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Samstag, 29. April 2017

[ Rezension ] "Mordkapelle" (Wittekind-Serie #4) von Carla Berling

Carla Berling: Mordkapelle
Wer hat den schönen Ludwig in der Kapelle verbrannt? 
Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Mordkapelle
Originaltitel ---
Autor(in) Carla Berling
Übersetzer(in) ---
Verlag* Heyne
Seitenzahl*
Spieldauer
400
6h 54min
Erscheinungsdatum* 10. April 2017
Genre Kriminalroman

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

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Handlung

"Ein malerischer Sommerabend auf dem Land. Als die Lokalreporterin Ira Wittekind zur brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen wird, findet sie ein schauriges Szenario vor: In der Ruine steht ein Rollstuhl vor dem Altar, der Mann darin ist tot. Es handelt sich um den angesehenen Apotheker Ludwig Hahnwald, allen bekannt als der schöne Ludwig. Ira Wittekind beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf ein dichtes Geflecht aus Lügen, Intrigen und verratener Liebe. Und auf ein grauenhaftes Unrecht, das vor vielen Jahren begangen und nie gerächt wurde."
(Klappentext)

Meine Meinung

Gleichzeitig ein Debütroman und ein vierter Band? Möglich gemacht wird das scheinbare Paradoxon von der einfachen Tatsache, dass Carla Berling. die ihre schriftstellerische Karriere als Lokalreporterin und Pressefotografin begann, die ersten drei Bände ihrer erfolgreichen Krimireihe in eigener Regie als Selfpublisherin herausgab. 

In "Sonntagstod", "Königstöchter" und "Tunnelspiel" ließ die Autorin eine starke Heldin mittleren Alters ermitteln: Ira Wittekind, mit der sie mehr gemeinsam hat also nur den Beruf, und der sie daher eine überzeugende Authentizität verleihen konnte. Vielleicht war es das, was die Aufmerksamkeit des Heyne-Verlags erregte? Jedenfalls trudelte im November 2014 eine Mail bei Carla Berling ein, die Interesse an einer Zusammenarbeit bekundete – und das Ergebnis steht nun unter dem Titel "Mordkapelle" in den Buchhandlungen. 

Ein Verlagsdebüt also, und dennoch eine Krimireihe, deren Hauptcharaktere schon eine gewisse Hintergrundgeschichte mitbringen. Das merkt man auch, denn sie wirken sehr lebendig und vielschichtig, mit  all den familiären und freundschaftlichen Querverbindungen, die aus langer Bekanntschaft eben entstehen! Das Buch enthält eine kleine Übersicht der wichtigsten Personen, aber sie sind in meinen Augen ohnehin unverwechselbar genug, um als Leser nicht durcheinander zu kommen. 

Ira Wittekind ist schon in sofern eine eher ungewöhnliche Krimi-Heldin, dass sie Mitte fünfzig ist – und das ist wunderbar. Warum sollen es immer nur die Mittzwanzigerinnen sein, die Abenteuer erleben? Wenn ich sie in wenigen Worten beschreiben müsste, dann wären es wohl: 'hartnäckig', 'entschlossen', 'intelligent', 'integer'... Und 'Tunnelblick'. Denn sie kann sich ganz schön verbeißen in einen Fall, und manchmal sieht sie dann den Wald vor lauter Bäumen nicht! Manchmal konnte ich ihr Verhalten nicht hundertprozentig nachvollziehen, meist war ich aber ganz "bei ihr" und fand ihre Ermittlungsmethoden schlüssig und hochspannend. 

Das Buch ist ein klassischer Krimi im Stile eines "Whodunits". Nicht ausufernde Gewalt steht im Mittelpunkt, sondern das große Rätsel: Wer hat es getan? Und warum?  Ira ermittelt, was der Polizei oft ein Dorn im Auge ist, und fördert dabei nach und nach einiges zu Tage: mehr als eine Person im Umfeld des ermordeten Apothekers Ludwig Hahnwald hat Dreck am Stecken und/oder ein mögliches Motiv. Außerdem stößt sie auf ein altes Geheimnis, das mehr als 40 Jahre nicht aufgedeckt wurde. 

Der Leser kann fleißig miträtseln, der Fall ist interessant konstruiert, es gibt zahlreiche Winkelzüge und versteckte Motive. Die Auflösung ereilt die Guten wie die Bösen überraschend, im Rückblick konnte ich mich aber an genug Hinweise erinnern, dass sie nicht aus heiterem Himmel kam. 

