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Samstag, 15. Dezember 2012

Kurz-Rezi: "Bassus" von Annette Eisenmann


Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Bassus
Autor Annette Eisenmann
Verlag Selbstveröffentlicht 
Seitenzahl 506
Erscheinungsdatum ???
Genre Jugendbuch / Historischer Roman
Das Buch bei Amazon


"Der 13-jährige Tony flieht aus der geschlossenen Psychiatrie in Köln. Er hat nur noch ein Ziel im Leben: Zu beweisen, dass nicht er, sondern sein Vater seine kleine Schwester totgeschlagen hat. Doch sein Vater ist angesehen. Alle glauben ihm. Tony hingegen gilt als schwieriger Einzelgänger, außerdem beherrscht er Kung-Fu.

Er tappt in eine Falle. Ein geheimnisvolles Medaillon rettet Tony, versetzt ihn jedoch in die Römerzeit. Dort greift ihn der Reitersoldat Titus Flavius Bassus auf. Er ist für das Kastell Dormagen als Kundschafter unterwegs und jagt aufständische Germanen. Nach anfänglichem Zögern nimmt er sich des Jungen an. Aber Bassus und seine Freunde verkörpern die Autorität der römischen Armee, eine Welt, in der blinder Gehorsam alles ist. Erbittert leistet Tony Widerstand. 

Schließlich läuft er davon und landet in einem Alptraum, dessen Grauen alles in den Schatten stellt, was er bisher erlebt hat."
(Klappentext)


Das Buch bietet eine originelle Mischung: einerseits die traurige und realistische Geschichte eines misshandelten Jugendlichen, der dann noch fälschlicherweise des Mordes an seiner Schwester beschuldigt wird, andererseits eine fantastische Zeitreise zurück ins Römische Reich.

Tony findet dort eine völlig fremde Welt vor, in der Sklaverei etwas ganz Alltägliches ist, die Menschen Latein sprechen und die ganzen modernen Annehmlichkeiten noch nicht existieren. Auch Bassus, der ihn bei sich aufnimmt, kann und will er nicht verstehen, geschweige denn mögen! Deswegen will Tony zuerst einfach nur weg, zurück in seine eigene Zeit - auch wenn da der grausame Vater auf ihn wartet. Aber da er nicht weiß, wie er zurück in die Gegenwart reisen soll, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden, und schließlich wird ihm die fremde Welt sogar zur neuen Heimat.

Das liest sich spannend, und es ist sicher auch für junge Leser interessant, mehr über den Alltag und die Politik im römischen Reich zu lernen, und das nicht staubtrocken, sondern in einer rasanten Geschichte voller unerwarteter Wendungen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Tony ist entschlossen und mutig, und eigentlich ein richtig guter Kerl.

Und Bassus fand ich sehr vielschichtig und interessant, gerade weil er Dinge tut, die aus heutiger Sicht vielleicht schlecht sind, aus damaliger Sicht aber eine Frage der Ehre und de Gehorsams, dabei aber zeigt, dass er sich dennoch weiterentwickeln kann.

Der Schreibstil liest sich gut und angemessen für die Altergruppe.

Mein einziger Kritikpunkt: nicht alles erschien mir glaubwürdig, wie z.B., dass ein 12-jähriger Junge aus unserer Zeit fließend Latein spricht. Obwohl er Arzt werden will, kommt es mir fast unmöglich vor, in diesem Alter schon solche Sprachkenntnisse zu haben!

Dass diverse Leute anscheinend problemlos akzeptieren, dass sie es mit einem Zeitreisenden zu tun haben, kommt mir merkwürdig vor, und auch das Ende des Buches fand ich ziemlich konstruiert.

Auch, wenn ich nicht alles komplett glaubwürdig finde, ist Bassus doch ein spannendes, lehrreiches Kinderbuch, in dem einerseits Themen wie Kindesmissbrauch angesprochen werden, und man andererseits viel über das Leben im Römischen Reich erfährt.

Cover 4 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau & Tempo 4 Sterne
Charaktere 3,5 Sterne
Schreibstil 4 Sterne


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