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Dienstag, 25. April 2017

[ Kurz-Rezension ] "Lucy & Olivia - Allerliebste Vampirschwester" (Band #1) von Sienna Mercer

Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel  Lucy & Olivia - Allerliebste Vampirschwester
Originaltitel My Sister, the Vampire, Book One
Autor(in) Sienna Mercer
Übersetzer(in)
Illustrator(in)
Katharina Diestelmeier
Eva Schöffmann-Davidov
Verlag* cbj
Seitenzahl* 176
Erscheinungsdatum* 27. August 2008
Genre Kinderbuch / Vampirbuch

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon


Handlung

"Nach dem Umzug ist die quirlige Olivia fest entschlossen, in der neuen Schule schnell Freundinnen zu finden. Lucy, die ihr Gesicht mit weißem Make-up schminkt und nur schwarze Kleidung trägt, scheint Olivias komplettes Gegenteil zu sein. Dann freunden sich die beiden Mädchen an und entdecken, dass sie eineiige Zwillinge sind. Und da sich Schwestern alles erzählen, erfährt Olivia von Lucys größtem Geheimnis: Sie ist ein Vampir … und nicht der einzige in der Stadt."
(Klappentext)

Meine Meinung

Hinweis: Auf deutsch werden die ersten fünf Bände der Reihe zur Zeit nur als eBook herausgegeben, gebraucht bekommt man diese aber auch noch problemlos als Taschenbücher oder in der schönen gebundenen Ausgabe. Im englischen Original gibt es dagegen sogar schon 16 Bände.

Olivia hätte an ihrem ersten Tag in der neuen Schule ja alles erwartet, aber ganz bestimmt nicht, ihre verschollene Zwillingsschwester zu finden! Und die sieht zwar irgendwie genauso aus wie sie, aber irgendwie auch ganz anders. Denn Olivia hat sonnengebräunte Haut, lächelt immer, trägt am liebsten Rosa und ist begeisterte Cheerleaderin – Lucy dagegen ist kreidebleich, verzieht selten eine Miene, trägt nur dunkle Farben und hat es überhaupt nicht mit übertriebener Fröhlichkeit. Dass Lucy auch noch ein Vampir ist, ist für Olivia da nur die Krönung des Ganzen.

Die Geschichte ist richtig süß und hat auch eine Menge kindgerechter Botschaften zu bieten. Denn es geht nicht nur um die Vampire, die friedlich unerkannt unter den Menschen leben, sondern auch um ganz alltägliche Probleme wie Mobbing, Gruppenzwang und das erste Verknalltsein. Olivia möchte eigentlich unbedingt ins Cheerleading-Team, stellt aber schnell fest, dass dessen selbsternannte Anführerin Charlotte eine echte Zicke ist, die sich auf Kosten anderer lustigmacht. Lucy dagegen ist schon lange verliebt, hat sich aber bisher noch nicht getraut, auch nur ein Wort mit ihrem Angebeteten zu wechseln.

Als die beiden Zwillinge die Rollen tauschen, lösen sich manche Probleme, manche dagegen fangen dadurch gerade erst an... Die Geschichte ist im Grunde eine moderne Version vom "Doppelten Lottchen", aber die Autorin macht daraus ihr ganz eigenes Ding, mit zwei starken, liebenswerten jungen Heldinnen, die wunderbare Vorbilder sind.

Die Geschichte ist witzig und locker und gar nicht gruselig, so dass Kinder ab 10 Jahren das Buch sicher bedenkenlos lesen können, und für kleine Leser dennoch spannend. Besonders schön fand ich, wie das Buch zeigt, dass man trotz großer Unterschiede miteinander auskommen und Kompromisse finden kann.

Der Schreibstil ist eher einfach, so dass das Buch sicher vor allem die Altersgruppe bis etwa 13 anspricht, aber es kann auch für ältere Leser ein nettes Büchlein für zwischendurch sein.

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. LITERRA
2. Fantasyguide.de
3. Book Seduction

Cover 4,5 Sterne
Originalität 3 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4 Sterne
Charaktere 4,5 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Humor 4 Sterne

[ Rezension ]"Ragdoll" von Daniel Cole

Daniel Cole: Ragdoll
Eine Leiche, sechs Tote?
Meine Wertung 3,5 von 5 Sternen
Titel Ragdoll - Mein letzter Tag
Originaltitel Ragdoll
Autor(in) Daniel Cole
Übersetzer(in) Conny Lösch
Verlag* Ullstein
Seitenzahl* 480
Erscheinungsdatum* 27. März 2017
Genre Thriller

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon
Das Hörbuch bei Audible


Handlung

"Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer "Ragdoll". Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes..."
(Klappentext)

Meine Meinung

Die Grundidee lässt den Thriller-Fan direkt in freudiger Erwartung aufhorchen, denn sie ist so originell wie grausig: kaum wurde die erste Leiche des "Ragdoll"-Killers gefunden, bizarrerweise zusammengenäht aus den Einzelteilen von nicht weniger als sechs Opfern, wird der Presse auch schon eine Todesliste mit den Namen der nächsten sechs geplanten Opfer zugespielt. Für die Polizei beginnt ein Rennen gegen die Zeit – besonders für Detective William Oliver Layton-Fawkes, denn der steht ebenfalls auf der Liste... 

