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Freitag, 24. Mai 2013

"Selection" von Kiera Cass


Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Selection
Autor Kiera Cass
Verlag Fischer Sauerländer
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 11. Februar 2013
Genre Dystopie / Fantasy


Eine ferne Zukunft, eine oppressive Gesellschaft mit einem strengen Kastensystem... Deine Kaste bestimmt alles: deinen sozialen Status, die Berufe, die du ausüben darfst, wen du heiraten kannst. Gehörst du zum Beispiel zur sechsten Kaste, ist es dir vorbestimmt, als Diener zu arbeiten. Als Mitglied der fünften Kaste stehen dir die musischen Berufe offen, wie Sänger, Tänzer, Akrobat.

Wenn du kein Talent dafür hast - dann hast du schlicht und einfach Pech gehabt.

Jede Kaste unterhalb der vierten gilt als der letzte Abschaum, und ganz oben in der Hackordnung steht die königliche Familie. Jupp, in dieser dystopischen Zukunft haben die USA die Monarchie wieder eingeführt, warum auch immer... Jedenfalls gibt es eine nette Tradition, die den Kasten zeigen soll, wie brüderlich verbunden sich der Adel den gewöhnlichen Menschen auch der niedrigeren Kasten fühlt: eben die "Selection".

Immer wenn der Kronprinz die Volljährigkeit erreicht, muss es sich eine Braut aussuchen - aber nicht einfach irgendeine. Alle Mädchen im richtigen Alter können Bewerbungen einschicken (egal, welcher Kaste sie angehören), und 35 glückliche Anwärterinnen dürfen dann... Naja, an einer Art Castingshow teilnehmen. Sie leben im Palast, zoffen sich um die Aufmerksamkeit des Prinzen, gehen auf Dates, versuchen sich gegenseitig auszustechen... Man könnte fast meinen, man hätte RTL eingeschalten, nur ist es viel unterhaltsamer.

Unser Hauptcharakter ist America Singer (nein, wirklich!), und wie ihr Name schon suggeriert, gehört sie der fünften Kaste an und verdient ihren Lebensunterhalt damit, Geige zu spielen und auf den Parties der höheren Kasten zu singen. Sie hat eigentlich überhaupt keinen Bock auf den ganzen "Selection"-Zirkus, denn zum einen hat sie einen (geheimen) Freund, und zum anderen findet sie das ganze entwürdigend. (Wie recht sie doch hat...)

Aaaaber leider ist die Selection auch die Chance, eine höhere Kaste für ihre Familie zu gewinnen, und damit hätten sie ausgesorgt - im Moment müssen sie öfters Hunger leiden.
Pro:

Ich habe einfach eine Schwäche für Dystopien. Außerdem habe ich eine heimliche Schwäche für Castingshows, obwohl ich sie eigentlich hirnrissig und oberflächlich finde... Damit war eigentlich schon garantiert, dass mir "Selection" gefallen würde.

Ich mochte America; in meinen Augen ist sie ein interessanter, vielschichtiger Charakter, auch wenn sie manchmal den Bogen der Glaubwürdigkeit ein wenig überspannt - sie zaudert, sie hadert, sie versucht, völlig gegensätzliche Dinge zu erreichen: Einmal will sie sich selber treu bleiben und sträubt sich daher mit Händen und Füßen dagegen, das Spiel mitzuspielen, und zum Beispiel hübsche Kleidchen zu tragen. Andererseits will sie gewinnen, um ihrer Familie und Kaste Ruhm und Ansehen zu bringen. Und manchmal schießt sie dabei zu sehr übers Ziel hinaus, um noch 100% glaubhaft zu sein.

Kein Prinzesschen-Kleid tragen zu wollen ist eine Sache - den Kronprinzen in die Kronjuwelen zu treten eine andere...

Aber ich mochte ihre Einstellung und ihre Selbstständigkeit. Sie ist nicht die Schönste im ganzen Land (und auch nicht die netteste, klügste oder eleganteste), aber pfeif drauf, wer könnte sich denn damit identifizieren?!

Den Prinzen mag ich noch viel mehr: er ist überhaupt nicht, was ich erwartet hatte. Er ist weder ein fieser Bösewicht, der die Kasten unterdrücken will, noch ist er der charmante Prinz, der die Welt retten will. Er ist ein Produkt seiner Erziehung, aber dahinter steckt ein anständiger Mann mit einem ehrlichen Herzen. Es dauerte nicht lange, bis ich mir wünschte, America würde ihren Freund abschießen und sich in den Prinzen verlieben...