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass Ira im Finale eine zwar dramatische, aber eher passive Rolle spielt! Statt aktiv das letzte Rätsel zu lösen, widerfährt ihr die Lösung eher, als dass sie sie triumphierend präsentiert. Gelegentlich fand ich auch etwas zweifelhaft, wie mühelos sie Verdächtige und Zeugen zum Reden bringt – und das zum Teil mit sehr offensichtlich strategischen Fragen. 

Die Spannung ist meist eher eine unterschwellige, statt vor Action nur so zu strotzen, aber sie hält sich durchweg auf hohem Niveau. Es sind nicht nur der Mordfall und das alte Geheimnis, die für Verwirrung sorgen: genauso brisant ist das plötzliche Auftauchen eines selbsternannten Enthüllungsjournalisten, der auf seiner Webseite mit geschmacklosen Schlagzeilen ganz tief im Dreck wühlt. Außerdem verfügt er über Informationen, die die Polizei noch gar nicht herausgegeben hat... Er war ein interessanter, zwiespältiger Charakter, allerdings erschien mir eine bestimmte Entwicklung gegen Ende ein wenig konstruiert. 

Der Schreibstil ist flüssig und locker; die Autorin lässt ein wenig Lokalkolorit und Humor einfließen, was der Krimi-Atmosphäre und der Ernsthaftigkeit des Falls aber keinen Abbruch tut. 

Fazit

In der ausgebrannten Friedhofskapelle wird ein Rollstuhl mit der verkohlten Leiche von Ludwig Hahnwald entdeckt. Der alte Apotheker war im Ort allseits bekannt und beliebt, aber als Lokalreporterin Ira Wittekind sich mit dem Leben des "schönen Ludwig" beschäftigt, stellt sie schnell fest, dass sich hinter der Fassade viel Unschönes verbirgt. 

Ein klassischer Krimi, in dem es mehr um Ermittlungsarbeit geht als um literweise Blut und Ekelfaktor! Das Buch hat mich – trotz kleinerer Kritikpunkte – mit glaubhaften Charakteren, falschen Fährten und einem angenehmen Schreibstil gut unterhalten. 

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. Ullas Bücherseite
2. www.TIERGESCHICHTEN.de
3. Zsadista's Bücher Universum

Cover 4,5 Sterne
Originalität 4,5 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4 Sterne
Charaktere 4 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Auflösung 3,5 Sterne
Logik und Schlüssigkeit 3,5 Sterne

[ Bookblog on a Budget ] Geliehenes, Gefundenes, Gebrauchtes : Woche #17 2017

Lesen und Buchbloggen muss nicht unbedingt immer teuer sein: man kann Bücher ausleihen, im öffentlichen Bücherschrank finden, als Hörbuch kostenlos auf Spotify hören, es gibt eBook-Flatrates wie Skoobe, mit denen man für einen Festpreis unbegrenzt eBooks ausleihen kann, man kann sie gebraucht kaufen... Unter "Bookblog on a Budget" zeige ich euch die Bücher, die ich auf eine dieser Arten ausgeliehen / bekommen habe.

Mittwoch, 26. April 2017

[ Neuerscheinungen ] Neu im Mai 2017

Ich habe wieder versucht, Neuerscheinungen aus möglichst vielen Genres herauszusuchen! 

Vertreten sind (in dieser Reihenfolge): Gegenwartsliteratur, Post-Apokalypse/Dystopie, Fantasy, Historisch, Jugendbücher, Krimi/Thiller und Liebesromane.

[ Kurz-Rezension ] "Lucy & Olivia - Das Vampirgeheimnis" (Band #2) von Sienna Mercer

Meine Wertung 4 von 5 Sternen
Titel Lucy & Olivia - Das Vampirgeheimnis
Originaltitel My Sister the Vampire, Book Two
Autor(in) Sienna Mercer
Übersetzer(in)
Illustrator(in)
Katharina Diestelmeier
Eva Schöffmann-Davidov
Verlag* cbj 
Seitenzahl* 176
Erscheinungsdatum* 27. August 2008
Genre Kinderbuch / Vampirbuch

* bezieht sich auf die abgebildete Ausgabe des Buches

Das Buch auf der Seite des Verlags
Das Buch bei Amazon


Handlung

"Seit Olivia Lucys Geheimnis kennt, brennt sie darauf, mehr über das verborgene Leben der Vampire zu erfahren. Eigentlich ist das alles top secret! Dennoch bekommt die Presse Wind von Vampir-Gerüchten. Die Klatschreporterin Serena Star nistet sich in der Stadt ein und beginnt zu recherchieren. Olivia und Lucy geben ihr Bestes, um die Journalistin mit allen möglichen Zwillingstricks auf eine falsche Fährte zu locken. Doch das ist gar nicht so einfach …"
(Klappentext)

Meine Meinung

Hinweis: Auf deutsch werden die ersten fünf Bände der Reihe zur Zeit nur als eBook herausgegeben, gebraucht bekommt man diese aber auch noch problemlos als Taschenbücher oder in der schönen gebundenen Ausgabe. Im englischen Original gibt es dagegen sogar schon 16 Bände.