Das Highlight des Buches war für mich die schiere Genialität des Serienkillers. Eigentlich müsste die Polizei mit ihm leichtes Spiel haben, denn sie wissen nicht nur, welche Menschen auf seiner Todesliste stehen, sondern sogar ganz genau, an welchem Tag er sie jeweils umbringen will. Was wäre also einfacher, als sie an diesem Tag irgendwo einzusperren und nicht aus den Augen zu lassen? Als Leser knabbert man deswegen gespannt an den Fingernägeln, wie um Gottes willen er es schaffen will, seine Opfer zu töten... Und das ist tatsächlich superspannend, rasant und unterhaltsam, es gibt jede Menge falsche Fährten und Verwicklungen und massenhaft Action. Ich war immer wieder überrascht, wie der Killer sich um das Unmögliche herummanövriert! Manchmal habe ich mich gefragt, auf wessen Seite ich eigentlich stehe... 

Ein paar Sachen fand ich nicht hundertprozentig logisch und in sich schlüssig, aber im Großen und Ganzen war der Fall in meinen Augen solide und gut konstruiert. Man muss allerdings auf die Kleinigkeiten achten, wenn man bis zum Schluss kein Puzzlesteinchen übersehen will. 

Auch den Schreibstil fand ich ansprechend. Der Autor baut einerseits in vielen Szenen eine wunderbar dichte, düstere Atmosphäre auf, andererseits überrascht er immer wieder mit einem bitterbösen Humor, der die Geschichte auflockert und ihr einen unverwechselbaren Tonfall verleiht. Gerade, weil die Morde so grausam und schaurig sind, wirkte der Kontrast auch mich sehr ungewöhnlich und interessant. Besonders die Dialoge sind großartig geschrieben, mal witzig, mal dramatisch, aber immer auf den Punkt. 

Leider muss ich jetzt aber auch auf das eingehen, was für mich das große Manko des Buches war – nämlich die Charaktere, die mir ziemlich klischeehaft vorkamen. 

Im Mittelpunkt steht Detective William Oliver Layton Fawkes, genannt 'Wolf: der typische desillusionierte, in Ungnade gefallene Cop, der aber trotzdem so ein wahnsinnig brillanter Ermittler ist, dass er mit allem durchkommt. Ein richtig harter Kerl, der einem Verdächtigen notfalls beim Verhör die Finger bricht und Beweise fälscht – schließlich weiß er ja ganz genau, wer schuldig ist und wer nicht! Wenn es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt, knallt er auch schon mal einen Kollegen dermaßen heftig mit dem Kopf gegen die Wand, dass der genäht werden muss, aber das macht nichts, Teamwork ist eh nicht seine Sache. Dass seine Ehe zerrüttet ist, versteht sich da fast von selbst. 

Seine Entwicklung im Laufe des Buches fand ich dann sogar noch beunruhigender, und besonders gegen Ende fand ich es immer unmöglicher, mit ihm und seiner Egomanie Sympathie zu empfinden. Obwohl ich zugeben muss, dass ich diese Entwicklung sehr verblüffend und unerwartet fand!

Seine Kollegin Baxter übernimmt die Rolle der zynischen, launischen Frau mit der harten Schale. Sie fährt katastrophal schlecht Auto, trinkt zu viel und hat eine merkwürdige und dennoch irgendwie rührende Beziehung zu Wolf. Ein Charakter mit viel Potential: sie ist loyal, clever, hartnäckig und auf interessante Art zwiespältig, da sie mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Leider wird das Potential meines Erachtens nicht voll ausgeschöpft, so dass sie für mich nicht vollkommen glaubhaft und authentisch wurde. 

Auch Wolfs Ex-Frau Andrea konnte sich für mein Empfinden nicht komplett vom Klischee lösen: sie ist wunderschön, sie liebt ihn irgendwie noch immer, und als Journalistin ist sie hin- und hergerissen zwischen ihren Prinzipien und ihrem beruflichen Ehrgeiz. 

Mein Lieblingscharakter war der junge Edmunds. Zwar ist auch er ein Typ Mensch, der einem öfter in Thrillern begegnet – nämlich der großäugige Newbie, den keiner so richtig ernstnimmt -, aber ich fand ihn sehr sympathisch, und er stellt sich im Laufe des Buches als einfallsreich, hochintelligent und entschlossen heraus. Mit ihm konnte ich wirklich mitfiebern, und er war für mich auch ein starker Charakter, den ich viel lieber als Hauptcharakter gesehen hätte! Gerade, weil er manchmal der einzige zu sein scheint, der Wolf die Stirn bietet und nicht alles hinnimmt, was der sagt und tut.

