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Dienstag, 27. August 2013

"Goweli 1 - Der letzte Engel" von Gian Carlo Ronelli



Meine Wertung 3 von 5 Sternen
Titel Goweli 1 - Der letzte Engel
Autor Gian Carlo Ronelli
Verlag Sieben
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 28. Juni 2011
Genre Paranormaler Thriller
Das Buch bei


"Eine brutale Mordserie zieht sich durch Amerika. Bei den Opfern handelt es sich um sechsjährige Mädchen, die in betender Stellung aufgefunden wurden. Beim letzten Opfer findet das FBI endlich einen Hinweis: Blut- und Hautspuren des Mörders auf einem Kruzifix. Ein DNS-Vergleich liefert ein seltsames Ergebnis: Bei dem Mörder handelt es sich um den Mann, der im Turiner Grabtuch eingewickelt war. Jenem Tuch, das nach neusten Forschungserkenntnissen als das Grabtuch von Jesus Christus gilt. 

Ist der Sohn Gottes der gesuchte Serienmörder? Alles scheint darauf hinzuweisen, umso mehr, als das Tuch sich plötzlich zu verändern beginnt. Jesus Christus ein brutaler Serienmörder? "Wie ist das möglich?", werden Sie sich fragen. "Absurd. Wahnsinn. Unglaublich". Wurde Jesus mittels DNS-Spuren auf dem Turiner Grabtuch geklont? Nein. Das wäre zu einfach. Und Gian Carlo Ronelli hasst einfache Lösungen.
In seinem raffinierten, packenden Thriller macht der Autor den Leser mit interessanten Charakteren bekannt: Mercedes Brightman, Professorin der Genetik und Biochemie; Ron Kramer, Professor der Theologie und geachteter Grabtuchforscher und schließlich Mark Grimley, FBI Agent, der Fälle übernimmt, die sonst niemand haben will. Gemeinsam versuchen sie, diesem Rätsel auf die Spur zu kommen. Keine leichte Aufgabe für drei Menschen, die einander nicht besonders mögen. Lassen Sie sich entführen auf eine spannende Reise, die Antworten auf diese Fragen liefert: Wer hat die Mädchen getötet? Warum? und Wie kann es sein, dass ein Mörder den Schutz von hohen Vertretern aus Wirtschaft und Politik genießt? "
(Klappentext)


Pro:

Ich stelle mir das so vor: als der Autor sich hingesetzt hat, um dieses Buch zu schreiben, hatte nicht nur eine Muse Dienst, sondern direkt drei. Eine, die sich auf ungewöhnliche Bilder und Metaphern spezialisiert hat, eine für unerwartete und unglaubliche Wendungen in der Handlung und eine, die mit Vorliebe diverse Genres (Science Fiction, Urban Fantasy, Thriller, Liebesschichte?) zu einer interessanten Mischung zusammenrührt. Für mich war der größte Pluspunkt des Romans die Originalität, die sich daraus ergibt: Jesus Christus, Serienkiller? Definitiv eine nie dagewesene Idee, und das ist nur der Anfang der überraschenden Einfälle... 

Der Roman fängt direkt spannend an und hält bis zum fulminanten Ende ein rasantes Tempo bei. Schnell wurde mir klar, dass ich mich als Leser entscheiden musste, ob ich den unglaublichen, teils absurden oder bizarren Geschehnissen eine Chance geben wollte - wer Thriller mit knochenhartem Realismus bevorzugt, dürfte hier seine Probleme bekommen, aber wer sich davon lösen kann, bekommt zumindest etwas ganz Eigenes, Neues geboten. 

Der Schreibstil hat seine Stärken und seine Schwächen... Er ist auf jeden Fall sehr bildreich und originell und lässt keine Langeweile aufkommen. 

Kontra:

Mit den Charakteren hatte ich meine Schwierigkeiten, besonders mit Mark Grimley. Er ist Indianer, und es wird das ganze Buch hindurch pausenlos darauf herumgeritten, wobei Begriffe wie "Feuerwasser" oder "Bleichgesichter" mich unangenehm an Karl May erinnert haben. Schließlich hat der sich seine verklärte, überzogen romantisch-heroische Welt der edlen Apachen und testosteron-strotzenden Helden komplett aus den Fingern gesaugt. Welcher echte Indianer denkt denn wirklich sowas wie: "Aber was wusste Mark schon von den Denkstrukturen der Bleichgesichter" und trägt - als FBI-Ermittler! - ständig ein Jagdmesser und einen Tomahawk mit sich rum? 

Mercy war dagagen eigentlich ein Charakter, der mich angesprochen hat, aber bei ihr ist mir unangenehm aufgestoßen, dass sie gegen Ende plötzlich zum zitternden, schutzbedürftigen Frauchen mutiert, die sowas denkt wie "Ron! Ich habe Angst! Komm zu mir und halte mich!" 

Das Cover hat mir überhaupt nicht gefallen. Auf dem Kindle Paperwhite (mit schwarz-weißem Display) hat sich die Schrift so wenig vom Hintergrund abgehoben, dass man sie gar nicht lesen konnte. Aber auch in der farbigen Ausgabe finde ich Schriftart und -farbe nicht gut gewählt. 

Um nochmal auf den Schreibstil zurückzukommen: manchmal übertreibt der Autor es einfach mit den Metaphern; die Sätze wirken bemüht, konstruiert und völlig überfrachtet. Viele Bilder ergaben für mich einfach keinen Sinn, und der Humor kam mir öfter erzwungen und unglaubwürdig vor. 


Der Roman hat viele Schwächen, aber auch überzeugende Stärken. Ich würde das Buch Lesern weiterempfehlen, die etwas ganz Anderes, nie Dagewesenes lesen wollen und dabei in den schwächeren Abschnitten auch mal ein Auge zudrücken können. 

Cover 2 Sterne
Originalität 5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 5 Sterne
Charaktere 2 Sterne
Schreibstil 2,5 Sterne


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