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Sonntag, 14. Juli 2013

"Fida" von Stefanie Maucher


#anzeige: Ein Rezensionsexemplar des Buches wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Meine Wertung 2 von 5 Sternen
Titel Fida
Autor Stefanie Maucher
Verlag Luzifer
Seitenzahl 489
Erscheinungsdatum 1. Juli 2013
Genre Thriller / Horror



"Die dreizehnjährige Laura kam nach einem Besuch in der Bücherei nicht nach Hause. Schnell fand die Polizei einen Verdächtigen – doch keine Spur von dem Kind. Seit mehr als einem Jahr sucht Tatjana nach ihrer Tochter und ist nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben. Während ihre Ehe langsam zerbröckelt und ihr Leben zerfällt, setzt sie alles daran, herauszufinden, was geschah.

Tom wollte schon immer ein Haustier. Am liebsten ein Hündchen, das seinen Befehlen gehorcht. Doch sein Vater Wolfgang ahnte schon damals, was für eine bösartige, sadistische Ader sein Sohn hat und so blieb dieser Wunsch lange unerfüllt. Heute ist Wolfgang alt und bettlägerig – und Thomas erwachsen. Tom findet, es ist Zeit, sich seine Wünsche selbst zu erfüllen. Zeit für Fida!"
(Klappentext)


Pro:

Die Mutter Lauras ist in ihrer Verzweiflung, ihren Ängsten und ihrer Entschlossenheit glaubhaft und anteilerregend portraitiert. Die Entführung Lauras frisst sich wie ein Krebsgeschwür in ihr Leben und vergiftet alles: ihre Freundschaften, ihre Ehe. Vom Vater erfährt man weniger, aber auch seine Handlungsweisen und Gedanken fand ich gut nachvollziehbar. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, und meiner Meinung nach gibt er die "Stimmen" der jeweiligen Figuren meist authentisch wieder. 

Spannend ist der Roman von Anfang bis Ende. Natürlich will man wissen: wird Laura überleben, ihr Martyrium ein Ende finden? Werden ihre Eltern, so oder so, jemals wieder ein normales und gar glückliches Leben führen? Die überraschende Wendung gegen Ende (die ich hier noch nicht verraten will) hat mich eiskalt erwischt; das hatte ich nicht kommen sehen! 

Das Cover ist beklemmend und erschreckend und gibt dadurch die Atmosphäre des Buches angemessen wieder. 

Kontra:

Die Geschichte ist (leider) nicht so weit hergeholt und daher auch nicht herausragend originell. Man denke an Natascha Kampusch und ähnliche Fälle! 

Laura blieb für mich seltsam farblos. Bei all ihrer Pein, ihrer Angst, ihrer Verzweiflung habe ich nur wenig davon gespürt, was für ein Mensch sie eigentlich hinter all dem ist. Die Geschichte reduziert sie meist auf ihr Leiden - was mich direkt zu meinem Hauptkritikpunkt bringt. Ist es ethisch vertretbar, so drastisch und gnadenlos die Folter einer 13-jährigen zu beschreiben (auch wenn es sich um eine fiktive Gestalt handelt)? Ihre Vergewaltigung, ihre Demütigung, ihre Schmerzen? Wo endet die Spannung, die einem Thriller innewohnen sollte, und beginnt der sensationsgeile Voyeurismus? 

Der Täter kam mir recht eindimensional vor: sadistisch, grausam, gnadenlos. Er hat keine positiven Eigenschaften, keine Hintergrundgeschichte, die zumindest ansatzweise erklären könnte, wie er so geworden ist. Er ist, wie er ist, Punkt.

Viel, wenn nicht das Meiste der Spannung, beruht auf dem Schockfaktor. Wenn Kinder misshandelt und gequält werden, nimmt man automatisch Anteil, ist bestürzt. Nur gegen Ende des Buches kam für mich darüber hinausgehende Spannung auf, als Lauras Mutter damit beginnt, auf eigene Faust zu handeln, da die Polizei ihr nicht helfen kann oder will. 

Das Ende hat mich nicht 100%ig überzeugt und erschien ein wenig abrupt. 




Ich konnte das Buch nicht weglegen, obwohl ich des Öfteren das Gefühl hatte, dass es zu weit ging. Bei mir hinterließ es einen schalen Geschmack, eine leichte Übelkeit, fast ein Schuldgefühl. Ich würde es wohl nicht weiterempfehlen, was allerdings nicht am handwerklichen Können der Autorin liegt, sondern ausschließlich am kontroversen Inhalt.

Kommentare :

  1. Du wurdest von mir getaggt :D
    Vielleicht hast du ja Lust mitzumachen.

    http://sophiasuckel.blogspot.de/2013/07/tag-11-bucher-fragen.html

    Viele Grüße
    Sophia

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  2. Wow, ich find dein Design so toll *.* Äh, ja... kommen wir zum Thema.
    Ich glaub das Buch ist mir etwas zu...hart. Ich denke nicht, dass es etwas für mich wäre. Allein die Zitate sind recht krank. Ich bin sehr verweichlicht, und hätte das Buch wahrscheinlich abgebrochen xD Ich finde die Rezension echt gut geschrieben und deine Meinung nachvollziehbar erklärt :)

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    1. Und die Zitate sind noch harmlos! Mir war es definitiv zuviel, das Buch schwelgt zum Teil richtig in Lauras Leiden. :-(

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  3. Ich mag deine Rezension und ich finde es gut - so habe ich es ja auch - in Pro und Kontra zu unterteilen, weil sich der Leser dann entscheiden kann, was er über das Buch wissen möchte.
    Ich muss ehrlich sagen, dass mich deine Rezension trotz allem nicht abschreckt das Buch zu lesen. Ich muss auch sagen, ich habe schon weitaus schlimmere Sachen gelesen, als deine Zitate und mal sehen :D Ich bin gespannt, ob sich unsere Meinungen unterscheiden oder eher decken werden :D

    Liebst, Lotta

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    1. Die Zitate sind noch relativ harmlos... Ich wollte die ganz Schlimmen nicht einstellen, weil hier auch Minderjährige mitlesen, aber da sind auch Szenen dabei, wo beschrieben wird, wie ihr das Sperma die Beine runterläuft, oder wie er sie dazu zwingt, darum zu betteln, sie zu vergewaltigen, die fand ich schon heftig.

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Danke für deinen Kommentar! :D