Eigentlich könnte alles total grottig sein – was bei Vampiren etwas Gutes ist! –, denn Lucy und Olivia sind überglücklich, sich gegenseitig gefunden zu haben. Eine Zwillingsschwester zu haben, ist schließlich etwas ganz Besonderes! Aber natürlich bekommen sie es in diesem Band mit einigen Schwierigkeiten zu tun. Erstens haben sie ihren Adoptiveltern immer noch nicht gebeichtet, ihren Zwilling gefunden zu haben, zweitens möchten sie unbedingt mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren und drittens springt einer der dämlichen Jungs aus der Bluthund-Gang bei einer Beerdigung aus dem Sarg, erweckt damit die Aufmerksamkeit der Zeitungen und bringt alle Vampire in der Stadt in Gefahr. Unauffällig ist schließlich was anderes! 

Die Geschichte ist wieder sehr kindgerecht geschrieben, und die Autorin spricht auch in diesem Band ganz reale Sorgen und Probleme an, mit denen sich sicher viele junge Leseratten rumschlagen. Hier geht es zum Beispiel darum, wie sich Lucy und Olivia dabei fühlen, Adoptivkinder zu sein. Sie fragen sich, warum ihre echten Eltern sie nicht wollten, und wie die wohl so waren... Obwohl sie ihre Adoptiveltern lieben, spüren sie ein gewisses Gefühl von Verlust, und es wäre sehr wichtig für sie, mehr über ihre Vergangenheit zu wissen. Für Kinder, die gerade erst erfahren haben, dass sie adoptiert wurden, wäre es daher bestimmt ein gutes Buch, um sich über die eigenen Empfindungen klarzuwerden, oder ein guter Einstieg für ein Gespräch darüber. (Obwohl in diesem Band noch nicht viel aufgeklärt wird, das kommt sicher in den Folgebänden.)

Natürlich wird es auch wieder spannend, denn manchmal entgehen die Vampire nur knapp der Entlarvung! Dabei bleibt aber alles ganz harmlos und eher witzig als gruselig, denn die Mädchen sehen die Dinge mit viel (oft schwarzem) Humor. Blut kommt allerhöchstens vor, wenn die Vampire sich einen flüssigen Snack genehmigen, der aber selbstverständlich ganz gewaltfrei und sauber im Supermarkt der Vampire gekauft wurde. 

Die Zwillinge und ihre Freunde sind wunderbare Charaktere, sehr liebenswert und glaubhaft. Und die Gegenspieler sind zwar fies, aber nicht wirklich bedrohlich. 

Insofern ist das Buch eher etwas für die ganz jungen Leser ab 10. Zum gemeinsam Lesen mit den Eltern vielleicht sogar noch jünger! Auch die Sprache ist einfach und überfordert nicht, sprudelt aber locker und unterhaltsam dahin. 

REZENSIONEN ZU DIESEM BUCH BEI ANDEREN BLOGS

1. Literaturschock
2. Rubys Tintengewisper

Cover 4,5 Sterne
Originalität 4 Sterne
Spannungsaufbau und Tempo 4 Sterne
Charaktere 4,5 Sterne
Schreibstil 4 Sterne
Humor 4 Sterne

[ Kreuzfahrt durch das Meer der Buchblogs ] Woche #17 2017

Kreuzfahrt durch das Meer der Buchblogs (Social Reading)
Soial Reading Ahoy!
Die RMS Bibliophilia sticht wieder in See! 
Was sich hinter der Kreuzfahrt verbirgt, ist ganz einfach:
Im Laufe einer Woche sammle ich interessante Links zu Beiträgen anderer Blogs zusammen, die ich dann jeden Mittwoch verlinke und versuche, sie bis zur nächsten Kreuzfahrt auch alle zu besuchen und zu kommentieren.

!! Wenn ihr gerne eure eigene Kreuzfahrt unternehmen wollt, dürft ihr mein Logo gerne verwenden, und dann würde ich mich auch sehr über einen Link zu eurem Beitrag freuen! !!