Die Nebencharaktere waren nicht schlecht, aber nur wenige stachen für mich wirklich aus der Masse heraus - die sie süße, freundliche Marlee, und die ehrgeizige Oberzicke Celeste, die auch nicht davor halt macht, die Kleider der Konkurrenz zu zerfetzen. Manchmal macht es richtig Spaß, einen Charakter so richtig zu hassen... Ich wette darauf, dass sie bis zum Schluss bleibt! (Ist das nicht immer so in Castingshows?)

Ich habe mich eigentlich nie gelangweilt gefühlt, auch nicht in den langsameren Passagen. Das war wieder so ein "Nur noch ein paar Seiten! Nur noch ein paar Seiten! Nur noch... Oh, 5 Uhr morgens!"-Buch.

Kontra:

Ich hab's versucht, aber ich konnte mich nicht mit Aspen anfreunden. Liebender Freund? Ja. Selbstlos? Ja. Langweilig? ...ja.

Ehrlich, normal hasse ich Liebesdreiecke, aber in diesem Buch war ich richtig froh, dass Aspen Konkurrenz bekam. (Trotzdem: liebe Autorinnen, bitte keine Liebesdreiecke mehr, danke!)

Trotzdem, meiner Meinung nach hatte America auch ohne diese Verwicklung genug zu tun, mit so unwichtigen Dingen wie dem Schicksal ihrer Familie oder ihrer tiefen Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie ihr Land regiert wird.

Ich hätte den Schwerpunkt der Geschichte gerne ein klein wenig verschoben: weniger Castingshow, mehr Dystopie. Ich will mehr über die Rebellen wissen, und darüber, warum die USA auf einmal wieder eine Monarchie sind, und wer es eigentlich für eine gute Idee hielt, ein Kastensystem einzuführen, wo das doch schon in Indien so prima geklappt hat...

Aber ich vermute, darüber werde ich den nächsten Bänden mehr erfahren. (Hoffe ich.)

Wir erfahren nicht so arg viel über die meisten Mädchen, die zur Selection angetreten sind. Ab und an kriegt man mal mit, wie sie von Dates zurückkommen, im Frauenzimmer flüstern und lästern, in Gekicher ausbrechen, wenn der Prinz naht... Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie ihr Leben in ihrer jeweiligen Kaste tatsächlich im Alltag ist. Was bewegt sie dazu, an der Auswahl teilzunehmen? Wollen sie alle nur sozial aufsteigen, sind sie auf Macht aus oder haben sie tatsächlich Gefühle für Maxon?

Die Autorin bringt an sich wenige Elemente ein, die wirklich neu sind - allerdings ist deren Mischung dennoch sehr originell!
Die Geschichte konzentriert sich (noch) mehr auf die Romanzen und die Castingshow als auf die dystopischen Elemente, was ich ein wenig schade fand. Das Buch ist aber dennoch sehr unterhaltsam und spannend, und ich werde definitiv auch die weiteren Bände lesen! Die Charaktere sind interessant, der Schreibstil ist ansprechend... Von mir eine klare Leseempfehlung.
Cover 5 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Romantik 4 Sterne

Kommentare :

  1. Ich antworte mal lieber auf deutsch.. :D
    Ich habe Selection auf deutsch gelesen und fand es super. Ich überlege aber ob ich mich zum ersten Mal an ein englisches Buch wagen soll - und wenn ich es schon kenne, wär das ganze vielleicht auch besser. War das einfach zu verstehendes Englisch? :D

    Email: laenny_lea@hotmail.de

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    1. Das ist für mich echt schwer zu beurteilen, weil Englisch für mich im Prinzip meine zweite Muttersprache ist! Lad dir doch auf Amazon mal die Leseprobe für den Kindle runter (die kann man mit dem kostenlosen Programm "Kindle für PC" dann auch am Rechner lesen, wenn du keinen Kindle hast) und schau einfach mal, ob es für dich einigermaßen verständlich ist!

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  2. Hallo :)
    Ich liebe die Selection-Reihe und deine Rezension. Das ist die erste Rezension von dir, die ich gelesen habe dank des #litnetzwerk ;) Du bringst so viel Spaß in deine Rezension rein und natürlich brutale Ehrlichkeit :)
    Bin froh deinen Blog entdeckt zu haben :)

    Liebe Grüße vom #litnetzwerk
    Andrea :) (Mein Blog: book2pia.wordpress.com )

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    1. Huhu Andrea,

      vielen Dank! Inzwischen hast du ja gesehen, dass ich den zweiten Band nicht mehr so gut fand, aber ich werde die Reihe trotzdem auf jeden Fall noch weiterlesen. :-)

      LG,
      Mikka

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Danke für deinen Kommentar! :D