.
"Nenn mich Sir", stößt er hervor. 


"Los, sag, dass es dir leidtut, sonst ficke ich dich nicht", raunt er. 

"Dreh dich um. Ich werde dich jetzt mit dem Pantoffel versohlen." 


Was mich unheimlich gefuchst hat: es gibt viele Szenen, in denen die Dialoge in etwa folgendermaßen laufen:

Sophia: Ich will das nicht. 
Marc: Doch, du willst.
Sophia: Ich kann das nicht. 
Marc: Doch, du kannst.

Als wüsste Blackwell besser als Sophia selber, was sie will oder kann - als wäre sie nur ein albernes kleines Kind, dass eine strenge Hand braucht. Mich hat das gestört, andere Leser finden vielleicht gerade diesen Aspekt reizvoll und erotisch?

"Wenn das hier funktionieren soll, musst du akzeptieren, dass ich die Fäden in der Hand halte", erklärt Marc. "Du brauchst jemanden, der weiß, was das Beste für dich ist, sowohl in sexueller als auch in jeder anderen Hinsicht."

Außerdem versucht Blackwell ständig, Sophia einzureden, dass ihre sexuellen Abenteuer sie zu einer besseren Schauspielerin machen werden... Najaaaaa. Ok. Von welcher Art Schauspielerei reden wir hier? Das lass ich jetzt einfach mal so stehen. 

Die Nebencharaktere, die mir im ersten Drittel noch so gut gefallen haben, werden im Rest des Buches zunehmend ignoriert - schade. Ich würde wirklich gerne mal einen Erotikroman lesen, bei dem die Handlung nicht zum reinen Gerüst für möglichst viele Sexszenen verkommt. 

Originell ist die Geschichte nicht sonderlich, dazu erinnert sie einfach zu sehr an das seit "Shades of Grey" so beliebte Schema. Spannung kam für mich auch nur selten auf - zwar wird immer wieder betont, wie fürchterlich verboten die Beziehung zwischen Lehrer und Schülerin doch ist, aber mal im Ernst: hier geht es um zwei erwachsene Menschen, die vom Alter her gar nicht so weit auseinander sind. Soooo skandalös fand ich das jetzt nicht, und dementsprechend ließ mich auch die drohende Entlarvung eher kalt. 

Der Schreibstil ist einfach, in den Dialogen manchmal sogar eher platt. 




Trotz aller Kritikpunkte: wer "Shades of Grey" oder ähnliche Erotikromane mit eher zahmen BDSM-Elementen gerne liest und sich nicht daran stört, dass die Geschichte nicht ganz neu ist, wird mit "Devoted" sicher nicht ganz falsch liegen.

Cover 4 Sterne
Originalität 2 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 2,5 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil 3 Sterne
Romantik 3 Sterne
Erotik 3,5 Sterne

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