Fazit

Das Buch hat in meinen Augen einen enormen Unterhaltungswert: ein perfider Killer liefert sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei und verhöhnt sie geradezu, indem er ihnen vorher schon verrät, wen er als nächstes töten wird und wann. Das Tempo ist rasant, die Spannung lässt kaum einmal nach... Mit schwarzem Humor erzählt Daniel Cole eine Geschichte voller überraschender Wendungen.

Leider konnten mich die Hauptcharaktere nicht vollends überzeugen, besonders Detective William Oliver-Layton wirkte auch mich sehr klischeehaft – der harte Supercop, der auch gerne im Namen der Gerechtigkeit die Fäuste sprechen lässt. 

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. Leseratz Blog
2. Kates Bücherregal
3. Weltenwanderer
4. BBO Bestseller Books Online
5. Lines Bücherwelt
6. Tii und Ana's kleine Bücherwelt
7. Thrillertante

Cover 5 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4,5 Sterne
Charaktere 2,5 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Humor 4 Sterne

Sonntag, 23. April 2017

[ Kurz-Rezension ] "P.S. Ich liebe Dich" von Cecelia Ahern

Cecelia Ahern: P.S. Ich liebe dich
Durch Briefe zurück ins Leben?
Meine Wertung 3 von 5 Sternen
Titel P.S. Ich liebe dich
Originaltitel P.S. I Love You
Autor(in) Cecelia Ahern
Übersetzer(in) Christine Strüh
Verlag* Fischer
Seitenzahl* 414
Erscheinungsdatum* 23. Mai 2005
Genre Liebesromane / Frauenromane / ChickLit

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon


Handlung

"Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan: für den Rest ihres Lebens zusammenzubleiben. Doch nun ist Gerry tot, ein Gehirntumor. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat."
(Klappentext)

Meine Meinung

Die Idee ist originell und bewegend, das Buch hatte für mich dennoch deutlich weniger Tiefgang als erwartet. Gerrys Briefe sind sehr kurz und sprechen oft gar nicht über seine Gefühle. So ist die erste Aufgabe zum Beispiel: Kauf dir eine Nachttischlampe. Das hat zwar Gründe, die mit dem gemeinsamen Leben des Paares zu tun habe, aber dennoch fehlten mir tiefere Emotionen. Ich habe den Sinn mancher Aufgaben auch nicht begriffen - warum drängt er Holly zum Karaoke, obwohl sie es hasst?

Holly und ihre Freunde sind sympathisch, benehmen sich allerdings oft wie Teenager. Einmal ziehen sie durch die Clubs, besaufen sich maßlos und versuchen, sich mit peinlichem Benehmen in den VIP-Bereich zu schmuggeln. Ein Freund filmt das Ganze - und es wird zu einem preisgekrönten Dokumentarfilm mit Millionenpublikum! Auch andere Dinge waren für mich nicht ganz glaubhaft.

Der Schreibstil ist einfach und direkt. Hollys Trauer fand ich in manchen Szenen ergreifend, in anderen konnten mich die Emotionen jedoch nicht wirklich erreichen.

Gut fand ich, dass Holly nicht mal so eben die nächste große Liebe findet, sondern erst ihre Trauer bewältigen muss, was als natürlicher, wichtiger Prozess gezeigt wird.

Fazit

Eine schöne Geschichte, die sich unterhaltsam liest, mich aber deutlich weniger emotional bewegt hat als erwartet, was zum Teil vielleicht am sehr einfachen Schreibstil liegt.

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. Buchwurm.info
2. Buecher4um
3. zu ende gelesen

Cover 3,5 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 3 Sterne
Charaktere 3 Sterne
Schreibstil 2 Sterne
Humor 3 Sterne
Romantik 4 Sterne

[ WELTTAG DES BUCHES ] Der Feiertag für Leseratten und Bücherwürmer!


UNESCO Welttag des Buches 2017



Ich wünsch euch allen einen wunderbaren Welttag des Buches mit ganz viel Lesezeit und tollen Büchern! 

Erklären muss ich euch doch bestimmt nicht, was es mit diesem Feiertag auf sich hat, oder? Deswegen hier nur mal die ultraknappe Zusammenfassung: Heute feiern Autoren, Verlage, Buchhandlungen, Schulen, Universitäten und Leser gemeinsam diesen UNESCO-Welttag der seit 1995 jedes Jahr am 23. April stattfindet – dem Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. 

Es geht nicht nur ums Lesen, sondern auch um Bildung und Bildungsrechte, und die Herstellung von Bücher, und überhaupt um alles, was irgendwie mit Büchern oder Lesen zu tun hat. 

[ Plan with me ] (Lese-)Plan Woche #17 2017

Plan with me: Woche #17 2017
Mein chaotisch bunter Schreibtisch!
Die Bücher, die ich für die Woche ausgesucht habe:
(Die werde ich nicht alle schaffen, es ist nur eine Vorauswahl!)


  • Patrick Ness: Mehr als das
  • Daniel Cole: Ragdoll
  • Carla Berling: Mordkapelle
  • V.E. Schwab: Vier Farben der Magie
  • Cecelia Ahern: Für immer vielleicht

Der buchige Wochenplan im Einzelnen: